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Östliches Mecklenburg Was heute in MV wichtig wird
Mecklenburg Östliches Mecklenburg Was heute in MV wichtig wird
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07:00 22.03.2018
Vor einer Lagerhalle der Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft liegt das Karl-Marx-Denkmal auf einer Transportpalette. Die Stadtvertreter entscheiden, ob es stehend oder liegend einen neuen Platz finden soll.
Vor einer Lagerhalle der Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft liegt das Karl-Marx-Denkmal auf einer Transportpalette. Die Stadtvertreter entscheiden, ob es stehend oder liegend einen neuen Platz finden soll. Quelle: Stefan Sauer/dpa
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Neubrandenburg

Stadtvertreter entscheiden: Marx-Denkmal liegend oder stehend

Soll fast 30 Jahre nach dem Ende der DDR ein großes Karl-Marx-Denkmal stehend oder doch liegend wieder aufgestellt werden? Mit dieser Frage befassen sich am Donnerstag die Stadtvertreter in Neubrandenburg. Den Abgeordneten liegen zwei mögliche Varianten vor: Die Linken wollen nur eine aufrechte Neuaufstellung der 2,20 Meter großen Bronzestatue von Marx (1818-1883) im Zentrum akzeptieren. Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) hat dagegen vorgeschlagen, die Statue in 90 Zentimetern Höhe liegend zu präsentieren.

Die Statue des Philosophen, der als Begründer des Marxismus-Leninismus gilt, war 1969 anlässlich des 20-jährigen DDR-Jubiläums auf dem Markt, der damals Karl-Marx-Platz hieß, aufgestellt worden. Der Platz wurde nach der Wende umbenannt. Die Statue kam wegen Bauarbeiten 1995 vor die heutige Bibliothek und wurde 2001 aus Sicherheitsgründen eingelagert.

„Über Leben in Demmin“ – Premiere für Film über Massensuizid

Demmin. Die Stadt Demmin (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) ist am Donnerstag  Schauplatz einer besonderen Filmpremiere. Im Kino der Hansestadt wird der Film „Über Leben in Demmin“ zusammen mit Zeitzeugen und dem Filmteam um Regisseur Martin Farkas zum ersten Mal aufgeführt. Thema des Streifens ist der von Historikern als „beispiellos“ eingeschätzte Selbstmord Hunderter Demminer und Flüchtlinge beim Einmarsch der Roten Armee 1945 und die Folgen für die Bewohner der Region Demmin bis heute. Es kam zu Vergewaltigungen und gewalttätigen Auseinandersetzungen, wobei etwa 1000 Menschen getötet wurden oder sich selbst umbrachten. Überlebende mussten in der DDR über die Ereignisse schweigen.

Wissenschaftsministerin Hesse auf Uni-Forschungsreise

Greifswald/Rostock. Auf einer zweitägigen Forschungsreise will sich Wissenschaftsministerin Birgit Hesse (SPD) über Spitzenforschung in Mecklenburg-Vorpommern informieren. Das Land fördert seit 2017 fünf Forschungsprojekte an den Universitäten Greifswald und Rostock mit insgesamt bis zu 25 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Sozialfonds.

„Mit dem Exzellenzforschungsprogramm wollen wir die Spitzenforschung in Mecklenburg-Vorpommern unterstützen“, sagte Hesse. Sie wollte am Donnerstag in Greifswald starten, wo sie sich zunächst über ein Projekt zu bakteriellen und viralen Koinfektionen informiert. Das zweite Greifswalder Forschungsprojekt beschäftigt sich mit neuartigen klinischen Therapieansätzen für Patienten, die an erblichen Lebererkrankungen und Bauchspeicheldrüsenentzündungen leiden.

DFB-Mädels spielen um EM-Ticket

Greifswald/Neubrandenburg. Von Donnerstag bis zum kommenden Mittwoch findet in Greifswald und Neubrandenburg ein Qualifikationsturnier zur Fußball-EM der U-17-Juniorinnen statt. Dabei trifft Titelverteidiger Deutschland auf Irland, Island und Aserbaidschan. Nur der Sieger erhält das Ticket für die Endrunde im Mai in Litauen.

Zum Auftakt messen sich die deutschen Talente heute in Neubrandenburg mit Aserbaidschan. Die EM ist ein wichtiger Zwischenstopp auf dem Weg zur U-17-WM vom 13. November bis 1. Dezember in Uruguay.

Experten diskutieren Datensicherheit

Kühlungsborn. Datensicherheit steht im Mittelpunkt des Siemens Wirtschaftsforums, das am Donnerstag in Kühlungsborn stattfindet. Die Teilnehmer diskutieren die Frage, welche juristischen Konsequenzen die aktuellen technischen Entwicklungen der „Industrie 4.0“  mit sich bringen: Wer haftet für technische Pannen? Von wem und wie tief dürfen persönliche Daten analysiert werden?

dpa/OZ