Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rostock 13.000 Rostocker feiern beim Brauereihoffest
Mecklenburg Rostock 13.000 Rostocker feiern beim Brauereihoffest
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
19:24 19.05.2019
Fassbieranstich erfolgreich: Moderator Jörg Mandel (vorne v.l.), Brauereichef Peter Christian Gliem, Moderatorin Nora Sanne und Braumeister Holger Köpcke stoßen auf das Fest an. Quelle: Martin Börner
Anzeige
Kröpeliner-Tor-Vorstadt

Was sich am Wochenende hinter den Toren der Hanseatischen Brauerei abspielte, übertraf alle Erwartungen: 13.000 Rostocker kamen hier zusammen, um beim Brauereihoffest ausgelassen zu feiern. Von Brauereirundgängen, Expertentipps, Verköstigung verschiedener Biersorten bis Open-Air-Show konnten die Besucher einiges erleben. Auch der Oberbürgermeister Roland Methling und Universitätsrektor Wolfgang Schareck ließen es sich nicht nehmen, auf Rostocks Brauerei anzustoßen. Höhepunkt der Party war der Auftritt von Christian Steiffen. „Rostock scheint eine Steiffen-Hochburg zu sein“, sagte der „Gott of Schlager“ noch vor der Show. Wo er Recht hat, hat er Recht.

Jubiläumsbier zum Auftakt

Schlangestehen vor der Brauerei: Pünktlich um 11 Uhr öffneten sich die Tore zum Hinterhof. Dort war alles vorbereitet für ein Fest im Zeichen des Hanseatischen Bieres. Was die Brauer da genau verzapft haben, konnten die Gäste gleich zum Auftakt schmecken. Brauereichef Peter Christian Gliem glückte der Rostocker-Dunkel-Fassanstich auf Anhieb und das bedeutete vor allem eines: Freibier für alle. Unter den großen Sonnenschirmen haben es sich Heiderose und Jürgen Grümmert mit einem kühlen Bier bequem gemacht. Das Ehepaar komme aus der KTV, „wir sind hier groß geworden“, sagen sie. „Das Bier schmeckt uns richtig gut. Wir kennen es schon lange, es gehört zu Rostock“, so die Rentner. Für sie ist ein Rostocker das beste Bier der Stadt.

Anzeige
So schön war das Fest der Hanseatischen Brauerei Rostock.

OB: „Nicht viele Städte haben ein eigenes Bier“

Zum 600. Universitätsgeburtstag hat das Jubiläumsbier eine ganz besondere Bedeutung. Das „Rostocker Dunkel“ ist eigentlich eine Fassbierspezialität, die es zum Jubiläum als Festbräu in die Flasche geschafft hat. „Schön, dass wir ein so schmackhaftes Bier unser Jubiläumsbier nennen dürfen“, freut sich Universitätsrektor Wolfgang Schareck, der sich auf dem Hoffest unter die Gäste mischte. Gern erinnert sich der Professor an die erste Flaschenabfüllung mit Oberbürgermeister Roland Methling. Der ist auch dabei und weiß: “Es gibt nicht viele Städte, die ein eigenes Bier haben. Darauf können wir richtig stolz sein.“

Universitätsrektor Wolfgang Schareck (l.) auf Stippvisite beim Brauereihoffest: Er und Brauereichef Peter Christian Gliem sind stolz auf das Jubiläumsbier. Quelle: Martin Boerner

50.000 Flaschen in einer Stunde

Wer noch nie das Innenleben einer Brauerei gesehen hat, konnte das am Sonnabend nachholen. Wie der Gerstensaft produziert und abgefüllt wird, ließen sich Interessierte von den Brauern persönlich erklären. Und dabei hat sich Erstaunliches gezeigt: Sieben Sorten Bier werden in der Hanseatischen Brauerei hergestellt. Die zwölf großen Tanks der Brauerei fassen jeweils 300.000 Liter. Und in einer Stunde werden 50.000 Flaschen abgefüllt. „Ich bin immer wieder begeistert, wenn ich hier stehe“, sagt Brauereichef Peter Christian Gliem und schaut auf die klirrenden Glasflaschen in der Abfüllanlage. Durch die Produktionsstätte führte Brauerin Sophia Witt. Wie sie zu ihrem Beruf kam? „Ich liebe Bier“, sagt die 30-Jährige. Sie komme aus „einer Familie der Endverbraucher“, gibt sie mit einem Lächeln zu.

Was sich täglich hinter den Kulissen abspielt, demonstrierte Braumeister Holger Köpcke schließlich auf dem Hof im Miniformat: Er baute seine Kleinstbrauerei auf und stellte sich den Fragen der Besucher. Nebenan im Brauereimuseum begab sich Friedrich-Karl Prange (71) auf Spurensuche der Rostocker Brautradition. „Ich kenne das Bier noch aus DDR-Zeiten und kann sagen, es ist ein echtes Qualitätsbier zum Genießen. Wir brauchen uns mit diesem Bier nicht zu verstecken“, sagt er.

Friedrich-Karl Prange (71) findet, dass das Rostocker Bier eine hohe Qualität hat und zum Genießen einlädt. Quelle: Martin Boerner

Brauereihof wird zur Open-Air-Arena

Am Wochenende verwandelte sich der Brauereihof zur Open-Air-Arena im Herzen der Stadt. Zwischen den modernen Silos und den historischen Backsteingebäuden spielten am Nachmittag regionale Bands wie „Loud Shout“ und „Moonraker“. Den Auftakt für das Abendprogramm gaben die Berliner Flaschenvirtuosen „GlasBlasSing“. Anschließend heizte die Combo „Good Vibes“ den Rostockern ein und ebnete den Weg für den Stargast des Abends: Hardy Schwetter alias Christian Steiffen. Der „Gott of Schlager“ brachte den Brauereihof zum Beben, während hinter ihm die Sonne unterging. „Was für ein Fest“, resümiert Brauereichef Gliem zufrieden. 13.000 Gäste haben einmal mehr gezeigt, dass die Stadt Rostock und ihre Brauerei zusammengehören.

So schön war das Fest der Hanseatischen Brauerei Rostock.

Mehr zum Thema:

Live-Blog vom Brauereihoffest

Vorbericht zum Brauereihoffest

So schön war das Brauereihoffest im letzten Jahr

Lea-Marie Kenzler

Anzeige