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Rostock Attacken auf Lehrer: Schüler teilen immer härter aus
Mecklenburg Rostock Attacken auf Lehrer: Schüler teilen immer härter aus
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05:56 22.02.2018
Ein Jugendlicher holt mit einer geballten Faust zum Schlag aus (Symbolbild). Quelle: dpa
Rostock

Immer mehr Menschen in MV erleben Gewalt im Job. Für viele Polizisten, Verkäufer, Sanitäter, Krankenschwestern, aber auch Zugbegleiter und Behördenpersonal gehören Handgreiflichkeiten und Pöbeleien fast schon zum Alltag. Wie sehr Lehrer zu leiden haben, lässt eine Umfrage des Landesverbandes Bildung und Erziehung (VBE) erahnen: Dreiviertel aller Teilnehmer gaben an, bereits Opfer von psychischer oder physischer Gewalt gewesen zu sein, meist verübt von ihren Schülern. Die teilen immer öfter und härter aus, beklagt VBE-Landeschef Michael Blanck. „Es ist alarmierend, was allein schon an unseren Grundschulen passiert.“ Blanck berichtet von schwangeren Lehrerinnen, die in den Bauch getreten wurden, von Kindern, die mit Scheren auf Pädagogen einstachen, ihnen mit Mord drohten oder Fausthiebe austeilten.

Schulleiter schweigen oft wegen Imageschaden

Das Problem ist offenbar weit größer als es die Statistik vermuten lässt. Laut Landesbildungsministerium sind im Schuljahr 2016/2017 lediglich 41 Fälle gemeldet worden, in denen Schüler Lehrer attackiert haben – fast so viele wie in den beiden vorangegangenen Schuljahren zusammen, aber wenig im Vergleich zu den rund 13 000 Lehrkräften im Land. Die Dunkelziffer sei sehr hoch, sagt Blanck. Aus Scham oder Angst vor Autoritätsverlust würden Pädagogen Vorfälle nicht melden. „Viele glauben auch, es würde sich ohnehin nichts ändern. Andere sind schon abgestumpft. Dabei sollte jeder Angriff, auch wenn es nur ein Schimpfwort ist, angezeigt werden.“ Totschweigen sei kontraproduktiv. Allerdings würden viele Schulleiter genau das tun, weil sie einen Imageschaden befürchten.

Antje Bernstein

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