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Rostock 1500 Zuschauer begeistert von Hexenreise
Mecklenburg Rostock 1500 Zuschauer begeistert von Hexenreise
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17:15 26.12.2018
13. Eiskunstlaufgala des Rostocker Eiskunstlaufvereins am 24. 12. 2018 in der Eishalle. Quelle: Doris Deutsch
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Rostock

Während sich die Zuschauerreihen in der Eishalle füllen, flechten Muttis in der Garderobe im Akkord Zöpfe, helfen kleinen Hexen ins Kostüm und bereiten schon mal das Catering für die Sportler vor. Der Rostocker Eiskunstlaufverein hat zur traditionellen Weihnachtsgala geladen. Wie immer am Heiligabend, von 13 bis 15 Uhr, zur Einstimmung aufs Fest.

„Die Veranstaltung ist ausverkauft“, sagt Vereinsvorsitzender Marco Berkholz. „Innerhalb von drei Wochen waren die Karten weg.“ 1500 Fans sind gekommen und freuen sich auf eine bunte Show auf dem Eis. Für das nächste Jahr kündigt Berkholz eine zweite Veranstaltung am ersten Feiertag an.

40 aktive Mitglieder zählt der Verein. Die Läuferinnen sind zwischen fünf und 20 Jahren jung und an diesem Tag alle mehrmals in ständig wechselnden, glitzernden Kostümen auf dem Eis. Einziger Mann in der Riege ist Christian Volz (21), der in zwei Tänzen zu bewundern ist.

Die Geschichte auf dem Eis hat sich Projektleiterin Alena Lewin ausgedacht. Die 27-Jährige war Profitänzerin und ist seit vier Jahren Übungsleiterin im Verein. „Eine kleine Hexe begibt sich auf Reisen und will die Menschen kennenlernen, vor denen Hexen eigentlich Angst haben“, erklärt Alena Lewin die Grundidee, die sie zusammen mit den vier Trainerkollegen und ihren aufgeweckten Eiskunstläuferinnen weiter entwickelt hat. 29 Tänze in sieben Akten: Von der Hexenwelt über den Dschungel auf die Blumenwiese begeben sich die Hexen nach Urlaub und Zirkus auf den Weg zurück. Den Abschluss tanzen alle zusammen.

Die kleinen Hexen in grün- und braunschwarzen Tüllröcken nehmen ihren Zauberstab und gehen in Position. Vivian Roth ist die jüngste. Die Fünfjährige sitzt gelassen neben den älteren Geistern und Skeletten auf der Bank und wartet auf ihren Einsatz. „Weißt du was? Am Ende heben mich die Großen alle hoch“, verrät die Kleine schon mal eine Szene aus dem Schlussbild. Mama Susanne Roth begleitet Vivian und ihre Schwester Viktoria (9) und hilft wie viele andere Mütter auch beim Umkleiden der aufgeregten Läuferinnen.

Denn für jeden Tanz gibt es ein anderes, zauberhaftes Kostüm. Dafür sorgt Martina Graumann. Auch sie ist durch Tochter Martha (14) vor neun Jahren zum Verein gekommen. Sie habe einen Nähkurs belegt und gemeint, die Mädels brauchen doch Kostüme. „Dann ging’s los mit der Näherei“, sagt die Ergotherapeutin, die allein für diese Show etwa 90 Stunden an der Nähmaschine gesessen hat. „Aber viele andere Mütter helfen auch mit“, winkt die Kostümfee bescheiden ab. „Ja, wir sind eine große Familie“, freut sich Vereinschef Berkholz. Eltern und Großeltern helfen beim Aufbau, richten Vorhänge und Kulissen ein, bereiten das Essen, übernehmen Fahrdienste. „Das ist einfach cool.“

„Da steckt soviel Arbeit drin“, bemerkt auch Carola Heine. Sie steht Tochter Alexandra (18) zur Seite, die in neun verschiedene Rollen schlüpfen muss. Genau nach Ablaufplan wird immer das passende Outfit aus der Fahrradtasche gezogen. „Die Mädchen müssen hart trainieren“, sagt Carola Heine, in der Vorbereitung auf die Show seien sie sogar in die Eishalle nach Kühlungsborn gefahren. „Wir weichen aus, weil wir in Rostock keine Eiszeiten bekommen“, erklärt Cheftrainerin Alena Lewin. Dreimal pro Woche könnten die Eiskunstläufer um 13 Uhr in die Eishalle, „aber da sind die Kinder noch in der Schule“. Zur einzigen Nachmittagszeit, 16.30 bis 18 Uhr, kämen alle 40 Läufer. „Das ist nicht sehr effektiv“, sagt Alena.

Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Nach zwei Stunden Show tobt das Publikum. Die Rostocker Eiskunstläuferinnen haben ein attraktives, sportliches Programm abgeliefert. Für 2019 hat Alena Lewin schon eine Idee, die aber noch geheim bleibt.

Doris Deutsch

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