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Rostock Aida-Restaurant bis Hochschulmensa: Die elf leckersten Betriebskantinen in MV
Mecklenburg Rostock Aida-Restaurant bis Hochschulmensa: Die elf leckersten Betriebskantinen in MV
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18:30 05.10.2019
Rostocks himmlischste Kantine: Chefkoch Christian Schulz-Klee kocht für Aida auf Deck 7 von Silo 4. Quelle: Frank Söllner
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Rostock/Stralsund

Es eines der beliebtesten Gesprächsthemen unter Kollegen: Was der Speiseplan der eigenen Kantine heute wieder für Überraschungen bereit hält.

Damit beim Essen kein Ärger aufkommt, stellen wir hier eine Auswahl von Kantinen zwischen Wismar, Rostock und Usedom vor, bei denen Sie nichts falsch machen können.

Aida-Kantine in Rostocks Silo 4: Mittag mit Warnow-Blick

Wer behauptet, was Aida seinen Mitarbeitern zum Mittag vorsetzt, sei ja wohl die Höhe, hat absolut recht damit: Die Angestellten von Rostocks größter Reederei speisen über den Dächern der Stadt. In ihrer Betriebskantine auf Deck 7 vom Silo 4 bekommen sie zu Veggie-, Wok- und Fischgerichten einen himmlischen Blick über den Stadthafen serviert. Vor einem Panoramafenster reihen sich einladend Holztische auf. Platz nehmen kann hier nur, wer bei Aida angestellt ist.

Himmlische Aussichten in der Aida-Kantine Rostock

Herr über Pfannen und Töpfe ist Christian Schulz-Klee. Im Schnitt 220 Essen reichen der Küchenchef und seine Kollegen täglich über den Pass. Ob Schnitzel oder Shakshuka, Salat oder Schokodessert – alles werde frisch zubereitet, betont Betriebsleiterin Iris Schlomann. „Wir machen sogar die Pasta selbst.“ Die Preise liegen je nach Speise zwischen 3,20 und 5,90 Euro.

Ob sich die Fahrstuhlfahrt in den siebten Silo-Stock lohnt, verrät ein Blick aufs Smartphone: Der Speiseplan wird per App aufgetischt. Um den Geschmack der Esser zu treffen, führe der Kantinen-Betreiber Aramak eine „Renner und Penner“-Liste, verrät Schlomann. „Nudeln mit Wurstgulasch und die Wokpfanne sind unsere Bestseller.“ Germknödel hingegen hätten die Gäste verschmäht.

Wer nach dem Mittag noch Appetit verspürt oder sich einen Espresso schmecken lassen möchte, erklimmt die Treppe unters Silo-Dach: In der Snackbar werden Heißgetränke, Smoothies, Waffeln und Bockwurst angeboten.

Hier isst Rostocks Überseehafen

Chefkoch Frank Jakob und seine Kollegin Kathleen Hartwig reichen in der Hafenkantine das Essen über den Tresen. Quelle: OVE ARSCHOLL

Ob Kapitän oder Kranführer, Blaumann- oder Anzugträger – bei Frank Jakob speist der halbe Überseehafen. Mit seinem Team gibt er im Hafenrestaurant von Rostock Port an Spitzentagen bis zu 800 Essen raus. „Bei uns ist alles hausgemacht“, verspricht der Küchenchef. Fertigmilchreis aus dem Eimer komme ihm nicht in die Küche, sagt der passionierte Koch. Stattdessen gibt es frische Salate, dazu Deftiges: Eintopf, Schnitzel, Bratkartoffeln und „mindestens drei Mal pro Woche Fisch“.

Das Hafenrestaurant im Rostocker Überseehafen Quelle: OVE ARSCHOLL

Neben dem Tagesgeschäft kocht die Küchencrew auch für Veranstaltungen. Ob Neujahrsempfang von Rostock Port oder Stippvisite internationaler Delegationen – „Wir schauen gern über den Tellerrand und servieren Extrawürste“, sagt Jakob und lacht. Gerade weil der Job so abwechslungsreich sei, fahre er jeden Morgen gern zur Arbeit. Seit der Eröffnung vor 15 Jahren kocht er in der Kantine. Die sei mehr als nur Essensausgabe. „Hier trifft man sich, tauscht sich aus. Wie ein Dorfplatz.“

Bistro Nr. 3 der Doberaner Kreisverwaltung

Isst regelmäßig in der öffentlichen Kantine der Kreisverwaltung Mittag: die Doberaner Gymnasiastin Charlotte von Campenhausen. Quelle: DBR

„Als Schülerin zahle ich hier 3,30 Euro“, sagt Charlotte von Campenhausen und nimmt in der Doberaner Kreisverwaltung ihren Teller mit Gulasch, Nudeln und Gurkengemüse entgegen. „Ich finde, das ist ein faires Angebot.“ Noch ein Apfel zum Nachtisch aufs Tablett – dann kann die Mittagspause starten.

