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Rostock Bauarbeiten in den Ferien: Hochbetrieb an den Schulen
Mecklenburg Rostock Bauarbeiten in den Ferien: Hochbetrieb an den Schulen
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00:01 11.07.2018
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Rostock/Kröpelin

Die Schüler in der Hansestadt und im Landkreis Rostock genießen gerade ihre sechswöchige Pause vom Alltag. Das heißt aber noch lange nicht, dass es auf den Schulhöfen und in den Schulgebäuden derzeit ruhig ist. Im Gegenteil. In vielen Schulen in Rostock und Umgebung wird gerade gehämmert, gesägt, gebohrt und gemalert, damit rechtzeitig zum Schulbeginn alles wieder auf dem neuesten Stand ist.

Neuer Hof, besserer Brandschutz, Dachsanierung: Im ganzen Landkreis werden Bildungseinrichtungen auf den neuesten Stand gebracht

Viel Betrieb herrscht zum Beispiel gerade auf dem Gelände der Grundschule „Am Mühlenberg“ in Kröpelin. Hier soll der Schulhof neu gestaltet werden. Die Bauarbeiten haben bereits in den letzten Schulwochen begonnen. Die Fläche vor dem Haupteingang der Schule war betoniert, mehrere Stufen durchzogen den Platz, ein Teil musste vor mehr als zwei Jahren aus Sicherheitsgründen schon abgesperrt werden. Bis Ferienende ist der Pausenhof jetzt Baustelle, soll eine Spiel- und Bewegungsfläche entstehen. Die Treppenanlage ist bereits fast fertig. Da das Gelände abfällt werden als nöchstes Stützelemente eingebaut. Mit 210 911 Euro wird das Projekt von Land und Europäischem Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums gefördert.

In Neubukow rücken in den Ferien ebenfalls die Bauarbeiter an. In der Regionalen Schule „Heinrich Schliemann“ werden Toiletten saniert. Im Haushalt sind dafür 45 000 Euro eingestellt.

Auch der Landkreis gibt für die Ferienarbeiten an den Schulen in seiner Trägerschaft viel Geld aus. Insgesamt an sechs Einrichtungen finden kleinere und größere Bauarbeiten statt. Unter ihnen ist auch das Gymnasium Sanitz, dessen Dach saniert werden muss, da einige Stellen undicht sind. Diese sollen nun gefunden und beseitigt werden, teilt Stephan Meyer, Dezernent für Inneres und Ordnung und zuständig für den Schulbau, mit. Außerdem wird das IT-Datennetz der Schule erweitert. Beide Maßnahmen zusammen kosten nach der ersten Kostenschätzung des Landkreises rund 47 800 Euro.

Am John-Brinckman-Gymnasium in Güstrow stehen noch umfassendere Arbeiten an: Dort sollen die Brandschutzmaßnahmen verbessert werden. Laut Meyer wurde die Maßnahme nach einer Brandverhütungsschau festgelegt, wobei zugleich auch die Richtlinien des Denkmalschutzes beachtet werden müssen. Konkret müssen Ertüchtigungen an den historischen Türen des Schulgebäudes vorgenommen werden, damit die Rettungswege sichergestellt werden. Unterhalb von Geschossdecken werden zudem sogenannte Rauchschürzen installiert. Das werde auch dem Denkmalschutz im historischen Treppenraum gerecht, betont der Dezernent. Darüber hinaus werden die Fenster in den Fluren mit einer mechatronischen Steuerung ausgestattet. Auf diese Weise können sie als Rauchabzug genutzt werden, während gleichzeitig die Fensteransicht behalten werden kann.

Die Maßgabe des Denkmalschutzes machte die Planung der Arbeiten im Vorfeld schwierig. Es sei schwierig gewesen, ein geeignetes Büro zu finden. Der Planungsauftrag habe erst Ende vergangenen Jahres erteilt werden können, weswegen der Maßnahmebeginn auf die Sommerferien fiel, berichtet Stephan Meyer. Das nimmt der Landkreis jedoch in Kauf: „Wir wollen unsere Schulstandorte in gutem und zeitgemäßem Zustand halten. Bei der Sicherheit sind wir insbesondere verpflichtet“, betont Meyer.

