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Rostock AfD enthält sich im Kreistag bei Asyl-Frage
Mecklenburg Rostock AfD enthält sich im Kreistag bei Asyl-Frage
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07:07 26.09.2014
Die AfD-Mitglieder im Güstrower Kreistag enthielten sich bei einer Abstimmung zu einen Antrag der rechtsextremen NPD und gingen so den üblichen „Schweriner Weg“ der demokratischen Fraktionen nicht mit.
Die AfD-Mitglieder im Güstrower Kreistag enthielten sich bei einer Abstimmung zu einen Antrag der rechtsextremen NPD und gingen so den üblichen „Schweriner Weg“ der demokratischen Fraktionen nicht mit. Quelle: Michaela Krohn
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Güstrow

Die drei Abgeordneten der AfD haben sich im Kreistag des Landkreises Rostock beim Antrag der NPD enthalten. Alle anderen Fraktion stimmten geschlossen gegen den Antrag, in dem es um die Einführung eines Sachleistungsprinzips für Asylbewerber geht.

Zuvor hatte Wolfgang Methling (Linke) die Kreistagsmitglieder gebeten, auf keinen Fall für den Antrag zu stimmen. „Bitte lehnen Sie ab“, forderte er.

Den so genannten Schweriner Weg, bei dem sich stets alle Fraktionen gegen die Anträge der NPD stellen, gingen schon die AfD-Abgeordneten im Kreistag Vorpommern-Greifswald Anfang dieser Woche nicht. Damit lösten sie ein landesweites Entsetzen bei den demokratischen Fraktionen aus (die OZ berichtete). Auch im Güstrower Kreistag ging nach der Abstimmung ein Raunen durch den Saal. Wie sich die AfD-Abgeordneten bei dem Votum verhalten würden, hatten sie auch vorher nicht durchblicken lassen.

Im Voraus aber hatte AfD-Mitglied Wolfgang Wehrmann versucht, seine Partei mit in den interfraktionellen Antrag von CDU, SPD, Linke, Grüne und FDP mit aufzunehmen. Sie forderten eine Resolution zum Umgang mit Ferienwohnungen in Wohngebieten. „Das müssen Sie schon vorher mit den Fraktionen klären“, sagte Kreistagspräsidentin Ilka Lochner-Borst (CDU). Das könne nicht spontan im Kreistag entschieden werden.



Michaela Krohn