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Mecklenburg Open Air: Launige Zoo-Revue im Stralsunder Zoo
Mecklenburg Open Air: Launige Zoo-Revue im Stralsunder Zoo
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Zoo-Revue des Theaters Vorpommern in Stralsund mit den Sopranistinnen Katarzyna Rabczuk (l.) und Pihla Terttunen und dem Tenor Karo Khachatryan Quelle: Christian Rödel
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Stralsund

Nach der überaus erfolgreichen Rockoper „Jesus Christ Superstar“ und dem Abenteuerstück „Die Tochter des D’Artagnan“ in der Eldenaer Klosterruine, wo alle Vorstellungen bislang nahezu ausverkauft waren, hatte Sonnabendnachmittag nun die „Zoo-Revue“ als dritte und letzte Open-Air-Inszenierung des Theaters Vorpommern ihre Premiere. Und das vor einem ebenfalls sichtlich gut gelaunten Publikum. Mitten im Grünen, mitten im Stralsunder Tierpark.

Fünf schwarzbraune Hühner und ein stolzer Pfau als Stargäste

Das Bemerkenswerte war, dass die ersten Gäste weit vor Vorstellungsbeginn zur Bühne gekommen waren. Offenbar, um Logenplätze zu ergattern. Es waren fünf schwarzbraune Hühner. Zu ihnen gesellten sich im Laufe der Vorstellung auch noch ein Truthahn und ein stolzer Pfau. „Alle haben uns schon die gesamten Proben über begleitet“, erklärte Theatersprecherin Helga Haase. „Die sind sogar ein paar Mal quer über die Bühne marschiert“, fügte sie hinzu.

Das blieb bei der Premiere zwar aus, dennoch hatten die gut 60 anderen Gäste ihren Spaß am bunten Federvieh. Vor allem als der Pfau beim „Krapfenwaldl“ von Johann Strauß auch noch Kopf und Hals rhythmisch im Takt zur Musik bewegte, gab es viele Lacher. Als dann die Hühner bei „Ich wollt, ich wär ein Huhn …“ von den Comedian Harmonists dem Publikum auch noch geschlossen ihre Hinterfront zudrehten, war mancher Gast gar verblüfft. Als verstünden die Tiere den Text und fühlten sich veräppelt.

Eineinhalbstündiges Programm mit 18 Liedern

Insgesamt umfasste das eineinhalbstündige Programm 18 Titel. Darunter waren Duette, Arien und Lieder aus bekannten Operetten und Musicals mehrerer Zeitepochen. Das Gros hatte eigens für das Tierpark-Programm der langjährige Kapellmeister des Theaters Vorpommern, Egbert Funk, neu arrangiert. Er saß auch am Keyboard und leitete von dort aus sein Salonorchester. Mit Uwe Hildebrandt (Flöte), Tom Wendt (Klarinette) und Christoph Uhland (Kontrabass).

Wie es sich für eine Zoorevue gehört, ging es um Tiere. Um kleine wie große. Im „Katzenduett“ von Gioacchino Rossini sah und hörte man, wie sich unsere lieb gewordenen Vierbeiner auch mal anfauchen können und im Lied des Löwen aus „Der Zauberer von Oz“ erfuhr das Publikum, was passiert, wenn den stolzen Löwen der Mut verlässt. Auch Glühwürmchen kamen zu Gehör, nämlich in „Lysistrata“ von Paul Lincke. Und in „Horse und Buggy“ von Leroy Anderson trabten gar Pferde musikalisch über die Bühne. Als wäre das alles noch nicht genug für ein buntes Programm, sang auch noch eine Schwarzdrossel ihr Lied, als „Blackbird“ von den Beatles erklang.

60. Geburtstag des Zoos – zweite Operngala

Als Solistinnen und Solisten agierten die Sopranistinnen Katarzyna Rabczuk und Pihla Terttunen, unterstützt von Tenorkollege Karo Khachatryan. Mit launigen Zwischentexten sorgte Moderatorin Anette Gerhardt für eine gelungene Umrahmung. Die szenische Einrichtung hatte Operndirektor Horst Kupich besorgt. Von ihm stammte auch die Idee, keine Sitzreihen aufzustellen, sondern die Zuschauer um kleine Tischchen herum Platz nehmen zu lassen. Für Bühne und Kostüme zeichnete Christopher Melching verantwortlich.

Es ist übrigens das zweite Mal, dass das Theater Vorpommern und der Stralsunder Zoo, der kürzlich 60. Geburtstag feierte, eine solche sommerliche Kooperation eingegangen sind. Vor zwei Jahren gab es an selber Stelle schon die „kleine Zauberflöte“.

Reinhard Amler

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