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Rostock Aida zieht Schiffe aus Asien ab: So erklärt die Rostocker Reederei die Maßnahme
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Aida zieht Schiffe aus Asien ab: So erklärt die Rostocker Reederei die Maßnahme

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16:00 14.02.2020
Die „Aida Bella“ (hier im Hafen von Warnemünde) und die „Aida Vita“ brechen ihre Saison in Asien ab. Quelle: Bernd Wüstneck/dpa
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Rostock

Die Angst rund um das Coronavirus hat nun auch die Rostocker Kreuzfahrtreederei Aida Cruises zu einem schweren Schritt gezwungen: Wegen der Folgen der Krankheit hat die Reederei alle Asienreisen der laufenden Saison abgesagt. 1100 Passagiere ihres Schiffs „Aida Vita“ müssen nun früher nach Hause geholt werden.

Die „Aida Bella“, die derzeit ebenfalls in Fernost unterwegs ist, kann ihre Reise am Montag noch regulär beenden, die aktuelle Reise der „Aida Vita“ wird jedoch am Sonntag in Bangkok (Thailand) eine Woche früher beendet als geplant. „Wir suchen derzeit nach Möglichkeiten, wie wir alle Passagiere sicher und geordnet nach Hause bringen“, sagte Aida-Sprecher Hansjörg Kunze am Freitag der OZ. Auch 400 Crew-Mitglieder sind betroffen, sie sollen jedoch an Bord bleiben.

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„Gesundheit und Wohlbefinden haben oberste Priorität“

Grund seien die Wirren und die Reiseeinschränkungen durch den Coronavirus: „Bevor wir in eine Odyssee reingehen, haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen“, so Kunze. „Für Aida Cruises haben die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Gäste und Crew jederzeit oberste Priorität.“ Er betonte, dass es an Bord der Schiffe weder Corona- noch Verdachtsfälle gegeben habe. „Die von dem Abbruch betroffenen Passagiere sind zwar enttäuscht, aber das Verständnis für die Maßnahme ist sehr groß.“

Schon vorher hatte Aida aus Sicherheitsgründen das zu China gehörende Hongkong nicht mehr angelaufen und die Sicherheits- und Hygienemaßnahmen an Bord verschärft. Die vietnamesische Hafenstadt Cái Lân verweigerte der „Aida Vita“ sogar das Einlaufen. Für alle Kreuzfahrtschiffe wurde vom Branchenverband Clia festgelegt, dass keine Passagiere oder Besatzungsmitglieder mehr an Bord dürfen, die in den 14 Tagen zuvor auf dem chinesischen Festland unterwegs waren.

Fahrten werden erstattet oder umgebucht

Durch den vorzeitigen Abbruch der Saison in Asien fallen laut Aida fünf geplante Reisen mit der „Aida Bella“ und vier mit der „Aida Vita“ aus. Über die wirtschaftlichen Folgen dieses Schritts wollte sich Kunze nicht äußern. Die Reisen seien jedoch gut gebucht gewesen und der Ausfall sei nicht durch eine Versicherung abgedeckt.

Die Passagiere, die Tickets für eine der Fahrten haben, können sich den Reisepreis erstatten lassen oder auf Wunsch auf andere Destinationen umbuchen. „Infrage kommen dafür die Karibik, die Kanaren, das Mittelmeer oder der arabische Golf“, sagte Kunze. Er gehe davon aus, dass dort ausreichend Kapazitäten vorhanden sind. „Wir haben ja noch zwölf weitere Schiffe im Einsatz.“

Schiffe sollen in andere Fahrtgebiete verlegt werden

Die „Aida Bella“ und die „Aida Vita“ sollen nun in andere Fahrtgebiete verlegt werden. Welche das sein sollen, werde in der kommenden Woche entschieden. Die Schiffe müssten nicht zusätzlich desinfiziert oder gewartet werden, da es keinerlei Anzeichen für Corona an Bord gegeben habe.

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