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Mecklenburg Mulsower SV: Extra-Lob vom Trainer für Mattes Nerstheimer
Mecklenburg Mulsower SV: Extra-Lob vom Trainer für Mattes Nerstheimer
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16:00 23.04.2019
Mattes Nerstheimer (r., gegen Steve Weigle von SG  Warnow Papendorf) gehörte gegen Kritzmow zu den besten Spielern beim Mulsower  SV. Quelle: Johannes Weber
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Kirch Mulsow

So zufrieden war Andi Matthews schon lange nicht mehr mit seiner Mannschaft. „Das war ein gutes Spiel von uns. Die erste Halbzeit war eine der besten in dieser Saison“, lobte der Trainer der Landesklasse-Fußballer des Mulsower  SV nach dem 3:1 (1:0)-Sieg am Ostersonntag gegen den FSV  Kritzmow. Für die Kirch Mulsower war es der sechste Erfolg im achten Spiel nach der Winterpause – bei einem Remis und einer Niederlage.

„Besonders in der ersten halben Stunde haben wir das Geschehen bestimmt und hatten gute Chancen. Leider haben wir nur ein Tor erzielt“, meinte Andi Matthews und betonte: „Lange Zeit hatte ich nicht das Gefühl, dass wir das Spiel ver­lieren könnten.“

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Allerdings mussten die Gast­geber kurz vor der Pause einen herben Rückschlag wegstecken. Offensivspieler Dennis Kirschner, der zuvor den Führungstreffer erzielt hatte, musste verletzt ausgewechselt werden. „Dennis klagte über muskuläre Probleme im Oberschenkel. Ich hoffe, dass es nichts Schlimmeres ist“, sagt Matthews. Der ­48-Jährige brachte für den 19-jäh­rigen Kirschner den ebenfalls angeschlagenen Thomas Brüsehaver in die Partie, der eigentlich geschont werden sollte. Brüsehaver hielt durch und erzielte nach gut einer Stunde Spielzeit sogar den Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0. Die Partie schien entschieden.

Störche wackeln in der Schlussphase

Doch im Gefühl des sicheren Sieges ließen die Kirch Mulsower in der Schlussphase nach und machten den Gegner damit noch einmal stark. Die Kritzmower nutzten die Schwächephase der Störche, wie die erste Mannschaft des Mul­sower  SV genannt wird, und verkürzten durch Paul Mohs auf 1:2. Fortan wackelten die Hausherren auf dem heimischen Betzenberg, stemmten sich allerdings gegen den drohenden Ausgleich. In der Nachspielzeit erlöste dann MSV-Kapitän Eddy Bormann seine Teamkameraden und den Trainer und traf zum umjubelten 3:1-Endstand.

Durch ihren 15. Sieg im 24.  Saisonspiel verteidigten die Kirch Mulsower mit nun 48  Punkten den zweiten Tabellenplatz in der Landesklasse  III. Sie liefern sich mit den Verfolgern SV  Teterow (3., 47) und Sievershäger SV (4., 44) ein enges Rennen um die Medaillenränge. Unterdessen machte Spitzenreiter FSV  Bentwisch mit dem 6:0 beim FC  Aufbau Sternberg bereits sechs Spieltage vor Saisonende den Aufstieg in die Landesliga klar.

„Wir wollen gern den zweiten Platz verteidigen. Dafür werden wir alles geben, auch wenn uns der Ausfall von Dennis Kirschner ganz schön trifft“, sagt Andi Matthews. Der Trainer der Kirch Mulsower hob einen Spieler nach dem Sieg gegen Kritzmow ganz besonders hervor. „Mattes Nerstheimer hat im Mittelfeld ein ganz starkes Spiel gemacht, war der beste Mann auf dem Platz – aggressiv in den Zweikämpfen, laufstark und passsicher“, lobte er den 20-jährigen Hoffnungsträger.

Trainer fehlt beim nächsten Spiel

Ärgerlich: Sowohl Matthews als auch Nerstheimer werden dem Mulsower SV am Sonnabend (14  Uhr, Lambrechtshagen) im richtungsweisenden Duell beim Sievershäger SV fehlen. Der Coach muss arbeiten, der Mittelfeldspieler zu einer großen Familienfeier. „Wir hatten die Sievershäger um eine Spielverlegung gebeten, aber leider haben sie unserem Antrag nicht zugestimmt. Das müssen wir akzeptieren, denn der Spielplan ist ja lange Zeit bekannt“, sagt Andi Matthews.

Bereits am 1.  Mai werden die Störche dann erneut gefordert sein. Im Rahmen der englischen Woche spielen sie beim SV  Teterow, ehe am 5.  Mai das nächste Heimspiel folgt. Dann wird die LSG  Elmenhorst im Garvensdorfer Weg zu Gast sein.

Mulsower SV: Lemcke – Hanke, Petereit, Becker, M.  Westphal – Nerstheimer, BormannL.  Neumann (89.  P.  Voß), Kirschner (40.  Brüsehaver), Saufklever – M.  Voß (76.  Flügge).

Tore: 1:0 Kirschner (25.), 2:0 Brüsehaver (62.), 2:1 Mohs (83.), 3:1 Bormann (90.+1). Schiedsrichter: Valentin Vogel (Rostock). Zuschauer: 56.

Tommy Bastian