Die 14-jährige Gymnasiastin isst im Bistro Nr. 3 regelmäßig Mittag. „Zum einen ist es bis zum Gymnasium nur ein Katzensprung“, erklärt die Neuntklässlerin. „Andererseits schmecken die Gerichte fast immer richtig gut und man wird wirklich satt.“ Die Schul-Cafeteria sei für sie keine wirkliche Alternative, macht von Campenhausen deutlich: „Das Angebot ist da nicht so doll – und 30 Cent teurer ist es auch.“

Das Besondere am Bistro Nr. 3: Bewirtschaftet wird die Kantine von der Rostocker Sozialeinrichtung Evangelische Stiftung Michaelshof. Insgesamt sechs öffentliche Kantinen in der Hansestadt, Bad Doberan, Kröpelin, Bentwisch und Rövershagen werden täglich mit rund 1500 Essen beliefert. Der Speiseplan hält für vier Euro jeweils verschiedene Menüs zur Auswahl bereit. Sie werden vor Ort mit frischen und nach Möglichkeit regionalen Produkten ohne Geschmacksverstärker zubereitet. Und Menschen mit Behinderung erhalten in diesen Kantinen ihren Fähigkeiten entsprechend eine Arbeitsmöglichkeit.

Mittag bei Holzverarbeiter Egger in Wismar

Martin Rakow schmeckt das Mittagessen, das Simone Dziosa und Dörte Gräbnitz in der Kantine ausreichen.  Quelle: Haike Werfel

„Das Essen ist immer gut“, sagt Martin Rakow und lässt sich Kartoffelecken und Fischstäbchen auf den Teller füllen. „Und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.“ Der Wismarer arbeitet seit sieben Jahren bei Egger. „Jetzt habe ich immer Tagschicht und esse mittags hier in der Kantine.“ Auch Enrico Timm schmeckt’s in der Regel. „Aber nicht alles“, schränkt er ein. „Man mag eben nicht alles.“ Zu seinen Lieblingsgerichten gehört Schnitzel.

Seit dreieinhalb Jahren sorgt das B+F Catering feelgood aus Schwerin fürs Betriebsessen bei dem Wismarer Holzverarbeiter. In der Kantine, die sich unscheinbar in einem Container befindet, können die Beschäftigten werktags aus drei Gerichten auswählen. „Wir bieten zwei Essen mit Fleisch und ein vegetarisches an. Jeden Tag ist Salat im Angebot und zusätzlich zu den drei Gerichten Currywurst mit Pommes und Kartoffelsalat“, berichtet die Leiterin Simone Dziosa. Die Kantine verfügt über eine kleine Küche. „In der können wir beispielsweise Bratkartoffeln zubereiten.“

Das Mittagessen wird aus Schwerin geliefert. Welche Gerichte besonders hoch in der Gunst der Kunden stehen? „Schnitzel!“, kommt prompt die Antwort. „Schnitzel geht immer gut, egal mit welcher Beilage.“ Zu den bevorzugten Essen gehören aber auch Gulasch und Königsberger Klopse. „Nudeln mit Tomatensoße und Jägerschnitzel, wie wir’s aus der Schulküche kennen, sind ebenfalls beliebt“, erzählt die 47-Jährige.

Mit ihren beiden Kolleginnen reicht sie an Werktagen rund hundert Mittagessen aus. Ab 11.30 Uhr kommen die ersten Hungrigen. „Aber richtig los geht’s um zwölf Uhr. Dann stehen die Leute Schlange und wir haben alle Hände voll zu tun“, berichtet Simone Dziosa. Das Mittagsgeschäft dauert bis gegen 13 Uhr. Nicht nur Egger-Mitarbeiter nutzen die warme Mittagsmahlzeit, sondern auch Beschäftigte von Fremdfirmen, die auf dem Unternehmensgelände zu tun haben.

Für die Leiterin beginnt der Tag um fünf Uhr. Denn eine Stunde später öffnet die Kantine. „Dann kommen die Leute aus der Nachtschicht. Manche essen hier, andere nehmen ihr Frühstück mit nach Hause“, erzählt sie. Im Angebot hat das Kantinenteam belegte Brötchen, Bauernfrühstück und Leberkäse.

