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Autofreie City in Rostock? Das sagen OZ-Leser zu der Idee

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15:00 16.12.2019
Traum oder Albtraum? OZ-Leser diskutieren kontrovers über autofreie Innenstädte. Quelle: Hartmut Klonowski
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Rostock

Ihre Ideen für den Umweltschutz gehen vielen OZ-Lesern zu weit. Linke, Grüne und SPD hatten zuletzt Rostocker Bürger dazu aufgerufen, ihre Visionen im sogenannten Ideen-Workshop hin zu einer grünen Zukunft einzubringen. So fordern die Befragten etwa neue Windkraftanlagen im Seehafen und vor Warnemünde sowie autofreie Zonen in der Rostocker Innenstadt. Vor allem der vorgeschlagene marginalisierte Autoverkehr löste eine Debatte aus.

Gefahr für Innenstädte

Antje Wolff vermutet, dass sich darüber „die Geschäfte in der Innenstadt sehr freuen“ werden. „Tote Innenstädte sind auch wirklich erstrebenswert. Und ja, natürlich können auch alle mit dem Rad und der Bahn fahren, aber wer macht das schon? Der Großteil eben nicht.“ Die Menschen würden dann ausweichen, so Wolff. Auch Klaus Rothemann glaubt: „Dann kommen die Klagen, wenn die Kunden aus-, die Geschäfte leer bleiben und dadurch etliche Leute ihren Arbeitsplatz verlieren.“ Und Klaus Thomasetzt hinzu: „Aktionismus ist nicht der Weg aus dem Klimawandel.“ Malte Ahlershält dagegen: „Es gibt mittlerweile genug Studien, die belegen, dass mehr Radverkehr beziehungsweise eine Umgestaltung von Straßen und Parkplätzen zu einer Steigerung des Einzelhandelsumsatzes führt. Von toten Innenstädten kann also keine Rede sein. Wäre Rad fahren ausreichend sicher (gute Infrastruktur, weniger Kfz-Verkehr) beziehungsweise das Netz des öffentlichen Nahverkehrs besser ausgebaut, würden die Menschen umsteigen.“ Auch dafür gebe es unzählige Beispiele überall auf der Welt.

Nicht nur Deutschland muss handeln

Kathi Steit meint, es sei schon interessant, was einige so denken. „Aber ihr wisst schon, wie groß Deutschland ist gegenüber anderen Ländern. Deutschland allein kann nichts ausrichten, wenn andere Länder nicht mitmachen.“ Jens Woltermoniert, er lese immer nur: ‚wir fordern‘. Aber vernünftige Alternativen habe ich kaum irgendwo gelesen. Alleine schon, wenn bedürftige Menschen medizinisch versorgt werden müssen. Schwester ‚Ines‘ kommt dann bestimmt mit dem Fahrrad zu allen.“ Jule Renanergänzt hier die Frage: „Was würde denn dann aus behinderten und kranken Menschen werden, die schlicht auf ihr Auto angewiesen sind? Sonderregelungen?“

Der öffentliche Nahverkehr ist das Problem

Nick Fechtner schreibt: „Sobald du nicht in der Stadt wohnst, ist die Anbindung einfach nur lächerlich. Und da werden mir genug Leute aus den umliegenden Dörfern recht geben aus der Region Rostock.“ Sandra Petersunterbreitet den Vorschlag, dass „nur Anwohner und Lieferanten in die Innenstadt fahren dürfen. Das wäre schon eine Entlastung. Autofrei hingegen wäre nur eine Problemverlagerung.“ Roland Hartig fordert „mehr Radwege, mehr Abstellplätze für Räder, auch an wichtigen Knotenpunkten und Haltestellen, mehr Bäume, Parkbänke, Kunstprojekte.“ Zudem erachtet er Tiefgaragen für Anwohner zur Miete als sinnstiftend, ebenso den Ausbau des Nahverkehrs, der nach seiner Ansicht überdies günstiger angeboten werden solle.

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Von Juliane Lange

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