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Rostock Leinen los: Warum die Hanse Sail 2019 die beste aller Zeiten wird
Mecklenburg Rostock Leinen los: Warum die Hanse Sail 2019 die beste aller Zeiten wird
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06:25 08.08.2019
Das schönste Schiff der Sail in diesem Jahr: Die „Amerigo Vespucci“ (Italien) liegt in Warnemünde. Quelle: Dietmar Lilienthal
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Rostock

 Die großen Stars sind schon da: Am Mittwoch sind die „Cuauhtemoc“ und die „Amerigo Vespucci“ in Rostock angekommen. Die Segelschulschiffe der mexikanischen und der italienischen Marine sind absoluten die Hingucker beim größten Traditionsschifftreffen der Welt, der Hanse Sail. Am Donnerstag wird das größte Volksfest des Landes offiziell eröffnet. Eines ist schon jetzt sicher: Es wird eine ganze besondere Sail – und eine Sail der Veränderungen.

Auftakt mit Staatsgästen

Zum Auftakt erwartet die Hansestadt am Donnerstag gleich zwei Staatsoberhäupter an der Warnow: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird die Sail gemeinsam mit dem Präsidenten Portugals, Marcelo Rebelo de Sousa, eröffnen.

Schiffe, Besucher, Bühnenshows – hier finden Sie alle Fotos vom größten Volksfest des Landes in einer Galerie.

Letztmals dabei ist Roland Methling: Nach 14 Jahren als Oberbürgermeister der Hansestadt gibt er Anfang September sein Amt ab. Zum Schluss wird für ihn aber noch ein Traum wahr: „Seit 28 Jahren haben wir daran gearbeitet, die ,Amerigo Vespucci‘ zur Sail zu holen. Das Drei-Mast-Vollschiff ist eines der schönsten der Welt.“ Methling war vor seiner Zeit im Rathaus Sail-Chef.

So viele Schulschiffe wie noch nie

Rostock erwartet an diesem Wochenende alles in allem 170 Schiffe aus 14 Nationen. Weniger als in den Vorjahren. Aber: „Die meisten Schiffe werden im Stadthafen liegen. Wir stoßen dort an unsere Grenzen“, sagt Sail-Chef Holger Bellgardt.

Die großen Publikumsmagnete sind die sechs Segelschulschiffe, die dieses Jahr in Rostock und Warnemünde festmachen. Neben der „Amerigo Vespucci“ kommen die „Urania“ aus den Niederlanden, die „Mir“ und die „Kruzenshtern“ aus Russland sowie die „Cuauhtémoc“ aus Mexiko und die kolumbianische „Gloria“. Die beiden Gäste aus Lateinamerika können im Marinestützpunkt Hohe Düne besichtigt werden.

Sie fallen auf und haben alle eine Geschichte zu erzählen. Die Schiffe, die zur diesjährigen Hanse Sail nach Rostock kommen, sind echte Hingucker. Während die einen aus dem nahen Umfeld stammen, nehmen einige andere weite Wege auf sich, um zum Fest zu gelangen.

 

„Erstmals seit Jahren haben wir auch wieder Großsegler im Stadthafen – und so viele Segelschulschiffe auf der Sail wie noch nie“, sagt Bellgardt. Höhepunkt: Am Sonnabend gegen 22.30 Uhr läuft in Warnemünde die in buntes Licht gehüllte „Mir“ zur Paradefahrt aus. Dazu erklingt Musik des Warnemünder Musikers Ola van Sander. Die Show auf dem Wasser ersetzt das Feuerwerk im Ostseebad, das seit 2018 von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung verboten wurde.

Neue Ideen an Land

Das ist aber nicht die einzige Neuerung in diesem Jahr: Nach Kritik in den vergangenen Jahren arbeiten die Macher um Bellgardt an einem neuen Konzept für das Landprogramm. „Wir wollen familienfreundlicher werden. So wünschen es sich unsere Besucher“, so der Sail-Chef.

Kommentar zum Thema: Hanse Sail 2019 ist ein Aufbruch in die Zukunft

Am Kabutzenhof wird deshalb eine große Erlebnis- und Spielwelt für kleine Besucher entstehen. Auch der Iga-Park wird mehr in das Segelfest einbezogen: Auch dort entsteht eine Bummel-Meile – mit Musikprogramm, Ständen und einem großen Treffen für Modellbauer.

Am Musikprogramm hat die Sail ebenfalls gefeilt: Am Donnerstag bringt der NDR „City“ auf die Hauptbühne am Stadthafen, am Freitag die Newcomer Mads Langer und Christopher. Sonnabend kehrt Kult-DJ Stephan Mangelsdorff mit seinem „Power Tower“ zurück.

Das Segelfest wird „grün“

Eine weitere Neuerung: Erstmals gibt es in diesem Jahr keine Einwegbecher auf dem größten Volksfest des Landes. Stattdessen bringt die Sail Pfandbecher für die mehr als eine Million erwarteten Besucher auf den Markt.

Der Becher wurde vom Künstler Jochen Bertholdt entworfen. „Wir wollen jedes Jahr ein neues Motiv herausbringen, den Becher zum Sammlerstück machen“, sagt Ulf Riedel von der Rostocker Tourismuszentrale. Und: „Wir wollen rund zwei Millionen Plastikbecher an Müll einsparen.“

Sail startet Umfrage

Die Sail 2019 soll nur der Auftakt zu großen Veränderungen sein: Sail-Büro und die Tourismuszentrale haben die Berliner Tourismus-Beratungsagentur DWIF mit einer Analyse des Festes beauftragt. Das ganze Wochenende über sollen die Experten Besucher befragen. „Die Hotels sind seit Tagen ausgebucht, viele Reiseveranstalter packen extra Urlaubspakete zur Sail für ihre Gäste“, so Ulf Riedel.

Aber: Die Sail habe noch viel mehr Potenzial. Mehr als 40 Millionen Euro geben die Besucher schon jetzt pro Jahr aus – auf der Meile, in Hotels, im Handel und in Restaurants. „Ende des Jahres soll die Analyse vorliegen.“ Sail-Chef Bellgardt sagt dazu: „Bevor wir große Veränderungen angehen, wollen wir wissen, wer genau unsere Gäste sind – und was sie sich wünschen.“

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