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Rostock 750 Jahre Rostock in einem Film
Mecklenburg Rostock 750 Jahre Rostock in einem Film
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02:28 19.05.2014
Steffen Stuth zeigte im kulturhistorischen Museum den Film und führte danach durch die Sonderausstellung.
Steffen Stuth zeigte im kulturhistorischen Museum den Film und führte danach durch die Sonderausstellung. Quelle: Franziska Krakow
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Stadtmitte

In gemütlichem Tempo rollt der Trabi durch die Straßen der Stadt. Von links und rechts kreuzen ab und zu ein paar Passanten seinen Weg. An der nächsten Ecke hält er an einem Stoppschild. Zur Einstimmung zeigt Steffen Stuth seinen Besuchern die Simulation einer Fahrt mit dem Trabant im Rostock der ehemaligen DDR. Mit einer Ausstellung zum Thema „Endlich eine Neubauwohnung. Ideal wohnen in Rostock“beteiligt sich das Kulturhistorische Museum der Hansestadt am Internationalen Museumstag. Neben einer Führung durch die Ausstellung führt Museumsleiter Steffen Stuth zudem den Film „Jubiläum einer Stadt — 750 Jahre Rostock“ von Winfried Junge auf großer Leinwand vor.

„In dem Film taucht kein Sprecher auf“, kündigt Stuth an. Er transportiere seine Botschaft nur mit Hilfe von Musik und Bildern. In zehn Kapiteln dokumentiert das 25-minütige Werk den Werdegang der Stadt, vom Mittelalter bis ins Jahr 1968. „Der Höhepunkt liegt dabei deutlich auf den Vorbereitungen zur 750-Jahr-Feier und gipfelt ganz im Besuch Walter Ulbrichts“, sagt Stuth.

Alte Gassen und zerstörte Häuser sind gleich zu Beginn in der Innenstadt zu sehen. Bombenkrater entstellen die einstigen Straßen, Schutt und Geröll liegen in der ganzen Stadt verteilt. Untermauert wird das Bild zudem von passender dramatischer Musik.

Dem gegenüber werden im weiteren Verlauf des Films immer wieder neu entstehende Wohngebiete im altbekannten Plattenbaustil gezeigt. „Die Dramaturgie stellt das alte gegen das neue Rostock“, sagt der Museumsleiter. So identifiziere sich die Hansestadt im Jahr 1968 vor allem mit ihrer Aufbauleistung. Immer mehr Bausiedlungen entstehen in Stadtteilen wie der Südstadt oder Evershagen.

Auch die Einstellung der Hansestadt zum Thema Arbeit wird in dem Kurzfilm ganz deutlich zur Schau gestellt. Das ist zum Beispiel in der Jubiläumsfeier zu erkennen. Rostock kann Gäste empfangen.

Rostock kann auch feiern. Am nächsten Tag geht der Werftarbeiter dann aber wieder zur Werft und der Bauarbeiter auf die Baustelle.

„Der Film enthält trotz der Symbolik interessante stadtgeschichtliche Aufnahmen“, sagt Steffen Stuth. Vor allem die Flugzeugaufnahmen seien heute nicht mehr so häufig zu sehen. Während der Kurzfilm zu DDR-Zeiten in den Kinos als Vorprogramm gezeigt wurde, ist er heute zur Rarität geworden.



fk

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