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Rostock Ärztestreik in Rostock und Greifswald – das sind die Auswirkungen in Kliniken
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Ärztestreik in Rostock und Greifswald – das sind die Auswirkungen in Kliniken

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11:55 04.02.2020
Der Marburger Bund hat am Dienstag zu einem Ärztestreik aufgerufen. Auch Ärzte aus Rostock und Greifswald machen mit. Quelle: Cornelia Meerkatz
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Rostock/Greifswald

Der Marburger Bund hat am Dienstag zum Warnstreik aufgerufen. Auch Ärzte und Ärztinnen aus Mecklenburg Vorpommern machen mit.

Das Greifswalder Uniklinikum ist von dem Streik betroffen. „Es mussten einige geplante Operationen verschoben werden. Die Notaufnahme, Krebsstation, Kinderstation und so weiter sind jedoch nicht eingeschränkt. Dort arbeiten wir im Normalbetrieb“, erklärt der Pressesprecher der Uniklinik Greifswald Christian Arns.

Jenny Strozyk, Pressesprecherin der Uniklinik Rostock berichtet, dass der Streik keine Auswirkung auf den Krankenhausbetrieb in Rostock hat, da sich nur fünf von insgesamt 688 Ärzten an dem Streik beteiligen.

Unterwegs zum Streik nach Hannover – mit 35 Ärzten aus MV

Landesgeschäftsführer des Marburger Bundes in Mecklenburg-Vorpommern Lars Grabenkamp teilte der OZ mit, dass er mit 35 Ärztinnen und Ärzten von Greifswald über Rostock auf dem Weg nach Hannover ist. An diesem zentralen Kundgebungsort treffen sich gegen Mittag Ärzte aus ganz Deutschland um sich für ihre Forderungen stark zu machen.

„Der Warnstreik soll ein deutliches Signal sein. Wir kämpfen für bessere und gerechte Arbeitsbedingungen“, sagt Grabenkamp im Bus nach Hannover. Die relativ geringe Beteiligung sei damit zu erklären, dass der Marburger Bund sehr kurzfristig zum Streik ausgerufen habe. Ein Faktor sei aber auch, dass Ärzte der Unikliniken in MV bis zum 31. Dezember eigene Haustarifverträge gehabt hätten.

Für transparente Arbeitszeiten und sechs Prozent mehr Gehalt

Die Forderungen betreffen vor allem die Arbeitsbedingungen in Kliniken. Sie fordern einen transparenten Umgang mit den Arbeitszeiten, da es oft zu Überschreitungen der Höchstarbeitszeit von 60 Stunden pro Woche kommt und Pausen nicht eingehalten werden können. Außerdem sollen Ärzte maximal an zwei Wochenenden im Monat arbeiten müssen. Die Dienstpläne sollten künftig sechs Wochen im Voraus feststehen. Sie fordern sechs Prozent mehr Gehalt und zusätzlichen Urlaub für Nachtarbeit.

Die Tarifverhandlungen betreffen rund 20 000 Ärzte in ganz Deutschland. Um 14.30 Uhr soll die Kundgebung in Hannover beendet sein.

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