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Rostock „Aidamira“ noch immer nicht fertig: Schiff fährt ohne Passagiere nach Südafrika
Mecklenburg Rostock „Aidamira“ noch immer nicht fertig: Schiff fährt ohne Passagiere nach Südafrika
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17:13 03.12.2019
Die „Aidamira“ ist am 30. November 2019 auf Mallorca getauft worden. Ablegen konnte das Schiff allerdings bisher nicht. Quelle: AIDA Cruises
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Rostock

Schock für die Passagiere der „Aidamira“: Auch der zweite Termin für die Jungfernfahrt des neuesten Mitgliedes der Aida-Flotte wird abgesagt. Eigentlich sollte das Schiff der Rostocker Reederei Aida Cruises bereits am 1. Dezember zur Jungfernfahrt ablegen, der Termin wurde am Sonntag auf den 4. Dezember geschoben.

Jetzt ist klar: Der Kreuzliner kann noch immer nicht ablegen. Auch die Kreuzfahrt vom 4. bis zum 23. Dezember ab Palma de Mallorca (Spanien) nach Kapstadt (Südafrika) kann nicht stattfinden. Das Schiff liegt noch immer im Hafen von Mallorca. „Um unseren hohen Qualitätsansprüchen in jeder Hinsicht gerecht zu werden, benötigen wir mehr Zeit“, heißt es in einem Statement.

Baumaterial und Handwerker überall: So unfertig ist der aktuelle Zustand der „Aidamira“ in Bildern.

Nach Informationen der „Kieler Nachrichten (KN)“ sollen statt der Passagiere am Mittwoch die Arbeiter in Richtung Südafrika ablegen. Die Reederei wolle die 19 Tage dazu nutzen, um die restlichen Arbeiten fertigzustellen.

Die bereits für die Reise nach Kapstadt eingebuchten Passagiere werden nach Angaben der KN entschädigt. Die Passagiere, die bereits für die Südafrikafahrt an Bord waren, müssten jetzt wieder ihre Heimreise antreten. Dafür seien zusätzliche Arbeiter und Crewmitglieder in Palma an Bord eingeschifft worden.

Mehr zum Thema: Pannen-Schiff „Aidamira“: Das sind die Probleme des neuen Luxusliners

Am Wochenende hatte die Rostocker Reederei Aida Cruises die Jungfernfahrt ihres neuen Flottenmitglieds absagen müssen. Kurios: Nicht die Geschäftsführung in Rostock hat den ersten Törn des bereits 20 Jahre alten Kreuzfahrtschiffes gestrichen, sondern die Crew selbst. Der sogenannte „Schiffsrat“ – bestehend aus dem Kapitän und Offizieren – traf die Entscheidung, dass das Schiff nicht geeignet sei für eine Kreuzfahrt.

Klicken Sie hier, um zahlreiche Eindrücke der Taufe der „Aidamira“ in Palma de Mallorca zu sehen!

Noch am Montag hieß es von Aida-Sprecher Hansjörg Kunze: Die erste geplante Tour gen Südafrika sei nicht in Gefahr: „Alle Mitarbeiter arbeiten mit Hochdruck daran, das Schiff in allen Bereichen fertigzustellen. Ich gehe bisher davon aus, dass wir das schaffen werden.“ Und auch der Kapitän Manuel Pannzek war sich sicher, dass das Schiff am 4. Dezember fertig ist. „Die ,Mira’ ist ein solides und sehr gutes Schiff.“

Die „Aidamira“ ist kein neues Schiff. Es wurde 1999 für den Mutterkonzern Costa in Dienst gestellt. Das Schiff wurde in den vergangenen vier Wochen für 50 Millionen Euro auf einer Werft in Genua umgebaut. Der Zeitplan war knapp. Zudem erschwerten unwetterartige Regengüsse über Tage den Umbau des Schiffes, das in einem Trockendock lag.

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Von OZ

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