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Östliches Mecklenburg Fischfarm steht auf der Kippe
Mecklenburg Östliches Mecklenburg Fischfarm steht auf der Kippe
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07:57 14.08.2014
Die Produktionshalle der Landwirtschaftlichen Aquakultur Wedell in Rekentin steht bereits. Doch es fehlt das Geld für Aufzuchtbecken und Filtertechnik.
Die Produktionshalle der Landwirtschaftlichen Aquakultur Wedell in Rekentin steht bereits. Doch es fehlt das Geld für Aufzuchtbecken und Filtertechnik. Quelle: Alexander Müller
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Rekentin

Die geplante Fischfarm in Rekentin bei Tribsees (Landkreis Vorpommern-Rügen) hat noch kein einziges Filet produziert, da droht bereits der finanzielle K.O. Weil das Projekt nach derzeitigem Stand keine Fördergelder bekommt, wird es wahrscheinlich nicht in der Größe verwirklicht, wie es ursprünglich angedacht war. Unternehmer René Wedell hatte die Unterstützung aus Schwerin fest in seine Pläne eingerechnet. „Für uns ist es ein riesiger Nachteil, dass andere Anlagen Fördermittel erhalten und wir nicht,“ sagte er.

In einer 150 Quadratmeter großen Halle sollen in drei großen Becken Afrikanische Welse aufgezogen werden. Maximal 30 Tonnen Fisch könnten so im Jahr produziert werden. Die Abnehmer stehen schon bereit: Laut Wedell haben Krankenhäuser und Gastronomen aus der Region bereits Interesse angemeldet.

Doch aus alldem wird wohl vorerst nichts. Von den nötigen 265 000 Euro hat Wedell bislang nur 100 000 Euro selbst aufbringen können. Davon wurde unter anderem bereits die Produktionshalle gebaut und ein Kühlfahrzeug gekauft. Die entscheidenden Teile, nämlich drei große Aufzuchtbecken und die hochkomplizierte Filtertechnik zur Aufbereitung des Wassers, fehlen jedoch.

Das Landesförderinstitut hatte seine Absage bereits im Februar dieses Jahres schriftlich mitgeteilt. Begründung: Zuwendungen dürfen nur bewilligt werden, wenn das Vorhaben noch nicht begonnen wurde. Wedell hatte die Bauaufträge aber längst rausgeschickt. Der Unternehmer kann die Begründung nicht verstehen: „Wenn ich nicht angefangen hätte zu bauen, wäre die Baugenehmigung abgelaufen“.

Doch der Rekentiner will seine Idee noch nicht begraben. So soll statt drei Aufzuchtbecken erst mal nur eins gebaut werden. Das bedeutet jedoch auch eine deutlich geringere Produktionsmenge. „Davon leben kann man nicht. Das reicht höchstens als Nebenerwerb“, sagt Wedell.


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Alexander Müller