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Rostock 600 Rostocker protestieren gegen neues EU-Gesetz
Mecklenburg Rostock 600 Rostocker protestieren gegen neues EU-Gesetz
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13:58 23.03.2019
Mehr als 600 Rostocker demonstrierten am Wochenende gegen das neue europäische Urheberrechtsgesetz. Quelle: Andreas Meyer
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Rostock

Es soll die Rechte von Autoren, Fotografen und Künstlern vor Missbrauch und vor allem den großen Internet-Konzern schützen – und ist doch umstritten: Europaweit haben am Wochenende Menschen gegen das geplante neue Urheberrechtsgesetz der Europäischen Union protestiert. Auch in Rostock. In der Hansestadt gingen am Sonnabend nach Angaben der Polizei zeitweilig mehr als 600 vor allem junge Bürger auf die Straße.

EU will Autoren schützen

Hintergrund: Die EU will das Urheberrecht im Internet verschärfen – und soziale Medien wie das Videoportal YouTube, Facebook und andere große Portale wie Google verpflichten, mehr zu tun, um die Rechte von Autoren zu schützen. Wenn Fotos, Filme oder auch Texte von den Nutzern hochgeladen werden, sollen die Internet-Riesen künftig prüfen, ob dadurch Urheberrechte Dritter verletzt werden. Das ist unter anderem auch für Autoren wichtig, die davon leben, dass Nutzer für ihre Texte und Arbeit bezahlen.

Kritiker fürchten Einschränkungen

Dennoch gibt es Protest – vor allem vor den so genannten automatischen „Uploadfiltern“, die von der EU gefordert werden: „Wir haben die Sorge, dass die Technik die Meinungsfreiheit einschränkt und dazu genutzt wird, nur noch bestimmte Meinungen im Internet veröffentlichen zu können“, so Dennis Klüver, Landeschef der Piraten-Partei. Klüver hatte die Demo in Rostock im Namen des Bündnisses „Save the Internet“ – zu deutsch: Rettet das Internet – angemeldet. In dem Bündnis sind auf lokaler Ebene auch die FDP, die Junge Union sowie die Linke organisiert. Den Demonstranten gehe es nicht darum, Urheberrechte verletzen zu dürfen – sondern darum, auch weiterhin im Netz frei ihre Meinung sagen zu dürfen. „Wer garantiert, dass beispielsweise verfremdete Bilder oder Satire künftig noch hochgeladen werden können?“, so Klüver.

Andreas Meyer

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