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Rostock 800 Jahre Rostock: Schwesig schwärmt, „Karat“ rockt
Mecklenburg Rostock 800 Jahre Rostock: Schwesig schwärmt, „Karat“ rockt
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21:48 24.06.2018
„Karat meets Classic“ in der Rostocker Stadthalle (im Bild Sänger Claudius Dreilich): Das Konzert der Ostrock-Legenden mit sieben Orchestern ist der Höhepunkt des Stadtgeburtstags. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Auf den Tag genau 800 Jahre ist am Sonntag her, dass Fürst Heinrich Borwin I. einer kleinen slawischen Siedlung am Fluss Warnow die lübschen Stadtrechte verlieh. Jener Akt vor acht Jahrhunderten – er war der Beginn einer Erfolgsgeschichte: „Wenn wir auf diesen Ort – auf Rostock – im Jahr 2018 blicken, sehen wir eine blühende und prosperierende Stadt“, schwärmte Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) am Sonntagabend beim Festakt zum Stadtgeburtstag. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) lobte: „Rostock ist das Herz des Landes“.

Einzigartiges Konzert als Geburtstagsgeschenk

Knapp 5000 Gäste, darunter 1200 geladene, waren zum offiziellen Höhepunkt der 800-Jahr-Feier in die Stadthalle gekommen: Sieben Rostocker Orchester – das Jugendsinfonieorchester, das Freie Studentenorchester, die Norddeutsche Philharmonie, das Hochschulorchester der HMT, die Junge Norddeutsche Philharmonie, das Universitätsorchester und das Expat Philharmonic Orchestra – standen dort gemeinsam mit den Ostrock-Legenden „Karat“ auf der Bühne. Ein absolut einmaliges Konzert. Der emotionalste Moment: Für Rostocks Spielmann- Opa Michael Tryanowski (99) spielte „Karat“ das Lied „Albatros“.

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OB Methling: „Rostock ist sich treu geblieben“

In seiner Festrede betonte OB Methling die Stärken der „800-Jährigen“: „Unsere Stadt ist modern und sich dennoch immer treu geblieben. Die Arbeitslosenquote ist nur noch halb so hoch wie noch vor einigen Jahren, überall drehen sich Baukräne – wir haben viele Weichen für die Zukunft richtig gestellt.“ Aber: „Wir brauchen weiterhin das Engagement aller Rostocker, um die Stadt jeden Tag lebenswerter zu machen.“ Ministerpräsidentin Schwesig – sie war neben dem Rostocker Ehrenbürger und Bundespräsidenten a. D. Joachim Gauck die prominenteste Besucherin des Festkonzerts – geriet ebenfalls in Schwärmen: „Wer einmal ein Fischbrötchen in Warnemünde gegessen hat oder barfuß durch den Brunnen der Lebensfreude gelaufen ist – der hat sein Herz an Rostock verloren.“ Rostock stehe für 800 Jahre erfolgreiche Entwicklung, vor allem aber für 800 Jahre Bürgersinn: „In Zeiten, in denen es Menschen gibt, die das Trennende zwischen uns suchen, ist dieser Gemeinsinn wichtiger denn je. Wenn die Rostocker etwas wollen, dann halten sie zusammen und erreichen ihr Ziel.“ Die Menschen an der Warnow könnten mit Recht stolz auf ihre Stadt sein. „Sie ist innovativ und dynamisch, hochattraktiv für Firmen und beliebt bei den Gästen. Einzigartig, quirlig und unverwechselbar.“

Geburtstag begann mit einem Knalleffekt

An die lange Erfolgsgeschichte der Hansestadt wurde bereits kurz vor Mitternacht erinnert: Mit einem echten Knalleffekt war Rostock in den Geburtstag gestartet. Exakt 800 Sekunden vor Mitternacht zauberten riesige Laser eine bunte Lichter- und Geschichtsshow auf die Bühne am Stadthafen. Untermalt von Musik leuchteten Symbole für die wichtigsten Kapitel der Stadtgeschichte am Nachthimmel – angefangen bei den Koggen der Hansezeit im Stadthafen, über die Giebelhäuser bis hin zuden Aida-Schiffen. Randnotiz: Als die Technik plötzlich streikte und zunächst die Musik, dann die Lichter ausfielen, stimmten die Rostocker spontan den Beatles-Klassiker „Hey Jude“ an. Höhepunkt aber war das Feuerwerk: Ab 0 Uhr machte Rostock die Nacht zum Tag. Ebenfalls 800 Sekunden lang leuchtete der Himmel über der Warnow in den schillerndsten Farben. Mehrere Zehntausend Menschen verfolgten das Spektakel von Land aus, von Schiffen und aus den Riesenrädern. Gestern Abend feierten dann vor allem Tausende junge Rostocker vor der Bühne im Stadthafen – mit Joris und Fritz Kalkbrenner.

Andreas Meyer

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