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Rostock 500 Jahre Orgelkultur auf einen Blick
Mecklenburg Rostock 500 Jahre Orgelkultur auf einen Blick
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20:23 09.05.2019
Kantor Sven Werner hört sich die Klangbeispiele verschiedener Orgeln an. Quelle: Susanne Gidzinski
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Rostock

Warum werden Orgeln gebaut, wie funktionieren sie und seit wann gibt es das einzigartige Instrument überhaupt? Um diese und viele weitere Fragen dreht sich die aktuelle WanderausstellungOrgeln an der Nordsee – 500 Jahre Orgelkultur in den Marschen“. Seit mittlerweile sechs Jahren tourt sie durch Deutschland, Dänemark und die Niederlande. Mehr als 100 000 Besucher haben die Ausstellung bereits gesehen. Im Ostseebad feiert sie jetzt eine Premiere. Denn: „Sie kann das erste Mal in Mecklenburg besucht werden“, berichtet Kantor Sven Werner, der die Wanderausstellung in die Warnemünder Kirche geholt hat.

Kulturbotschafter der Nordseeküste

Seit hunderten von Jahren sind Orgeln internationale Kulturbotschafter der Nordseeküste. „In den Dorfkirchen der Küstenmarschen wurde das Instrument bereits im späten 15. und frühen 16. Jahrhundert zum normalen Einrichtungsgegenstand der Gotteshäuser“, erklärt Werner. Im Vergleich dazu sei das Instrument in der Warnemünder Kirche noch relativ jung. Gebaut wurde es 1975 von der Firma Voigt aus Bad Liebenwerda. Die Orgel hat 1587 Pfeifen, 22 Register, zwei Manuale und ein Pedal. „Das sind allgemein sehr eindrucksvolle Instrumente. Kein anderes ist so vielfältig wie die Orgel“, so Werner weiter.

Als der Kantor die Ausstellung das erste Mal sah, war ihm sofort klar: „Die möchte ich auch zu uns ins Ostseebad holen“. Überzeugt habe ihn das Konzept. „Und da das Bachfest vor der Tür steht, passt das sehr gut. Orgelmusik und Bach gehören einfach zusammen“, findet Werner.

Geschichte etwas anders erleben

Das Schöne an der Ausstellung: „Die Besucher können selbst aktiv werden“, betont der Kantor und greift nach einem Kopfhörer. Zuvor hat er auf einem integrierten Bildschirm eine prunkvoll verzierte Orgel angetippt. „Das Grundprinzip ist bei allen Orgeln gleich. Dennoch hat jedes dieser Instrumente eine ganz eigene Klangfarbe und ist somit ein Unikat. Die Hörbeispiele verdeutlichen das sehr gut und ermöglichen einen direkten Vergleich“, meint Sven Werner. Den Unterschied machen die Größe, der Standort und das Handwerk des jeweiligen Herstellers aus.

Auf der anderen Seite der Schautafel befindet sich ein weiterer Bildschirm. Hier wird ein Film gezeigt, der einen Einblick in die Geschichte ermöglicht. Jeder Aufsteller widmet sich einem anderen Thema, das anhand von Texten und multimedialen Inhalten vermittelt werden soll. Dabei gehe es nicht ausschließlich um das Instrument an sich, sondern auch um die Theologie, von der diese Kirchenmusik getragen wurde, und die Menschen, die das Geschehen gestalteten: Orgelbauer und Organisten, ebenso Landwirte, die sich genau diese Kunst wünschten.

Initiiert wurde die Ausstellung 2013 vom Amt für Kirchenmusik Hamburg in der Nordkirche. Noch bis Ende Juni wird sie in der Warnemünder Kirche zu sehen sein. „Sowohl Touristen als auch Einheimische können hier auf relativ kleinem Raum alles über das markante und außergewöhnliche Instrument erfahren“, sagt Werner. Der Eintritt ist frei.

Susanne Gidzinski

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