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Rostock Ammoniak-Alarm in Rostocker Eishalle: Zwei Bauarbeiter müssen ins Krankenhaus
Mecklenburg Rostock Ammoniak-Alarm in Rostocker Eishalle: Zwei Bauarbeiter müssen ins Krankenhaus
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17:14 22.05.2019
In der Eishalle Rostock wurden am Mittwoch zwei Menschen bei einem Arbeitsunfall verletzt. Quelle: Stefan Tretropp
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Rostock

Aufgrund eines Arbeitsunfalls in der Rostocker Eishalle sind am Mittwoch zwei Menschen ins Krankenhaus gebracht worden. Wie das Rettungs- und Brandschutzamt der Stadt mitteilte, haben Bauarbeiter offenbar eine Leitung der Kühlanlage beschädigt. Dadurch trat giftiges Ammoniak aus.

„Alle Sicherheitssysteme haben umgehend reagiert. Die Ventile sind geschlossen, so dass kein weiteres Gas ausströmen kann. Bei Ammoniakaustritt erfolgt eine sofortige Alarmierung der Feuerwehr“, sagt Sigrid Hecht, Chefin vom zuständigen „Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock“ (KOE).

Bei Wartungsarbeiten ist ein Rohr versehentlich angebohrt worden. Zwei Bauarbeiter mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Die Stadt rief Anwohner auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

„Wir sind froh, dass es ihnen gut geht“

Personen wurden bei dem Zwischenfall nicht verletzt. „Die beiden Handwerker, die sich in der Nähe der Leckage befanden, wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, konnten dieses aber bereits wieder verlassen. Wir sind froh, dass es ihnen gut geht“, so Sigrid Hecht.

Die Einsatzkräfte waren in Chemikalienschutzanzügen im Gefahrenbereich aktiv. Wie es hieß, arbeite die Feuerwehr an einer Lösung, wie das bereits entwichene Ammoniak aus der Sporthalle entfernt werden kann.

Anwohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten

Das Gebäude im Hansaviertel wurde evakuiert. Eine an die Eishalle angrenzende Sporthalle musste evakuiert werden. Das Brandschutz- und Rettungsamt der Stadt empfiehlt Anwohnern, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Bei der Menge des Ammoniaks handele es sich aber nicht um eine gesundheitsschädliche Konzentration.

Ammoniak wird als Kühlmittel genutzt

Die Eishalle befindet sich aktuell in der Sommerpause. Bis September bleibt sie für das öffentliche Eislaufen geschlossen. Die jährliche Schließzeit wird durch den KOE genutzt, um die technischen Anlagen zu warten und Reparaturen durchzuführen. Ammoniak kommt in der Eishalle als Kältemittel zum Einsatz. Die Stickstoff-Wasserstoff-Verbindung ist ein stark stechend riechendes, farbloses, wasserlösliches und giftiges Gas, das zu Tränen reizt und erstickend wirkt. Es entzieht seiner Umgebung Wärme und sorgt dafür, dass das Wasser für die Eisfläche gefriert.

*Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version des Textes hieß es, dass die zwei Bauarbeiter verletzt wurden. Wie der KOE mitteilte, sind sie jedoch nur vorsorglich im Krankenhaus untersucht worden.

Stefan Tretropp

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