Die Egger Holzwerkstoffe sind nicht das einzige Unternehmen in Wismar, das von dem Schweriner Caterer beliefert wird. Auch Ilim Timber, die Stadtwerke und der Seehafen gehören zu seinen Kunden.

Malz-Kantine in Grevesmühlen: Currywurst ist der Renner

Uwe (65) und Maik Gödel (42) vor der Malz-Kantine in der Grevesmühlener Malzfabrik. Quelle: Jana Franke

Currywurst ist in der Grevesmühlener Malz-Kantine der Renner. Täglich steht sie als Alternativangebot auf der Speisekarte – neben neun anderen Gerichten, darunter auch, ebenso beliebt, Schnitzel und Sauerfleisch. Zusätzlich gibt es ein täglich wechselndes Tagesangebot für 4,50 Euro.

„120 bis 160 Gerichte inklusive Alternativangeboten gehen täglich über den Ladentisch“, berichtet Uwe Gödel. Gemeinsam mit seinem Sohn Maik (42) betreibt der 65-Jährige die Kantine in der Malzfabrik. „Der Landkreis ist damals auf uns zugekommen und hat uns gefragt, ob wir Interesse hätten“, erinnert sich Uwe Gödel. Die Kreisverwaltung hat in der Malzfabrik seinen Sitz, viele Mitarbeiter sind treue Kunden der Gödels.

Am 7. Januar 2013 ist das erste Essen von ihnen serviert worden. Zuvor hatten sich bereits andere Unternehmen an Ort und Stelle versucht. „Wir haben viele Stammkunden“, freut sich Maik Gödel. Neben den Mitarbeitern der Kreisverwaltung ist da unter anderem die neunköpfige Rentnergruppe, die sich seit Jahren jeden Morgen um 8 Uhr in der Kantine zum Kaffeetrinken trifft. Eine andere Gruppe trifft sich immer zum Mittag. „Wir liefern auch außer Haus“, so der Juniorchef. Haushalte und Firmen in Grevesmühlen und Wotenitz fahren sie bisher an.

Ein Frühstücksangebot bieten Uwe und Maik Gödel ebenso. „Im Monat kommen wir auf etwa 1000 halbe Brötchen, die wir verkaufen“, resümiert Uwe Gödel. Gern nutzen auch die Mitarbeiter den Brötchenservice, wenn Versammlungen stattfinden. Außerdem finden in dem „Glaskasten“, wie die Kantine mit 62 Sitzplätzen gern in Grevesmühlen bezeichnet wird, oft Familien- oder Trauerfeiern statt.

Mit zwei Köchen und zwei bis drei Servicekräften arbeiten Uwe und Maik Gödel zusammen. Eingekauft wird täglich. Daher bekommen die Chefs auch direkt die Preiserhöhungen im Handel mit. Im Sommer waren teilweise Gurken im Einkauf so teuer, dass sie keine Gurkensalate mehr anbieten konnten. „Wir nehmen dafür 50 Cent pro Schale, das rechnet sich nachher nicht mehr“, kalkuliert Uwe Gödel.

Salate werden gern in der Kantine gegessen. Einmal in der Woche wird auch ein vegetarischer Tag eingelegt. „Der Montag ist immer fleischfrei“, sagt Uwe Gödel. „Kartoffeln sind unser größter Posten. Im Jahr geben wir dafür 7500 Euro aus“, rechnet er vor. Täglich werden 20 bis 25 Kilogramm verkocht. Jeden Morgen ab 6 Uhr stehen die Köche in der Küche. Täglich wird frisch gekocht. Der Wochenplan wird immer freitags erstellt. „Wichtig ist uns, dass wir abwechslungsreich sind“, meint Uwe Gödel.

Pläne fürs kommende Jahr gibt es auch schon. „Auf jeden Fall wollen wir auch in unser Alternativangebot mehr vegetarische Gerichte einarbeiten“, sagt Maik Gödel.

Hochschulmensa in Stralsund: 900 Portionen für kritische Geister

Führung durch die Mensa der Stralsunder Hochschule. Quelle: Kai Lachmann

Wo in großen Mengen gekocht wird, ist das Urteil der Kundschaft über das Ergebnis oft eher abwertend, vor allem, wenn es sich um kritische Geister wie Studenten und Professoren handelt. Bei der Stralsunder Hochschulmensa ist das anders. Rund 900 Essen gehen hier an manchen Tagen über die Theke – und der Ruf ist gut. Gelobt wird zum Beispiel die Abwechslung im Speisenplan. Da ist für jeden etwas dabei, hört man oft. Ein Blick auf die Karte für Montag bestätigt das: Zur Wahl stehen Gemüseeintopf mit Rindfleisch, Schweinesteak mit Pusztasoße, gedünstetes Seelachsfilet mit Curry-Zwiebel-Mango-Sauce, vier Gemüsesticks mit Schnittlauch-Quark-Dip und Salatbeilage sowie ein veganes Gericht: Gabelspaghetti mit feurigem Tomaten-Mango-Linsenragout.

