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Rostock Sturm auf Rostocker Bibliothek bei Neueröffnung
Mecklenburg Rostock Sturm auf Rostocker Bibliothek bei Neueröffnung
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18:22 01.03.2019
Romy Kunert und Steffen Bockhahn eröffnen die neue Zweigstelle der Stadtbibliothek in Reutershagen. Quelle: Jana Schubert
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Rostock-Reutershagen

Sie stürmten die Bibliothek, kaum dass das Band durchgeschnitten war: Unter viel Hallo und mit Luftballons ausgestattet trugen am Freitag die Zweitklässler der Türmchenschule die letzten Bücherkisten in die neuen Räume der Stadtbibliothek am Standort Reutershagen. Ganz vorne dabei: Emma. Sie durfte zusammen mit Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke) das Band durchschneiden. „Das war schön, so viele neue Bücher zu sehen, weil ich so gerne lese. So ein bis zwei Bücher pro Woche“, sagt die begeisterte Siebenjährige.

Endlich mehr Platz, auch für Lesungen

Bockhahn ist besonders stolz darauf, dass die Bibliothek vergrößert werden konnte. „Wir haben durch die Sparmaßnahmen der letzten Jahre ein paar Zweigstellen schließen müssen und können hier endlich eine ein bisschen größer machen. Dazu kommt, dass wir jetzt hier auch Veranstaltungen und Lesungen abhalten können, weil wir die Regale auf Rollen einfach verschieben können.“ Für ihn sind Bibliotheken auch weiterhin unverzichtbar, weil sie vor allem Begegnungsort und Anlaufpunkt für viele Menschen seien.

Die Mitarbeiter der Biliothek und Kinder der Türmchenschule zeigen ihre Lieblingsbücher

Auch Ria Kretschmer, Leiterin der Zentralbibliothek, freut sich über die lebhafte Eröffnung: „Ich finde es so viel schöner als beispielsweise in Warnemünde, wo wir mit erwachsenem Publikum eröffnet haben.“ Der Umzug in die neuen Räumlichkeiten ließ lange auf sich warten: 61 Jahre lang war die Bibliothek in der Ernst-Thälmann-Straße 24 zu Hause. „Für die Kinder war dort ihr Bereich mit acht Quadratmetern viel zu eng“, sagt Kretschmer. Nach vier Wochen Betriebspause können sich jetzt alle Nutzer drei Häuser weiter über 30 Quadratmeter mehr und frisch gestrichene Regale freuen.

Bibliotheksdirektorin auch dabei

Bei der Eröffnung ist auch Romy Kunert, seit Anfang des Jahres Amtsleiterin der Stadtbibliothek, dabei. Zuvor leitete sie die Bibliothek in Frankfurt/Oder. Hier in Rostock habe sie ein leistungsstarkes Team gefunden, dass moderne Bibliotheksarbeit leiste und sich weiterentwickeln wolle, sagt Kunert.

Sie sei froh, hierher berufen worden zu sein: „Ich habe schon eine lange berufliche Laufbahn hinter mir, war schon in vielen Städten im Ausland und ich muss sagen, Rostock ist wirklich eine kleine Perle.“ Die gebürtige Dresdnerin ist viel herumgekommen: Sie studierte unter anderem in Paris, Berlin und Marburg (Hessen), gearbeitet hat sie bereits in Genua (Italien) und in der irischen Hauptstadt Dublin. Jetzt wohne sie in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt, dort fühle sie sich genauso heimisch wie in ihrer Geburtsstadt. „Ich muss ehrlich sagen, ich bin von Zuhause nach Zuhause gekommen“, zeigt sie sich zufrieden.

Mit ihrer neuen Stelle geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: „Man hatte als Kind mal den Traum, eine Nacht in der Bibliothek eingeschlossen zu sein und jetzt habe ich diesen Schlüssel“, erzählt sie und lacht. Interessiert sei sie beruflich an Wirtschafts- und Informatikbüchern, genauso gerne lese sie aber Biografien oder höre unterwegs Krimi-Hörbücher.

Mit mehr Platz und Stühlen geht’s richtig los

Thordis Michalak leitet die Reutershagener Zweigstelle und zeigt sich motiviert: „Es geht jetzt erst richtig los, wir wollen viel Neues machen.“ Geplant sind Veranstaltungen für Kinder, die dank des größeren Raumes und der neuen Tische und Stühle endlich möglich sind. Die Liste ist lang: Vorlesestunden, Bilderbuchkino, Bastelnachmittage und vieles mehr sei in Planung. In den nächsten Tagen werde sie aber wohl erst mal Einweiser für die Leser spielen, scherzt sie. „Hier sind die Krimis, da die Sachbücher und dort stehen die Kinderbücher.“

In der Zwischenzeit haben die Kinder bereits die neue, größere Ecke mit den Jugendbüchern durchstöbert und auch schon ihre Lieblingsbücher wiedergefunden. Nele hat ihres bereits in der Hand, sie liest am liebsten Geschichten über eine verzauberte Meerjungfrau. „Aber ich mag auch Prinzessinnen gerne“, sagt die Siebenjährige.

Jana Schubert

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