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Rostock Ab in den Süden: Laudamotion verbindet MV mit Mallorca
Mecklenburg Rostock Ab in den Süden: Laudamotion verbindet MV mit Mallorca
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09:49 29.03.2019
Flughafenchefin Dörthe Hausmann und Andreas Gruber von Laudamotion freuen sich über die Zusammenarbeit auf der Strecke Rostock-Palma. Quelle: Claudia Labude-Gericke
Rostock

 Meer und Strand haben die Rostocker vor der Haustür. Einzig die Palmen fehlen – und manchmal die nötigen Wassertemperaturen für das richtige Urlaubsgefühl. Wer lieber Mittelmeerstrand statt Ostseesand zwischen den Zehen spüren möchte, dem kann ab 13. Juni geholfen werden. An diesem Tag hebt erstmals ein Airbus A320 von Rostock-Laage nach Palma de Mallorca ab. Die Airline Laudamotion hat sich kurzfristig dazu entschlossen, die durch die Insolvenz von Germania entstandene Lücke zu schließen und MV wieder mit der Baleareninsel zu verbinden.

Tickets zum Schnäppchenpreis – aber nur Handgepäck inklusive

Den ganzen Sommer über gibt es drei Hin- und Rückflüge pro Woche – immer dienstags, donnerstags sowie sonnabends. Und das zum Schnäppchenpreis, verspricht Lauda-Geschäftsführer Andreas Gruber. „Tickets für 19,99 oder 24,99 Euro gibt es auch noch in der Hauptsaison zu finden“, sagt der Österreicher. Im Preis inbegriffen ist ein Handgepäckstück. Weitere Koffer können zugebucht werden, indem sich die Kunden für einen von drei angebotenen Tarifen entscheiden. Essen und Getränke können bei Bedarf an Bord käuflich erworben werden. Zur Unterhaltung während des rund zweieinhalbstündigen Fluges diene das Bordmagazin, denn Bildschirme mit Filmen oder Serien gibt es nicht. Dafür wurden die Maschinen, die im Schnitt zwischen fünf und sieben Jahren alt sind, alle generalüberholt und mit neuen Sitzen ausgestattet, sagt Gruber.

Zwischen Höhenflug und Absturz – Der regionale Flughafen von 1993 bis heute

Weitere Zusammenarbeit ist erfolgsabhängig

Der Chef der vor einem Jahr gestarteten Billigairline will die 180 Plätze pro Flug voll bekommen und rechnet für die erste Saison in Rostock mit 20 000 Passagieren. „Es ist für uns ein massives Investment, deshalb muss das Angebot für beide Seiten ein Erfolg werden“, sagt Gruber. Eine Fortführung der Zusammenarbeit mit dem Rostocker Flughafen sei denkbar, hänge aber vom wirtschaftlichen Erfolg der Test-Saison ab.

Gruber selbst glaubt fest daran, denn die bisherigen Zahlen des Unternehmens stimmen ihn positiv. Ein Jahr, nachdem die zu Ryanair gehörende Fluglinie startete, seien bereits mehr als 5,3 Millionen Tickets verkauft worden. „Die Flüge sind zu 94 Prozent ausgelastet und wir haben an mehr als vier Millionen Passagiere 687 000 Kaffee ausgeschenkt“, nennt Gruber Details.

Strategie: Airlines aus dem Zielgebiet suchen

Rostocks Airport-Chefin Dörthe Hausmann ist froh, den Kunden nach den Pleiten von Germania und BMI schnell Alternativen anbieten zu können. So sei mit der Sicherung der München-Route durch die Lufthansa der Geschäftsreiseverkehr abgedeckt und mit Lauda nun die beliebte Mallorca-Anbindung. Ein gefüllter Sommerflugplan sei nach den Krisen-Nachrichten zu Beginn des Jahres keine Selbstverständlichkeit, „schließlich hatten die Airlines das Jahr schon vorher längst fest durchgeplant“, so Hausmann. Ihre Strategie sei deshalb eine andere gewesen. „Wir haben bewusst nach den Airlines gesucht, die Flieger im Zielgebiet stehen haben, denn der deutsche Markt hat kaum Kapazitäten.“ Da traf es sich gut, dass Lauda in Palma eine neue Basis eröffnet und Rostock mit aufnehmen konnte. Auch mit den Reisebüros hätte Hausmann gesprochen. „Wir waren mit allen großen Veranstaltern in Kontakt, damit die den Standort Rostock nicht vergessen.“

Gut möglich, dass von Laage künftig auch Flieger in den Norden abheben. Laut Andreas Gruber sei Lauda auf Wachstumskurs und plane die Eröffnung einer weiteren Basis außerhalb Deutschlands. Mehr als die Himmelsrichtung will er aber noch nicht verraten. Sollten die Kunden das Angebot der Airline gut nutzen, seien weitere Kooperationen mit Laage denkbar.

Um den Ticketkauf zu vereinfachen, hat Lauda gerade eine eigene App herausgebracht. Aber auch im Internet oder im Reisebüro sind die Palma-Flüge buchbar. Damit es für möglichst viele Rostocker bald heißt: Ab in den Süden!

Claudia Labude-Gericke

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