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Rostock Dieter Nuhr bringt Rostock zum Lachen
Mecklenburg Rostock Dieter Nuhr bringt Rostock zum Lachen
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08:30 24.11.2018
Dieter Nuhr hat am Freitag mehr als 2600 Besucher der Rostocker Stadthalle belustigt. Sein aktuelles Programm heißt „Nuhr hier, nur heute“. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Nuhr hier, nur heute“ ist der Titel seines aktuellen Bühnenprogramms, mit dem Komiker Dieter Nuhr aktuell auf den Bühnen Deutschlands unterwegs ist und nun auch in der Rostocker Stadthalle zu Gast war. Mehr als 2600 Besucher waren gekommen, um sich über Nuhrs Humor zu amüsieren und einen Abend zu erleben, der sich gegen das ritualisierte Gejammer in der Gesellschaft richtet. „Heute sind nur die Normalen hier“, mutmaßt Nuhr gleich zu Beginn. „Die vom Hass zerfressenen habe ich weg gespielt. Die konnten nicht ertragen, dass ich nicht vom Hass zerfressen bin“, sagt er und erntet Beifall. Er könne das Argument der Meckerer nicht mehr hören, sie hätten keine Lust mehr, Kompromisse einzugehen. „Die Welt ist voll von Spacken, Trotteln und Irren. Wir brauchen Kompromisse, um miteinander auszukommen.“

Eloquent und faktensicher hält Nuhr seinem lachenden Publikum den sprichwörtlichen Spiegel vor. „Die Leute beschweren sich über die Politik, dabei kennen sie die Regierung gar nicht. Wer ist Kanzleramtsminister?“ – Schweigen im Saal. Dann vorsichtiges Lachen. „Helge Braun“, löst Nuhr auf. Er beherrscht es, sein Publikum gleichzeitig zum Lachen und zum Denken zu bringen.

Die besten Bilder von Dieter Nuhrs Auftritt in der Stadthalle

Humor gegen den Hass

Dann wechselt er in die moderne elektronische Welt und erklärt deren entscheidendes Problem: „Der klassische Trottel stand früher an der Theke und sprach in sein Glas, weil er keinen Account hatte. Und sein einziger Follower war der Wirt. Heute sind die Idioten alle vernetzt und bestätigen sich im Internet gegenseitig.“

Nuhr hat gerade 30-jähriges Bühnenjubliäum gefeiert. Zeit zurück zu blicken, sinniert er. Seit er auf der Welt sei, habe die sich kontinuierlich verbessert. „Als ich Kind war, stank der Rhein nach Scheiße und nach Chemie. Heute schwimmen Lachse darin.“ Und dennoch würden die Leute so tun, als wäre in den letzten Jahrzehnten nicht alles sauberer geworden. „Die können es nicht ertragen, dass die Welt besser wird. Jetzt suchen sie im Mikrobereich nach Schadstoffen.“ Alle hätten ständig nur noch ein Bedrohungsgefühl. „Katastrophen werden gemeldet, langfristige positive Entwicklungen nicht.“

Optimismus statt Ideologie

Dann geht es zur aktuellen Dieseldebatte. Stickoxide seien nicht tödlich, sagt Nuhr: „Stickoxid ist lebensverkürzend. Aber das sind ganz viele Dinge. Bier zum Beispiel ist viel lebensverkürzender als Stickoxid.“ Irre sei es deshalb, beim Bier an der Bar über die Gefahren von Stickoxiden zu debattieren.

Nuhr zieht all jene durch den Kakao, die die Welt mit primitiven Ideen beglücken wollen: Ideologen, Populisten und sonstige Heilsprediger. Er entzieht ihnen mit Humor die gedankliche Geschäftsgrundlage – und begeistert so sein Publikum, das ein Stückchen optimistischer nach Haus gegangen sein dürfte

Ove Arscholl

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