Darüber hinaus gibt es Kartoffeln, Reis, Pommes, Salate, Desserts, Misch- und Retrogemüse – Pastinaken, Knollensellerie, gelbe und orange Möhren, rote Zwiebeln und Topinambur. Geöffnet ist die Mensa montags bis freitags von 11 bis 14 Uhr. Gäste sind willkommen, zahlen aber etwas mehr als Mitarbeiter und Studenten. Wer wissen möchte, wie es in der Küche zugeht, kann beim Greifswalder Studierendenwerk eine Führung buchen. Hier geht es zur Anmeldung.

Hausmannskost für jeden Geldbeutel in Ribnitz-Damgarten

Kantinenchefin Sylvia Waack (r.) und ihre Mitarbeiterinnen Manuela Wascher (v.l.), Doreen Kölling und Ute Böhnke. Quelle: Robert Niemeyer

Die Kantine von Sylvia Waack in Ribnitz-Damgarten ist wohl eine der beliebtesten in der Region. „Das deutsche Essen zeichnet uns aus“, sagt die 46-Jährige. Bis zu 15 Gerichte stehen täglich auf der Speisekarte mit Klassikern wie Königsberger Klopse, Matjesfilet oder Gulasch. Aber auch Schweinebraten sowie jeden Dienstag und Donnerstag Eisbein werden angeboten. „Wir kochen jeden Tag frisch“, sagt Waack. Für jeden Geldbeutel ist etwas dabei, von 3,90 Euro für eine Portion Senfei mit Kartoffeln bis zu 9,90 Euro für Schollenfilet.

Bis Anfang 2018 befand sich die Kantine von Sylvia Waack auf dem Gelände der ehemaligen Kreisverwaltung in der Damgartener Chaussee. Der Umzug auf das Gelände des ehemaligen Ostseeschmuck-Werkes im Körkwitzer Weg habe sich gelohnt. „Viele Stammkunden sind mit umgezogen. Und wegen der günstigeren Verkehrsanbindung haben wir viele neue Kunden gewonnen“, so die 46-Jährige. 2009 hatte Waack das Geschäft übernommen. Geöffnet ist die Kantine montags bis freitags von 6.30 Uhr bis 14 Uhr.

Mitarbeiter-Restaurant des Sana-Krankenhauses in Bergen auf Rügen

Kathrin Schmidt ist Küchenleiterin im Mitarbeiter-Restaurant „Swantevit“ des Sana-Krankenhauses in Bergen auf Rügen. Quelle: Uwe Driest

„Wir kochen alle Gerichte, auch Eintöpfe, frisch hier im Haus“, sagt Kathrin Schmidt, Küchenleiterin im Mitarbeiter-Restaurant „Svantevit“ des Sana-Krankenhauses in Bergen auf Rügen. Immer so um die 50 Essen verzehren Mitarbeiter und externe Besucher. Die nach einer slawischen Gottheit der Kultstätte am Kap Arkona benannte Kantine steht ausdrücklich auch der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Besucher können täglich zwischen drei verschiedenen Gerichten sowie einem Eintopf wählen. Ein Gericht gibt es zum Festpreis von 4,90 Euro für Gäste. Mitarbeiter zahlen einen Euro weniger. In dieser Woche sind beispielsweise Schmorkohl oder Königsberger Klopse im Angebot. Ein selbst zusammengestelltes Gericht wird nach Gewicht bezahlt. Hinzu kommt mittwochs ein Aktionsbuffet.

Zum Oktoberfest gibt es bayrischen Kartoffelsalat mit Nürnberger Würstchen oder Leberkäse. Mindestens ein vegetarisches Gericht steht jeweils zur Auswahl, das auf Wunsch auch die Patienten der Klinik bekommen. Im „Svantevit“ führte der Rostocker Sterne-Koch Carsten Loll schon zweimal seine Künste vor und warb dabei für eine gesunde Ernährung. Mitarbeitern steht die Kantine auch für private Veranstaltungen zur Verfügung.

