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Rostock 800 Fälle nicht rechtzeitig bearbeitet: Ex-Amtsrichter aus Güstrow freigesprochen
Mecklenburg Rostock 800 Fälle nicht rechtzeitig bearbeitet: Ex-Amtsrichter aus Güstrow freigesprochen
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15:28 14.11.2019
Der ehemalige Amtsrichter in Güstrow (Landkreis Rostock) wurde freigesprochen. Quelle: Danny Gohlke/dpa
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Rostock

Der ehemalige Amtsrichter aus Güstrow (Landkreis Rostock), der sich vor dem Landgericht Rostock wegen Rechtsbeugung verantworten musste, ist am Donnerstag freigesprochen worden. Die Prozesskosten trägt die Staatskasse, hieß es im Gerichtssaal.

Dem Jurist wurde vorgeworfen, zwischen 2013 und 2015 mehr als 800 Verkehrsdelikte so lange nicht bearbeitet zu haben, bis er die Bußgeldverfahren wegen Verjährung einstellen konnte. Das sah das Gericht am Donnerstag aber nicht als erwiesen an.

Er habe das Pensum nicht schaffen können

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Amtsrichter vorgeworfen, er habe sich Arbeit ersparen wollen. Sie ha!tte in ihrem Plädoyer 18 Monate Gefängnis beantragt, die zur Bewährung ausgesetzt werden kann.

Der inzwischen aus Krankheitsgründen pensionierte Richter hatte den Vorwurf der Rechtsbeugung bestritten. Er habe das von ihm erwartete Pensum nicht schaffen können. Er litt unter einer Depression, die er aber verheimlicht hatte. Sein Verteidiger hatte Freispruch gefordert.

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Von Gerald Kleine Wördemann

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