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Östliches Mecklenburg „Migration tötet“: Staatsschutz ermittelt wegen fremdenfeindlicher Schilder
Mecklenburg Östliches Mecklenburg „Migration tötet“: Staatsschutz ermittelt wegen fremdenfeindlicher Schilder
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11:25 12.07.2019
Unbekannte Täter haben Schilder mit der Aufschrift „Migration tötet“ in der Nacht an der B96 in Neubrandenburg aufgestellt. Quelle: Felix Gadewolz
Neubrandenburg

Bislang unbekannte Täter haben in der Nacht zum Freitag in Neubrandenburg mehrere Kreuze mit der AufschriftMigration tötet“ im Bereich der Bundesstraße 96 in Richtung Neustrelitz sowie in Fahrtrichtung stadteinwärts auf Höhe der neuen Umgehungsstraße aufgestellt. Einsatzkräfte des Polizeihauptreviers Neubrandenburg bemerkten die Schilder im Rahmen ihrer Streifentätigkeit und entfernten diese umgehend.

Wer die Kreuze aufgestellt hat, ist bislang unklar. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf und übergab den Sachverhalt an den Staatsschutz der Kriminalpolizei Neubrandenburg.

Aktion hat Tradition in der rechtsextremistischen Szene

Die seit Jahren meist am 13. Juli auftauchende Aktion wird vom Verfassungsschutz der rechtsextremistischen Szene zugeordnet, die so an „deutsche Opfer von Gewalt durch Ausländer“ erinnern will. Weitere Funde gab es am Freitag bisher nicht, hieß es in den Polizeipräsidien Rostock und Neubrandenburg. In den Vorjahren waren landesweit 139 (2014), 120 (2015), 76 (2016), 68 (2017) und 179 (2018) solcher Kreuze gezählt und geborgen worden.

Die Polizei hat die Schilder an der B96 in Neubrandenburg wieder abgenommen. Quelle: Felix Gadewolz

„Schilder-Fälle“ in Rostock und Stralsund

Bereits im März hatten Unbekannte in Rostock an mehreren Ortseingangsschildern Duplikate mit arabischen Schriftzeichen angebracht, die übersetzt „Hansestadt Rostock“ hießen

Einen ähnlichen Fall hat es im Februar in Stralsund gegeben. Dort ging die Polizei davon aus, dass die Aktion im Zusammenhang mit der Aktivistengruppe „Identitäre Bewegung“ steht, die der AfD nahesteht und seit einigen Jahren vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Die Gruppe hatte Fotos der Aktion im Internet verbreitet.

Felix Gadewolz

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