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Rostock Baustelle B 105: Geduldsprobe für Fahrer und Firmen beginnt
Mecklenburg Rostock Baustelle B 105: Geduldsprobe für Fahrer und Firmen beginnt
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00:00 06.10.2017
Das Beste draus machen: Ginette Perschall, Betreiberin des Stoffgeschäfts „Ginilotte“ in Mönchhagen lockt mit Baustellenrabatten. Quelle: Foto: Doris Deutsch
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Mönchhagen

Die Umleitungsschilder stehen. Heute rückt die Technik an und beginnt, den Straßenbelag der B 105 abzufräsen. Die Fahrbahndecke zwischen Bentwisch und Rövershagen wird erneuert. Die Bauarbeiten erfolgen in Teilabschnitten – jeweils unter Vollsperrung. Autofahrer zwischen Ribnitz-Damgarten und Rostock müssen in den nächsten Wochen viel Geduld aufbringen und weite Umwege über die L 22 fahren. Am 7. November soll die B 105 nach Auskunft des zuständigen Straßenbauamtes Stralsund wieder befahrbar sein.

„Die Maßnahme ist nötig, weil die Fahrbahn in weiten Teilen Risse hat, über die Wasser in den Straßenaufbau gelangen kann“, erläutert Ralf Sendrowski, Leiter des Straßenbauamtes. Außerdem gebe es Ansätze von Spurrinnen. „Die Abdichtung des gesamten Streckenabschnitts mit einer neuen Verschleißschicht verhindert Winterschäden in tieferen Straßenschichten“, sagt Sendrowski.

Nach der gestrigen Baustelleneinrichtung (Bauabschnitt 1) wird ab heute zunächst der Belag zwischen Esso-Tankstelle und Knoten Mönchhagen abgetragen. Am Wochenende ist die gefräste Fläche, soweit möglich, befahrbar. Am 9. und 10. Oktober wird der Asphalt eingebracht. Bis zum Ende nächster Woche erfolgen die Restarbeiten – Markierungen und Bankette.

Weiter geht es ab 16. Oktober mit den nächsten Bauabschnitten. Beginnend mit der Fahrbahn zwischen Häschendorf und der Kreuzung in Mönchhagen werden dann auch die Abschnitte bis zur Kreuzung Bentwisch und über den Knoten Purkshof (Karls) bis zur Kreuzung Rövershagen erneuert. Der Umbau des Verkehrsknotens am Erdbeerdorf wird in dieser Zeit ausgespart und nach Ende der Straßenerneuerung realisiert. Die Kosten der Baumaßnahme von 786000 Euro trägt der Bund.

Anlieger an der B 105 werden durch die ausführende Baufirma Strabag zusätzlich informiert. Mit Einschränkungen soll der Anliegerverkehr möglich sein. Karls Erlebnisdorf soll in jeder Bauphase entsprechend der ausgeschilderten Umleitung erreichbar sein. Für Pendler und Gewerbetreibende wird die viereinhalbwöchige Bauphase dennoch zur Zerreißprobe.

„Wir müssen uns darauf einstellen und das Beste draus machen“, sagt Ginette Perschall, Betreiberin des Stoffgeschäfts „Ginilotte – flotte Stoffe & mehr“ in Mönchhagen. Der Laden öffne weiter und lockt die Kunden unter anderem mit 17 Prozent „Baustellenrabatt“ auf alle Stoffe. Sie habe Verständnis für die Baumaßnahme. „Und wenn wir die Zeit überstanden haben, ist ja auch zwölf bis 15 Jahre Ruhe“, erklärt die junge Unternehmerin, für die die letzten drei Monate im Jahr auch die umsatzstärksten sind. 30 bis 60 Hobbyschneiderinnen kommen täglich in ihr Geschäft an der stark befahrenen Bundesstraße. Und in der dunklen Jahreszeit sind es oft mehr.

Kritisch sieht Perschall die Information über die Straßensanierung. Erst zwei Wochen vor Beginn hätten Straßenbauamt, Bürgermeister und Ministeriumsvertreter den betroffenen Gewerbetreibenden die Situation erläutert. Tankstellen, Bäcker, Elektroladen – alle befürchten Einbußen. Auch „Ginilotte“ stand vor der Frage, Mitarbeiter zu entlassen. Doch Perschall schwört auf ihr siebenköpfiges Team, die Zeit werde mit dem Abbummeln von Überstunden und Urlaub überbrückt. „Wir müssen einfach kreativ sein“, bleibt sie optimistisch.

Im Rostocker Umland ist diese Baustelle inzwischen die dritte für Autofahrer, die von Osten in Richtung Rostock kommen und umgekehrt. Seit Wochen schon wird an der B 110 zwischen Rostock und Broderstorf gebaut. Außerdem wird die Autobahn 20 zwischen Kreuz A 19/A 20 und der Abfahrt Rostock-Südstadt zur L 132 saniert.

Doris Deutsch

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