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Rostock Akute Brandgefahr: Badegast findet Phosphor – Strand von Graal-Müritz geräumt
Mecklenburg Rostock Akute Brandgefahr: Badegast findet Phosphor – Strand von Graal-Müritz geräumt
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14:57 05.08.2019
Phosphor-Alarm am Strand in Graal-Müritz: Badegast findet sogenannten falschen Bernstein und nimmt ihn auf - Phosphor verbrennt anschließend - Feuerwehr im Einsatz, um Strandabschnitt zu evakuieren Quelle: Stefan Tretropp
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Graal-Müritz

Ein Badegast hat am Strand von Graal-Müritz am Samstagvormittag so genannten "falschen Bernstein" – also Phosphor – gefunden. Kurz darauf rückten Feuerwehr und Polizei an und sperrten den Strand in diesem Bereich ab.

Zu dem Fund kam es laut Aussagen der Polizei gegen 10.15 Uhr am Ostseestrand auf Höhe des Rhododendronparks. Wie es hieß, kam der Besucher mit dem Phosphor in Kontakt, welches daraufhin zu qualmen und später zu brennen begann.

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Am Samstagvormittag musste die Feuerwehr einen Strandabschnitt in Graal-Müritz sperren. Denn kurz zuvor fand ein Badegast Phosphor am Strand – den „falschen Bernstein“. Das Phosphor entzündete sich von selbst.

Phosphor verbrennt unter Aufsicht

Die verständigte Freiwillige Feuerwehr Graal-Müritz veranlasste zunächst die Sperrung mehrerer Strandaufgänge rund um den Fundort. Wenig später traf auch die Polizei ein, um den Fund zu untersuchen. Weiterer Phosphor wurde nach ersten Erkenntnissen aber nicht gefunden.

Der so genannte "falsche Bernstein" – ein kleinerer Brocken – verbrannte unter Aufsicht der Feuerwehr vollständig. Gegen Mittag konnte die Sperrung wieder aufgehoben werden.

Große Vorsicht geboten!

Wie gefährlich Phosphor ist, zeigte sich Anfang 2014 an der Ostsee im Kreis Plön, wo ein Strandspaziergänger versehentlich anstatt Bernstein Phosphor aufsammelte und in die Hosentasche steckte. Die Kleidung des Mannes begann daraufhin zu brennen. Er erlitt schwerste Brandverletzungen.

Weißer Phosphor ist selbstentzündend, hochgiftig, im Meer unbegrenzt beständig und kann deshalb nicht mit Wasser gelöscht werden. Es kann leicht mit Bernstein verwechselt werden, deshalb der Name "falscher Bernstein".

Der „falsche Bernstein“

Weißer Phosphor gehört zu den chemischen Elementen und wurde im Zweiten Weltkrieg als Bestandteil von Brandbomben eingesetzt. Immer wieder werden einzelne Stücke vom Meeresgrund an die Strände gespült. Das Gefährliche: Die Phosphor-Teilchen ähneln Bernsteinen und können leicht mit ihnen verwechselt werden. Bei Zimmertemperatur und in Verbindung mit Sauerstoff entzündet sich der Stoff von selbst. Bei der Verbrennung können Temperaturen von bis zu 1300 Grad Celsius entstehen. Der sogenannte „falsche Bernstein“ ist hoch giftig und jeglicher Hautkontakt sollte vermieden werden.

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RND/Stefan Tretropp

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