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Östliches Mecklenburg Rechte Jugendgruppe in Burg Stargard: Auswertung dauert Monate
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Rechte Jugendgruppe in Burg Stargard: Auswertung dauert Monate

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10:31 27.02.2020
Der Staatsschutz hat Durchsuchungsbefehle in Burg Stargard ausgeführt. Quelle: Fotoredaktion
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Burg Stargard

In Burg Stargard häufen sich seit Sommer 2019 die politisch motivierten Straftaten. Es gehe vor allem um „rechte Propagandadelikte“, wie die Polizei mitteilt. Die Polizeiinspektion Neubrandenburg hat daraufhin die Streifen und Präventionsmaßnahmen verstärkt. In den Fokus gerieten vor allem fünf Jugendliche.

Wegen Hakenkreuz-Graffitis, „Sieg Heil“-Rufen und des Abspielens von rechtsextremer Musik in einer Kleinstadt ermittelt die Polizei gegen die Gruppe. Die Auswertung der Vorwürfe dürfte nach Angaben der Polizei Monate dauern. Den Verdächtigen im Alter von 14 bis 17 Jahren werden mindestens 18 politisch motivierte Taten in Burg Stargard (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) vorgeworfen.

Beamte durchsuchten Wohnungen

Mehr als 30 Beamte der Kriminalpolizeiinspektion und des Kriminalkommissariats sowie der Reviere Friedland und Neubrandenburg durchsuchten am 26. Februar zeitgleich sieben Objekte in und um Burg Stargard. Dabei handelte es sich um Wohn- und Aufenthaltsorte der Jugendlichen. Die Beamten nahmen Smartphones, Laptops und USB-Sticks, aber auch mehrere Spraydosen, mit.

Die Speichermedien werden jetzt noch detailliert ausgewertet. Die Erziehungsberechtigten der Jugendlichen sind am Morgen anwesend gewesen. Sie zeigten sich zum größten Teil erschrocken und sehr bestürzt über das Treiben der Kinder.

Die Gruppe soll unter anderem im Dezember 2019 auf sechs Metern Länge ein Hakenkreuz, eine SS-Rune und „Sieg Heil“ an die Wand einer Schule gesprüht haben. Ein Mitarbeiter beseitigte die Schmiererei, der Schaden wurde mit 600 Euro angegeben. Eine „enge Verbindung“ zu einer vor Jahren sehr aktiven NPD-Gruppe aus Burg Stargard sei nicht gefunden worden.

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Von OZ/dpa