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Rostock Aus der Traum: HC Empor verzichtet auf eigene Halle
Mecklenburg Rostock Aus der Traum: HC Empor verzichtet auf eigene Halle
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06:12 25.10.2013
So hätte die Handball-Halle auf dem alten Werftareal aussehen sollen.
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Rostock

Spitzenhandball auf dem alten Gelände der Rostocker Neptunwerft – dieser Traum könnte schon wieder ausgeträumt sein. Denn der HC Empor hat die Pläne von einer eigenen Arena für bis zu 2500 Zuschauer offenbar auf Eis gelegt. Grund sind hohe Kosten und damit verbundene Risiken. Stattdessen sollen mehr Partien der 2. Bundesliga – und womöglich der 1. Liga – in der Stadthalle ausgetragen werden. Für diese Saison wurden bereits vier weitere Termine vereinbart, teilt Stadthallen-Geschäftsführerin Petra Burmeister mit. 2014 soll es Gespräche mit Empor geben, bevor die Planung für die neue Saison beginnt.

Die Hallen-Pläne sind seit Juni bekannt. Die Spielstätte war optisch angelehnt an die Allianz-Arena in München und sollte neue Heimstatt sein für den HCE – von der ersten Mannschaft bis zu den Knirpsen. Zwölf bis 14 Millionen Euro hatte der Verein für den Bau veranschlagt. Es sollte zwei Spielflächen nebeneinander, Logen und ein Parkhaus geben. Das Geld wollten die Initiatoren möglichst in der Wirtschaft einsammeln.

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Das ist derzeit unrealistisch, lautet das Urteil Roland Methlings, Vorsitzender des Empor-Aufsichtsrats und Rostocker Oberbürgermeister. So hohe Kosten seien derzeit nicht zu stemmen. Damit folgt er dem Empor-Kurs der kleinen Schritte Richtung 1. Liga: erst den Etat erhöhen, dann angreifen.

Moderater klingt dies bei HCE-Geschäftsführer Jens Gienapp: „Dass wir eine Halle bauen wollen, ist nicht vom Tisch.“ Es gebe auch Überlegungen, sich mit einem „Traningsleistungszentrum“ zu begnügen. Dort könnte die Jugendarbeit zusammengefasst werden. Bisher spielen die jungen Handballer in der ganzen Stadt verstreut.

Frank Pubantz Und Thomas Niebuhr

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