Schmidts Kantine im Greifswalder Industrie-Gebiet

Schmidts Kantine befindet sich im Greifswalder Industrie-Gebiet. Quelle: Carla Blecke

Schmidts Kantine befindet sich im Greifswalder Industrie-Gebiet und bietet den Kunden täglich wechselnde Gerichte. Seit der Gründung durch den Inhaber Ralf Schmidt im Jahr 2011 stehen Klassiker wie Jägerschnitzel, Eier in Senfsoße, Cordon bleu und Grießbrei auf dem Speiseplan. Den „Mittagstisch“ gibt es Montag bis Freitag von 11 bis 14 Uhr, zusätzlich gibt es ein Frühstücksangebot und einen Catering-Service. Ein Gericht kostet in der Regel zwischen vier und fünf Euro.

„Hier essen vor allem Leute aus der Umgebung, aber auch Rentner und Bauarbeiter“, erzählt Tom Faltenberg, gelernter Koch und Angestellter in der Kantine. Seiner Schätzung nach speisen täglich bis zu 400 Menschen in dem Lokal. Zu den Kunden gehören auch Ramona Kniephoff und ihr Mann Volker: „Ich esse bestimmt ein Mal im Monat hier – mein Mann öfter.“ Volker Kniephoff ist mit dem Service der Kantine zufrieden: „Das Essen ist abwechslungsreich, da kann man nicht meckern.“ Außerdem findet er: „Die Mitarbeiterinnen sind sehr höflich und wünschen einem immer einen guten Appetit.“

Inselküche Koserow auf Usedom

Die Rouladen werden verpackt: Küchenchef Ronald Neul (r.) mit Karin Kracht und seinem Nachfolger Rene Birkholz in der Inselküche Koserow auf Usedom. Quelle: Henrik Nitzsche

Grützwurst mit Sauerkraut und Kartoffeln ist noch immer der Renner bei den Kunden der Inselküche Koserow. „Von unseren 600 Einzelkunden bestellen, wenn es das gibt, garantiert 400 dieses Gericht“, sagt Inhaber Friedhelm Lietz. Knapp 2000 Portionen werden am Tag von Koserow über die Insel bis Ducherow und Jarmen gefahren. „Wir beliefern Schulen, Kindergärten, Firmen sowie Pflegedienste. Dazu kommen die Einzelkunden und der Partyservice“, berichtet Küchenchef Ronald Neul. Der 63-jährige Koserower ist von Anfang an dabei.

1990 wurde die Inselküche gegründet. Damals mietete sich das kleine Team in die Ückeritzer Schulküche ein. 300 Essen waren es am Tag. Im Jahre 2000 wurde der Neubau in Koserow errichtet. Sieben Köche haben nun straff zu tun, damit Seelachs, Frikadelle, Backfisch oder Schnitzel rechtzeitig zum Kunden kommen. Dass das Essen gut schmeckt, zeigt die Tatsache, dass sich die Elternvertreter der beiden Wolgaster Grundschulen und die Stadt seit diesem Schuljahr für die Inselküche als Lieferant des Schulessens ausgesprochen haben.

FleischerimbissCitysnack“: Grimmen liebt es deftig

Susan Petereit bei der Essensausgabe im Grimmener „Citysnack“. Hier hat sich ein Gast ein Schnitzel und die Fleischerboulette gewünscht. Dazu gibt es selbstgemachte Rahmsoße mit Pilzen. Quelle: Raik Mielke

Der Grimmener „Citysnack“ ist ein kleiner Fleischerimbiss mit täglich wechselnden Angeboten. „Wir haben von Montag bis Freitag geöffnet und bieten immer ein Tagesgericht an“, sagt Susan Petereit aus der gleichnamigen Fleischerei „Petereit“ der Stadt.

Täglich können sich kurzentschlossene Trebelstädter dieses Hauptgericht von 11 bis 14 Uhr schmecken lassen. Der „Citysnack“ ist aber schon ab 7 Uhr geöffnet. Bis zum Mittagstisch können die Gäste in dieser Zeit aus den verschiedenen kleinen Snacks wählen. Und wie es sich für einen Fleischer gehört, gibt es hier insbesondere deftige Gerichte. „Besonders beliebt sind unser Eisbein und die traditionellen Schnitzelgerichte“, sagt Susan Petereit. Hier reicht die Palette vom Hamburger bis zum Zigeuner-Schnitzel.

Ein Geheimtipp ist zudem die selbst gemachte Fleischerboulette oder in den Wintermonaten eine wärmende Soljanka. Die Gerichte kosten zwischen drei und acht Euro. Dafür bekommt man eine große Portion und kann besondere Wünsche äußern. „Wir haben auch schon andere Sachen ausprobiert, aber die Grimmener lieben die traditionellen und vor allem hausgemachten deftigen Gerichte“, sagt Susan Petereit.

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