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Mittleres Mecklenburg Stählerner Kollege formt Schiffspropeller
Mecklenburg Mittleres Mecklenburg Stählerner Kollege formt Schiffspropeller
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05:04 13.10.2016
Im Mecklenburger Metallgusswerk (MMG) in Waren bringt eine Maschine Schiffsschrauben mit bis zu 10,50 Meter Durchmesser perfekt in Form.
Im Mecklenburger Metallgusswerk (MMG) in Waren bringt eine Maschine Schiffsschrauben mit bis zu 10,50 Meter Durchmesser perfekt in Form. Quelle: Frank Söllner
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Waren

Ein neuer Riesenroboter für XXL-Schiffspropeller: Im Mecklenburger Metallgusswerk (MMG) in Waren bringt eine Maschine, entwickelt im Rostocker Fraunhofer-Anwendungszentrum, Schiffsschrauben mit bis zu 10,50 Meter Durchmesser perfekt in Form. „Es ist der größte elektrisch angetriebene Großroboter weltweit“, sagt sein Erfinder Prof. Christoph-Martin Wanner.

In der Autoindustrie werkeln die stummen Kollegen schon seit Jahrzehnten vor sich hin. In Schwerindustrie-Unternehmen wie MMG sieht man sie eher selten. Der Fraunhofer-Roboter ist ein Prototyp. Die mehrmonatige Testphase hat er gerade mit Erfolg beendet.

Es geht um den perfekten Feinschliff für die Schiffsschraube: Der Roboter misst den Rohling und beklebt ihn mit Hunderten Messpunkten. Dann bohrt er in jeden der Punkte ein Loch, ein bis acht Millimeter tief. Das zeigt an, wie viel Material abgetragen werden muss.

Müssen jetzt manche der 230 MMG-Beschäftigten um ihren Job bangen, weil sie plötzlich zu teuer geworden sind? Eher nicht. „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Facharbeiter arbeitslos werden“, meint Wanner. Er geht davon aus, dass dank des Roboters die Produktivität steigen wird und unter dem Strich zusätzliche Jobs entstehen.

OZ

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