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Rostock ARD-Chef: „Klassisches Fernsehen wird es noch lange geben“
Mecklenburg Rostock ARD-Chef: „Klassisches Fernsehen wird es noch lange geben“
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06:04 12.11.2015
Stellte sich am Mittwoch im OZ-Studio Fragen von Lesern und Redaktion: ARD-Chef Lutz Marmor. Quelle: NDR/David Paprocki
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Rostock

„In die Tiefe diskutieren in intimer Runde“ – wie OZ-Chefredakteur Andreas Ebel es ausdrückte, konnten am Mittwoch die Besucher des Talk-Studios der OSTSEE-ZEITUNG mit Lutz Marmor, Intendant des NDR und Vorsitzender der ARD. Nachdem sich die öffentlich-rechtlichen Sender mit dem „ARD-Check“ bereits den Fragen ihrer Zuschauer gestellt hatten, war dieser nach Rostock gekommen, um den Hansestädtern live Rede und Antwort zu stehen.

„Weniger Mord und Totschlag, mehr Kultur und die am besten so, dass sie mit Bildung und Unterhaltung gekoppelt wird“, forderte Lutz Gerlach, Musiker und Komponist aus Ahrenshoop, den ARD-Chef auf. Die Einschaltquote dürfe nicht zum Maßstab aller Dinge werden. Das wies Lutz Marmor weit von sich. „Es gibt immer auch andere Angebote“, konterte er und verwies auf auf Sender wie 3Sat und Arte. „Ich könnte vielmehr verstehen, wenn Zuschauer sich beklagen, weil es keinen eigenen Sportkanal gibt.

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Sorgen, dass das klassische Fernsehen künftig angesichts digitaler Konkurrenz aussterben könnte, hat der ARD-Chef nicht. „Vor 15 Jahren war die Fernsehnutzung viel geringer, als heute. Ich glaube, das Netz wir zulegen, trotzdem wird es meiner Meinung nach noch lange klassisches Fernsehen geben“, so Marmor. „Die Menschen haben das Bedürfnis nach gemeinsamen Fernseh-Events“, sagte Marmor und verwies auf Formate wie „Klein gegen Groß“, „Tatort“ oder Fußball.


Video: NDR Intendant beim vierten OZ-Kulturtalk



Büssing, Stefanie