Auch in Rostock sind die Schulen in der Ferienzeit mit Bauarbeitern bevölkert. Ein besonderes Großprojekt ist die Sanierung der Küstenschule in Toitenwinkel, für die der Eigenbetrieb „Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock“ (KOE) verantwortlich ist. Die Arbeiten umfassen unter anderem die Sanierung der Fassade und des Daches unter energiespezifischen Gesichtspunkten, das Herstellen von Barrierefreiheit, die Sanierung der sanitären Anlagen und den Einbau von Akustikdecken. Die Maßnahme kostet rund 5 Millionen Euro, 4,2 Millionen davon sind Fördermittel aus dem Kommunalinvestitionsfonds.

Gestern schaute sich der Bundestagsabgeordnete Dietmar Bartsch (Linke) auf der Baustelle um. Hintergrund für den Besuch war die Zusage der Landesregierung, Fördertöpfe für Schulsanierungen zu öffnen.

Schulleiterin Silvia Schrötter zeigte dem Politiker die Räumlichkeiten und besprach mit ihm die Besonderheiten des Förderzentrums.

Die Arbeiten an der Küstenschule begannen bereits im Frühjahr, große Einschränkungen hätten Lehrer und Schüler während der Unterrichtszeiten aber nicht hinnehmen müssen, berichtet die Schulleiterin.

„Ich hatte da eine ganz andere Erwartungshaltung“, gab Silvia Schrötter zu. „Aber unsere Bedürfnisse wurden in der ganzen Zeit immer berücksichtigt.“ Die Arbeiten sollen voraussichtlich Ende 2019 beendet sein.

Mittelfristig plant der KOE, um die 90 Millionen Euro in die Schulen zu investieren, verrät Friedhelm Meyer, der in dem Unternehmen für die Berechnung der Fördermittel zuständig ist. In dieser Summe seien die Sportanlagen noch nicht inbegriffen.

Ferien-Baumaßnahmen unter der Trägerschaft des Landkreises Rostock

An insgesamt sechs Einrichtungen, die unter der Trägerschaft des Landkreises Rostock stehen, werden in den kommenden Wochen von Malerarbeiten bis zu größeren Baumaßnahmen diverse Arbeiten durchgeführt.

Ein Überblick:

Gymnasium Güstrow, Haus 1: Brandschutzmaßnahmen, Kosten: rund 121 514 Euro; Umstellung Heizung auf Fernwärme, Kosten: rund 75 000 Euro

Gymnasium Güstrow, Haus 2: Erweiterung IT-Datennetz, Kosten: rund 20 000 Euro

Gymnasium Sanitz: Erweiterung IT-Datennetz, Kosten: rund 27800 Euro; Sanierung des Dachs, Kosten:

rund 20 000 Euro

Volkshochschule Güstrow: Trockenbau- und Malerarbeiten, Kosten: rund 15 000 Euro

Friderico-Francisceum - Gymnasium Bad Doberan: Sanierung der Backsteinfassade, Kosten: rund 100 000 Euro

Landesförderzentrum mit dem Schwerpunkt „Hören“ Mecklenburg-Vorpommern: Renovierung am Internat, Kosten: rund

11 500 Euro;

Renovierung des Schulklubs, Kosten: rund

6500 Euro;

Instandsetzung des Haupteingangsbereichs, Kosten:

rund 105 000 Euro

Regionales Berufliches Bildungszentrum des Landkreises Rostock, Haus 3: Sockelsanierung, Kosten:

rund 20 000 Euro

Regionales Berufliches Bildungszentrum des Landkreises Rostock, Haus 6: Renovierung der Schule und der Eingangshalle, Kosten: rund 10 000 Euro

Anja Levien und Christina Milbrandt

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