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Rostock Ärger um Hundehaufen und fehlende Mülleimer in Warnemünde
Mecklenburg Rostock Ärger um Hundehaufen und fehlende Mülleimer in Warnemünde
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21:28 08.02.2019
Brigitte Merkel (69) und Siegfried Merkel (79) mit Australian Shepherd Polly. Das Ehepaar ärgert sich mehr über Pferdeäpfel am Strand. Quelle: Susanne Gidzinski
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Rostock

Ob bei Sonnenschein, Wind oder Regen – ein gemütlicher Spaziergang am Strand gehört für viele Besucher und Einheimische in Warnemünde einfach dazu. Und es könnte so schön sein, „wenn nicht die kleinen Tretminen und Säckchen im Sand liegen würden“, meint Rosvita Brünig. Die 65-Jährige wohnt eigentlich in Hamburg. Weil ihr Sohn in Rostock lebt, ist sie regelmäßig zu Besuch im Ostseebad. „Wenn ich hier mit meiner Enkelin durch die Dünen wandere, sehe ich öfters mal Hundedreck liegen. Da lasse ich die Kleine ungern unbeobachtet buddeln.“

Zu wenig Mülltonnen?

Vorbildliche Hundebesitzer sammeln den Kot ihrer Tiere in Plastiktüten – weil aber die Entsorgungsmöglichkeiten fehlen würden, landen diese dann in den Gräsern, wie der Student Moritz Höfer bestätigt. Er verbringt gerne Zeit mit seinem Vierbeiner am Strand. „Retriever lieben das Wasser. Egal ob im Winter oder im Sommer“, sagt der 23-Jährige mit einem Blick zu seinem Hund, der gerade einem Stock ins Meer hinterher jagt. „Ich finde es richtig nervig, dass man manchmal ewig nach Mülleimern suchen muss.“ Bereits mehrfach sei es vorgekommen, dass weit und breit keine einzige Tonne aufzufinden war. „Dann hab ich die Tüte erst auf dem Parkplatz entsorgen können“, meint Höfer.

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„Das ist nicht schön, wenn man ewig mit dem Beutel rumlaufen muss“, findet auch Thorsten Kilian-Schulz. Der 50-Jährige fährt mit Hund Rocky mindestens zwei mal pro Woche an den Strand und habe dieses Problem schon mehrfach gehabt. „Heute sind sogar Tonnen aufgestellt“, sagt er überrascht. „Vergangene Woche sah das noch ganz anders aus.“ Da habe es kaum Mülleimer am Strand gegeben. „Je weiter man von Warnemünde wegläuft, desto weniger werden es“, erklärt der Rostocker.

„Ich finde es wichtig, dass Hundebesitzer den Dreck wegräumen. Die Stadt könnte uns aber auch entgegenkommen und dafür sorgen, dass genügend Kübel vorhanden sind“, sagt Regina Schmidt, die ebenfalls mit ihren beiden Hunden Lassia und Lina am Wasser spielt. Sie selbst habe dieses Problem noch nicht gehabt.

Tourismuszentrale: „Wir werden den Hinweisen nachgehen“

Eine Urlauberin aus Berlin sieht das mit dem Wegräumen der Haufen weniger eng. „Solange es nicht direkt vorne am Wasser ist, finde ich es nicht so schlimm, wenn sie liegen bleiben. Man kann ja etwas Sand drüber schütten“, sagt sie. „Das geht gar nicht“, meint hingegen Elke Noack. „Die Beutel muss man mitnehmen. Notfalls auch nach Hause.“

Laut Aussage der Tourismuszentrale stünde am Strand von Warnemünde in der Nebensaison – November bis Ende März – an jedem Strandzugang mindestens ein verzinkter Müllbehälter, der zweimal wöchentlich geleert werde. Auch im Treppenbereich würden sich Eimer befinden. Wieso an manchen Tagen keine Tonnen aufzufinden sind, sei Beate Hlawa, Bereichsleiterin Marketing, nicht bekannt. Die Information nehme sie gerne zu Kenntnis. „Bisher sind zu dem Thema keine Beschwerden eingegangen“, berichtet Hlawa. „Wir werden den Hinweisen aber nachgehen. So soll das schließlich nicht sein.“

Auch für den Vorsitzenden des Ortsbeirates, Alexander Prechtel (CDU), ist das Problem neu: „Uns ist das so noch nicht aufgefallen. Ich würde das Thema gerne in unserer nächsten Sitzung aufnehmen.“ Er selbst habe sich bereits in den letzten Jahren immer wieder für den Hundestrand eingesetzt und möchte, dass auch weiterhin ein harmonisches Beisammensein am Meer möglich ist.

Merle (6) liebt es, mit ihrer Französischen Bulldogge Becks in Warnemünde zu spazieren. Quelle: Susanne Gidzinski

Pferdemist nervt auch

Daniel Oehnhausen (38), der mit seiner Tochter Merle und der Französischen Bulldogge Becks unterwegs ist, empfindet den Strand, im Vergleich zu manchen Orten in der Innenstadt, als „relativ sauber“. Auch er sei regelmäßig in Warnemünde unterwegs und habe noch keine Schwierigkeiten gehabt.

Diese Meinung teilt auch das Ehepaar Merkel aus Lütten Klein. „In unserem Viertel müsste es mal Kontrollen geben. Die Grünflächen sind so voll, dass ich manchmal Probleme habe, den richtigen Haufen zum Aufsammeln zu finden“, meint Siegfried Merkel. „Am Strand stören mich vor allem die Pferdeäpfel. Die räumt auch keiner weg“, ergänzt seine Frau Brigitte.

 

Susanne Gidzinski

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