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Rostock A 20 zwischen Rostock-Südstadt und Bad Doberan wird gesperrt
Mecklenburg Rostock A 20 zwischen Rostock-Südstadt und Bad Doberan wird gesperrt
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10:49 25.09.2019
Ab 16. September wird die Fahrbahn zwischen der Anschlussstelle Rostock-Südstadt und Bad Doberan erneuert. Die Anschlussstelle Rostock West in Richtung Lübeck wird während der Bauarbeiten gesperrt sein. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock/Bad Doberan

Ab Montag, dem 16. September, müssen viele Autofahrer auf der Autobahn 20 mal wieder Geduld haben – diesmal zwischen den Anschlussstellen (AS) Rostock-Südstadt und Bad Doberan. Denn dann beginnen die Arbeiten zur Fahrbahnsanierung auf diesem Streckenabschnitt, die das Ministerium für Infrastruktur in MV bereits Mitte August angekündigt hatte.

Umleitung wegen Sperrung einer Anschlussstelle nötig

Geplant ist, die Asphaltdecke auf den 3,2 Kilometern zwischen den genannten Anschlussstellen zu erneuern. Zuerst steht die Sanierung dieses Bereichs der A 20 in Fahrtrichtung Lübeck an, wofür die Fahrbahn in selbige Richtung gesperrt wird. Der Verkehr fließt aber weiter, indem er auf jeweils zwei verengten Spuren auf der Fahrbahn Richtung Rostock an der Baustelle vorbeigeleitet wird. „Wir rechnen nicht damit, dass es zu Behinderungen oder gar langen Staus kommt, da die Autobahn weiterhin vierspurig befahrbar ist“, teilt Renate Gundlach, Sprecherin des Ministeriums für Infrastruktur, mit. Ein offizieller Rat zur Umfahrung erscheine daher nicht erforderlich.

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Eine Umleitung wird es dennoch geben, denn im Zuge der Arbeiten werden auch die Auf- und Abfahrtsrampen der AS Rostock West instand gesetzt. Die Anschlussstelle wird deshalb während der Bauarbeiten in Fahrtrichtung Lübeck gesperrt sein. Die Umleitung, die selbstverständlich ausgeschildert sein wird, erfolgt über die U 25 beziehungsweise U 52 ab der AS Bad Doberan über die Landstraßen 10 und 13.

Die A 20 zwischen Rostock-Südstadt und Bad Doberan wird gesperrt. Quelle: Benjamin Barz

Komplette Sanierung soll im Juni 2020 abgeschlossen werden

Nach drei Monaten, sprich: Ende November, soll die Asphalterneuerung in Richtung Lübeck abgeschlossen sein, wie es aus dem Ministerium für Infrastruktur heißt. Während der Wintermonate, in denen solche Arbeiten nicht möglich seien, werde pausiert. Im kommenden Frühjahr soll dann die entgegengesetzte Fahrbahn vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr in Angriff genommen werden: Von März bis Juni 2020 werde die Fahrbahn in Richtung Stettin äquivalent zum ersten Bauabschnitt gesperrt und der gesamte Verkehr über die Gegenspuren geleitet. Damit einhergehend erfolge die Sanierung und damit verbundene Sperrung der AS Rostock West in Fahrtrichtung Stettin. Die Umleitung sei analog zur Sperrung der Gegenseite.

45 000 Fahrzeuge täglich: Eine der befahrensten Strecken MVs

Erst im Jahr 2000 wurde dieser Abschnitt der A 20 fertiggestellt und in Betrieb genommen. Eine Erneuerung der Fahrbahndecke, die den Bund knapp 4,9 Millionen Euro kosten wird, sei nun dringend nötig. Im vergangenen Jahr stellten Experten während der Untersuchung des Asphalts tiefe Risse in den Asphaltbinder- und Deckschichten fest. Das Ministerium spricht von starken Schäden. „Es ist aber völlig normal, dass Autobahnen mit dieser Beanspruchung alle 12 bis 15 Jahre instand gesetzt werden“, teilt Sprecherin Gundlach mit. Es liege kein Hinweis darauf vor, dass falsches Material verwendet wurde. Täglich fahren hier 40 000 bis 45 000 Fahrzeuge entlang. Damit ist dieser Teil der A 20 einer der höchstbelasteten Straßenabschnitte MVs.

„Nach 19 Jahren ist alles im Rahmen“

Der Aussage, dass solche Strecken mindestens alle 15 Jahre saniert werden müssen, widerspricht Christian Hieff, Sprecher des ADAC Hansa: „Generell sollten Autobahnen definitiv 20 Jahre halten.“ Abhängig sei das natürlich vom verwendeten Asphalt und den Verkehrsmengen, die darauf fahren. Die A 20 werde jedoch verhältnismäßig wenig befahren. Zum Vergleich: Auf der A 7 bei Hamburg-Stellingen sind täglich 120 000 Fahrzeuge unterwegs. Dennoch seien die Arbeiten zwischen den AS Rostock-Südstadt und Bad Doberan völlig gerechtfertigt: „Es wurde Standardasphalt verwendet, kein grobporiger, der schneller kaputtgeht. Nach 19 Jahren in Gebrauch ist dort alles im Rahmen“, berichtet Hieff.

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