Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rostock Alleine arbeiten war gestern: Hier kommen Start-ups zusammen
Mecklenburg Rostock Alleine arbeiten war gestern: Hier kommen Start-ups zusammen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:12 30.07.2019
Im Technologiezentrum können sich Unternehmen Büros teilen. Quelle: Susanne Gidzinski
Anzeige
Rostock

Wer ein Unternehmen gründet, benötigt mehr als eine gute Idee. Neben Startkapital und guten Kontakten spielen vor allem auch die Räumlichkeiten eine wichtige Rolle. Was zunächst oftmals im heimischen Wohnzimmer oder der eigenen Garage beginnt, benötigt irgendwann mehr Platz. Weil aber besonders zu Beginn nur wenig Geld für die Miete von Büroflächen vorhanden ist, möchte das Technologiezentrum Warnemünde (TZW) mit einem alternativen Angebot aushelfen.

Office-Sharing heißt das Konzept, das Neugründer ab August auf dem TZW-Gelände in Anspruch nehmen können. „Das ist eine gute Möglichkeit für junge Unternehmen, sich trotz eingeschränkter finanzieller Mittel Büroräume leisten zu können“, ist Geschäftsführerin Petra Ludwig überzeugt.

Flexibilität und Kurzfristigkeit

Das Prinzip sei ähnlich wie beim Carsharing. Die gemeinschaftliche Nutzung eines Büros durch verschiedene Unternehmen ermögliche ein kurzfristiges und kurzzeitiges Anmieten der Räume. „Den Interessenten bietet das Flexibilität, denn sie können bei Bedarf relativ spontan entscheiden, wie lange sie vom Office-Sharing Gebrauch machen wollen“, meint Ludwig. Ob tageweise, für mehrere Wochen oder über Monate hinweg – „Wir wollen da keine Einschränkungen machen, denn jede Firma hat ihre eigenen Herausforderungen zu meistern.“

Das Angebot richte sich vor allem an Unternehmen, die noch ganz am Anfang stehen. „Wenn der Entwicklungsgrad irgendwann soweit fortgeschritten ist, dass Patente angemeldet werden und es in die konkrete Umsetzung der eigenen Konzepte geht, möchte man sein geistiges Eigentum – seine Idee – schützen“, so Ludwig. Ab dieser Phase sei es oftmals sinnvoll, über eigene Büros nachzudenken. „Bis man aber an diesem Punkt angelangt, können Jahre vergehen. In dieser Übergangszeit wollen wir helfen.“

Im Warnemünder Technologiezentrum siedeln sich immer wieder neue Unternehmen an. Quelle: TZW

Aktuell werden die Räumlichkeiten im Technologiezentrum vorbereitet. „Ab August kann es aber schon losgehen“, sagt Ludwig freudig. Sie ist zuversichtlich, dass das Angebot gut angenommen wird. „Vielleicht finden sich auch Menschen zusammen, die gemeinsame Projekte starten“, stellt sie heraus. Die Suche nach Kooperationspartnern werde dadurch erleichtert.

Kreativer Austausch

Ein weiterer und gerade für Einsteiger entscheidender Vorteil des Office-Sharings sei die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, wobei oftmals Gespräche entstehen würden, die der eigenen Idee weiterhelfen, meint Ludwig. Sowohl die Nähe zu anderen Unternehmen als auch zu den ansässigen Beratern würde dazu beitragen, dass sich die Neugründer nicht verloren fühlen und stets auf kompetente Ansprechpartner zurückgreifen könnten. „Ihnen steht das gesamte Paket unseres Services zur Verfügung“, sagt die TZW-Geschäftsführerin. Damit meint sie nicht nur die umfangreiche Beratung durch Experten, sondern auch den uneingeschränkten Internetzugang und das Essen in der Kantine, um einige Aspekte aufzuzählen.

Für Termine stehen den Unternehmen außerdem die separaten Beratungsräume des Zentrums zur Verfügung. „Diese können ebenfalls kurzfristig für vier Stunden gebucht werden. Manchmal braucht man schließlich auch etwas Ruhe für wichtige Meetings.“

Ein Ort für Gründer

Rund 80 Unternehmen sind am Technologiezentrum in Warnemünde ansässig. Sowohl technologieorientierte Firmen als auch Existenzgründer sind am Standort zu finden.

Mehr als 800 Mitarbeiter werden derzeit beschäftigt.

160 Unternehmen sind seit dem Jahr 1990 wieder erfolgreich ausgegründet. Davon haben sich acht Firmen mit eigenen Gebäuden wieder in den Technologiestandort integriert. Viele andere haben sich am Fischereihafen oder in der näheren Umgebung niedergelassen.

Gemessen an den Arbeitsplätzen, hat sich das Technologiezentrum seit seiner Gründung um fast das 25-Fache erweitert.

Geheimes Projekt in Planung

Bereits seit 1990 gehört das Technologiezentrum Warnemünde zum Rostocker Stadtbild und ist dort nicht mehr wegzudenken. Seit seiner Gründung ist es, gemessen an den Arbeitsplätzen, um das 25-Fache gewachsen. „Wir sind stets bemüht, unser Kompetenznetzwerk zu erweitern“, betont Ludwig. Derzeit werde ein Projekt entwickelt, das sich vor allem auf die Bereiche Energie-, Umwelt- und Ressourcenschutz beziehe. „Das sind Themen, die heute immer wichtiger sind. Daher ist es uns wichtig, dass wir uns dem widmen.“ Genaueres möchte die Geschäftsführerin zu diesem Zeitpunkt noch nicht verraten.

Susanne Gidzinski

Rostock Rostocker Traditionsunternehmen - Eikboom baut Produktion aus

Das 1956 gegründete Traditionsunternehmen Eikboom investiert 800 000 Euro für neuen Werkstätten und Maschinen. „Wir sind ein Gemischtwarenladen“, sagt Geschäftsführer Torsten Klement. Das Wichtigste seien seine fähigen Mitarbeiter.

30.07.2019

Kurz vor der Hanse Sail gerät der Zustand des Stadthafens in die Kritik. Gäste monieren Unkraut, Müll und dreckige Sanitäranlagen. Die Stadt reagiert und veranlasst Grundreinigung.

30.07.2019

Am Montagabend hat sich ein Rostocker mit seinem Pkw im Sand festgefahren. Erst ein zweiter Abschleppwagen bringt die „Rettung“.

31.07.2019