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Rostock Gemeinden stöhnen unter Verkehrslast
Mecklenburg Rostock Gemeinden stöhnen unter Verkehrslast
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14:13 28.06.2019
Seit 28. Juni sind die Schleichwege durch Mönchhagen und Häschendorf gesperrt. Es wurde ein Durchfahrtsverbot ausgeschildert. Quelle: Karl-Friedrich Peters
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Mönchhagen

Noch immer ist die Bäderstraße nicht befahrbar. Die Vollsperrung der Landesstraße 22 zwischen Stuthof und dem Kreisverkehr, die gestern beendet sein sollte, verlängert sich um etwa zwei Wochen. „Anschließend kann es noch zu halbseitigen Sperrungen kommen“, informiert Ralf Sendrowski, Leiter des Straßenbauamtes Stralsund.

„Die vorgefundenen Situationen im Untergrund erforderten immer wieder technische Anpassungen, die sich letztlich auf den gesamten Zeitplan auswirkten“, begründet Sendrowski die Verzögerung. Im Straßenbauamt sei man sich der verkehrlichen Situation, insbesondere auf der B 105 und in den anliegenden Gemeinden, bewusst. Um keine weiteren Verzögerungen zuzulassen, sei entschieden worden, die Kräfte an dieser Straßenbaustelle zu bündeln. „Auch auf die Gefahr hin, anderen Baustellen damit Kapazitäten zu entziehen“, erklärt Sendrowski.

Ärger wegen Schleichwegen durch Gemeinde

Mönchhagens Bürgermeister Karl-Friedrich Peters ist verzweifelt. Auf den Straßen in Mönchhagen und Häschendorf staut sich der Verkehr. Seit die Bäderstraße L22 saniert wird, schlängeln sich die Autofahrer nicht etwa über die ausgewiesene Umleitung auf der B 105 über Rövershagen nach Graal-Müritz, sondern durch die Dörfer von Peters’ Gemeinde. „Durch den ständigen Stau bereits ab Bentwisch drängt sich für die Verkehrsteilnehmer die Nutzung der Straße durch die Ortslage Häschendorf über Mönchhagen bis Rövershagen, über den Landwirtschaftsweg geradezu auf“, sagt Peters.

„In meinem Dorf spielen sich bei Stau auf der B 105 – und das geht von 10 bis 18 Uhr – Szenen ab, die man sich nicht vorstellen kann“, schreibt der Bürgermeister in einem Hilfe-Brief an Landkreis, Amt und Straßenbaubehörde. Er schildert, wie sich Reisebusse, LKW, Wohnmobile, PKW, Traktoren einen „gnadenlosen Kampf um den besten Platz auf Wegen und Straßen“ liefern. Der Gemeindearbeiter werde von der Straße gedrängt und noch beschimpft, Radfahrer werden abgedrängt, Fußgänger auf dem Seitenstreifen weggehupt. Einwohner verbieten ihren Kindern, die Dorfstraßen zu benutzen.

Feuerwehr kam nur im Schneckentempo voran

Das Fass zum Überlaufen brachte in der Gemeinde nun ein Brand in Häschendorf. Am 21. Juni wurde die Feuerwehr gegen Mittag zu einem Dachstuhlbrand gerufen. „Unser Fahrzeug war einsatzbereit und mit vier Kameraden besetzt“, berichtet Peters. Doch das Auto kam nicht durch. Die Besatzung versuchte das Löschfahrzeug an der Autoschlange vorbei zu manövrieren, berührte dabei auch ein anderes Auto, und kämpfte sich dann im Schneckentempo zum Feuer durch. „Kostbarer Zeitverzug in diesem Ernstfall“, wettert Peters, der die Situation nicht länger hinnehmen will, und sich Hilfe erhofft.

Ab sofort nur freie Fahrt für Anlieger

Die kommt prompt nach diesem Brief. In Form einer verkehrsrechtlichen Anordnung vom Landkreis. „Es besteht ein beidseitiges Durchfahrtsverbot zwischen Rövershagen, Purkshof, Mönchhagen und Häschendorf“, berichtet Peters. „Nur Anlieger haben freie Fahrt.“ Die Ausschilderung des Durchfahrtsverbotes wurde gestern Nachmittag angebracht. „Dies ist vier Wochen gültig, bis zum Ende der Baumaßnahmen“, informiert der Bürgermeister. Er hofft nun, dass über Kontrollen auch die Einhaltung des Verbots gewährleistet wird.

Doris Deutsch

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