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Mecklenburg Neue Handschriften, neuer Schwung
Mecklenburg Neue Handschriften, neuer Schwung
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Jacqueline Duhr, "Steven", Digitaldruck, 2010,30 x 40 cm Quelle: Jacqueline Duhr
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Schwerin

In edem Jahr begrüßt der Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern neue Mitglieder. Traditionsgemäß können sie gleich in einer Ausstellung zeigen, welche künstlerischen Handschriften sie haben und auf welche Weise sie das kulturelle Leben in Mecklenburg-Vorpommern bereichern.

Wie gehabt bieten die drei Ausstellungsräume im Schleswig-Holstein-Haus ausreichend Platz für die Werke der „Neuen“. Hier sind Katrin Herrmann (Neubrandenburg), Jacqueline Duhr (Rostock), Petra Steeger (Rostock) und Sarah Fischer (Greifswald) mit einem kleinen Teil ihrer Werke präsent. Diese Schau ist auch eine Abbildung dessen, was aktuelle Entwicklungen der zeitgenössischen Kunst in Mecklenburg-Vorpommern angeht.

In diesem Jahr sind Zeichnungen, Grafiken, Fotografien, Installationen, Objekte und Stickarbeiten zu sehen. Dabei stechen die Arbeiten der Künstlerin Petra Steeger hervor, die sich mit ihren Stickarbeiten eine besondere Handschrift erarbeitet hat. „Ich zeichne mit dem Faden“, sagt die Künstlerin über ihre Arbeitsweise. So ist auch ihr Werk „Rote Liste“ entstanden, das schon wegen seiner Größe die Blicke auf sich zieht. Das Metallbett mit Stickereien listet bedrohte Tierarten auf; auch „Floss Spirans“ bietet einen fast dreidimensionalen Eindruck. In den Stickereien durchdringt die Künstlerin sozusagen die Vorlagen. Petra Steeger hat sich ihr ganzes Leben mit der Kunst beschäftigt, aber erst jetzt den Weg in den Künstlerbund gefunden. Eine gute Entscheidung, denn sie hat mit ihrer künstlerischen Handschrift etwas Besonderes zu bieten.

Die Greifswalder Künstlerin Sarah Fischer hat einerseits ihre transparent-collagierten Fotografien ausgestellt, die mit zahlreichen Überlagerungen lange zum Betrachten und Deuten einladen. Andererseits hat sie mit ihren Zeichnungen eine noch feinere Art der künstlerischen Arbeit gefunden, die gelegentlich auch von der Komik lebt. Schon während des Studiums am Caspar-David-Friedrich-Institut hat sich die junge Künstlerin an Ausstellungen beteiligt, nun folgte der logischen Schritt in den Künstlerbund.

Genreübergreifend sind auch die Arbeiten von Katrin Herrmann zu sehen. Die Künstlerin aus Neubrandenburg hat bis 2016 Kommunikationsdesign an der Fachhochschule für Design in Potsdam studiert und widmet sich unter anderem literarisch-historischen Installationen. Dabei werden auch ihre persönliche Familienerfahrungen verarbeitet, die der Betrachter mit allerdings dem eigenen Leben verknüpfen kann, wenn er möchte. Irgendeine Verbindung gibt es immer. Doch das Geheimnisvolle bleibt. Es ist eine interessante Facette, die Katrin Herrmann damit in die Kunstlandschaft von Mecklenburg-Vorpommern einbringt.

Die Fotografien der in Rostock lebenden Künstlerin Jacqueline Duhr leben zuweilen von der Selbstinszenierung. Auch jene Fotoserie, die die Künstlerin in Schwerin ausstellt, spielt mit der Schaulust unserer Gesellschaft, die immer mehr voyeuristische Züge trägt. Dabei bringt sich die Künstlerin auch selber ein und wird zum Teil des Werkes, in diesem Fall sind es starke und vieldeutbare Selbstinszenierungen. Der Betrachter wird dadurch in eine Zwickmühle gebracht, er steckt fest zwischen einer natürlichen Distanziertheit und der Versuchung, unbedingt hinsehen zu müssen.

„Die Jury hatte in diesem Jahr 17 Bewerbungen von Künstlern“, so Annekathrin Siems, Projektleiterin beim Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern. Bei der Vernissage am Donnerstag kamen die Künstler zusammen, auch die bereits arrivierten Verbandsmitglieder wie Annette Stüsser-Simpson oder Christine de Boom. Sie verstehen den Künstlerbund nicht nur als einen Berufsverband, auch als eine Stimme und eine Interessenvertretung der Landespolitik gegenüber.

In der aktuellen Schweriner Ausstellung, die von Ulf Michaelis kuratiert wurde, geben die neuen Künstler nicht nur ihre Visitenkarten ab, denn starke Eindrücke hinterlassen sie auf jeden Fall.

Thorsten Czarkowski

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