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Rostock Am Leuchtturm glänzt wieder ein altes Kleinod
Mecklenburg Rostock Am Leuchtturm glänzt wieder ein altes Kleinod
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00:00 23.09.2017
Friedemann Kunz mit Pressesprecherin Wiebke Struck, Hoteldirektor Martin Friedrich und Ralf Herms von der Bauleitung (v. l.) vor dem neuen Anbau an das Hotel Am Leuchtturm. Gestern wurde es nach der Grundsanierung eingeweiht. Quelle: Foto: Michael Schissler
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Warnemünde

Gestern Abend ist das rundum sanierte und um einen Anbau erweiterte Hotel Am Leuchtturm mit einer Feier eingeweiht worden. Damit hat die R. Kossow und Levermann Hotelbetriebsgesellschaft eine zwölf Millionen schwere Investition im Seebad Warnemünde abgeschlossen. Nun präsentiert sich das älteste Hotel in Warnemünde – gebaut wurde es im Jahr 1850 – mit einer völlig neuen Innenausstattung und einem zusätzlichen Zimmer. Zuvor hatte das Haus 29 Zimmer und eine Suite, jetzt sind es 30 Zimmer.

Gestern wurde das Warnemünder Traditionshotel Am Leuchtturm eingeweiht / Erste Stammgäste sind schon zurückgekehrt

„Wir fühlen uns der Tradition des Hauses verpflichtet“, sagte Friedemann Kunz, Geschäftsführer der Hotelbetriebsgesellschaft, „und diese Tradition werden wir auch weiterhin pflegen“. Kunz vertrat die Ansicht, dass man früh in den Tourismus investieren müsse, bevor die Gäste nicht mehr kämen. Auch dieses Ziel habe man mit der Grundsanierung des Hotels angestrebt.

Eine solche vorausschauende Investition hält Friedemann Kunz auch im Bereich der Parkmöglichkeiten im Seebad für erforderlich. „Die Idee mit dem Dünenparkhaus ist da eine gute Lösung“, sagte er, zumal im Bereich rund um das Hotel Am Leuchtturm die Zahl der Parkplätze verringert werden soll. Kunz strebt ein Parkhaus unter den Dünen an. „Der Parkplatzsuchverkehr in Warnemünde ist eine Katastrophe“, fügte er hinzu, die er andernorts so noch nie erlebt habe.

Mit Blick auf die Kultur des Seebades hat das nun grundsanierte Hotel Am Leuchtturm für seine Gäste, aber auch für die Warnemünder, eine Überraschung zu bieten. Im Foyer des Hauses werden fünf Bronzeskulpturen des Künstlers Jo Jastram ausgestellt. „Wir haben sie vom Rostocker Zoo erworben und stellen sie zur Besichtigung aus“, sagte Friedemann Kunz. Der Zoo hatte die Kunstwerke nach Umgestaltungen in seinem Fundus eingelagert.

Begonnen hatten die Arbeiten im dem Hotelgebäude Anfang September des vergangenen Jahres. Nach und nach sei man jedoch auf immer mehr Mängel gestoßen, berichtete Kunz, sodass man sich für eine Grundsanierung entschied, die dann von Januar bis September umgesetzt worden sei. Neben dem Anbau der neuen Lobby mit Frühstückslounge war es auch notwendig, ein Fluchttreppenhaus zu bauen.

„Wir hatten hier 50 Fachfirmen im Einsatz“, sagte Ralf-Joachim Herms, der den Bau betreute. Dennoch habe man eine „straffe Bauzeit von einem Jahr gehabt“, sagte Herms, der mit zwei Planungsbüros und mit zehn Fachplanern zusammengearbeitet hat. Für alle sei die Kombination von Neubau und Bauen im Bestand eine Herausforderung gewesen, „weil wir auch den Brand- und Schallschutz und sämtliche technische Installationen erneuert haben“.

Martin Friedrich, Direktor des Hotels Am Leuchtturm, hatte bereits vor der Eröffnung des Hotels Grund zur Freude: „Die ersten Stammgäste sind schon da.“ Jetzt werde er den Kundenstamm nach und nach aufbauen, sagte Friedrich, der das Hotel mit zehn Mitarbeitern bewirtschaftet. Ab Ende des kommenden Monats werden sie auch in den Zimmern im Obergeschoss im Einsatz sein, die dann fertiggestellt sein werden.

Friedrich erläuterte, dass er eine Vier-Sterne-Klassifizierung für das Haus beantragt habe, hoffe aber auf viereinhalb Sterne. Friederich will mit dem neuen Hotelkonzept die Zahl der Kunden erhöhen.

Dabei solle die familiäre Note erhalten bleiben. Das kann angesichts der großzügigen Zimmer und der neuen Frühstücklounge durchaus gelingen. Das Hotel Am Leuchtturm wurde 1850 als Hotel Pavillon errichtet, es hatte damals lediglich ein Stockwerk. 30 Jahre später kamen zwei Etagen dazu. Das Hotel hatte mehrere Eigentümer und diente auch der Unterbringung von Mitarbeitern der Heinkel-Flugzeugwerke. Später gehörte es dem Gewerkschaftsbund. Nach der Enteignung im Jahre 1950 wurde es seiner ursprünglichen Besitzerin 1989 zurückübertragen.

Michael Schißler

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