Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rostock Ampel-Irrsinn in Dierkow
Mecklenburg Rostock Ampel-Irrsinn in Dierkow
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:07 23.05.2018
An der Kreuzung Dierkower Damm/Hinrichstorfer Straßen müssen Radfahrer und Fußgänger jetzt drei Ampeln passieren, um cirka 30 Meter zurückzulegen. Eine „grüne Welle“ ist eher die Ausnahme. Quelle: Foto: Gkw
Anzeige
Dierkow

Radfahrer, die von Dierkow in die Innenstadt wollen, brauchen seit einigen Tagen noch mehr Geduld. Grund ist der Umbau der Kreuzung Hinrichsdorfer Straße/Dierkower Damm, bei der unter anderem neue Ampeln aufgestellt wurden. Radler und Fußgänger, die von der Hinrichsdorfer Straße auf den Dierkower Damm Richtung City abbiegen wollen, müssen neuerdings drei Ampeln überwinden, um von einer auf die andere Straßenseite zu kommen. Vorher es gab immerhin „nur“ zwei Ampeln. Auslöser der Verschärfung ist die Abbiegespur für Autos, die von Dierkow rechts nach Gehlsdorf wollen. So weit, so sinnvoll. Bisher schaffte es ein simpler Zebrastreifen, das sich Autos und Radfahrer/Fußgänger nicht ins Gehege kamen. Dafür ist nun eine neue, stolz in drei Farben leuchtende Ampel zuständig.

Wer diese erste Hürde erfolgreich hinter sich gelassen hat, darf genau zwölf Schritte gehen. Und sieht dann wieder Rot – auf der kleinen Fußgängerinsel, auf der sich jene versammeln müssen, die das gleiche ehrgeizige Projekt verfolgen: die Straßenseite wechseln. Wer es von dort weitergeschafft hat, muss, diesmal nach großzügigen 20 Schritten, erneut warten. Ampel Nummer 3 soll offenbar die Fußgänger und Radfahrer vor Autos beschützen, die aus der Hinrichsdorfer Straße in eine kurze, kaum befahrene Sackgasse abbiegen möchten. Das Problem: Diese Autos gibt es so gut wie nicht, zumindest sind es sehr wenige, die in den toten Nebenarm abbiegen. Natürlich zeigt auch Ampel Nummer 3 jedem, der aus Richtung Dierkow kommt, erst einmal Rot. Warum hier nicht ein Zebrastreifen gereicht hat, weiß wohl nur der Gott aller Verkehrsplaner. Vielleicht war Ehrgeiz im Spiel. Nach dem Motto: ,Komm, was andere mit einer Ampel schaffen, das erledigen wir mit dreien!“ Und mehr Steuergeld kostet diese Lösung sicher auch.

gkw

Suzanne und James Kee zogen aus den USA nach Warnemünde, um ihrem Sohn nahe zu sein

24.05.2018

Sanierung kostet 18,1 Millionen Euro / Akustik im großen Verhandlungssaal ist nachzubessern

23.05.2018

Östliche Altstadt lädt an über 50 Orten ein – mit Bildermarkt, Musik und mehr

23.05.2018