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Rostock Begutachtung von Familienschätzen: Diese Kuriositäten waren schon dabei
Mecklenburg Rostock Begutachtung von Familienschätzen: Diese Kuriositäten waren schon dabei
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17:00 09.10.2019
Veronika Nitzsche brachte in diesem Jahr ein Bild mit in das Kulturhistorische Museum. Quelle: Frank Hormann/nordlicht
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Rostock

Die Begutachtung der Familienschätze findet bereits seit etwa fünfzehn Jahren im Kulturhistorischen Museum statt. Dabei ist den Wissenschaftlern schon die ein oder andere Besonderheit vor die Nase gekommen. „Bei den Erbstücken handelt es sich zumeist um besondere Dinge. Immerhin haben diese oft mehrere Generationen in den Familien überlebt“, sagt Mitarbeiterin Annelen Karge. Da sie für Alltagsgegenstände als auch Kunsthandwerk zuständig ist, steht die Chance auf kuriose Gegenstände bei ihr aber besonders gut.

„Mich beschäftigt noch immer eine Taschenuhr, die eine Familie vor zwei, drei Jahren mitbrachte“, berichtet Karge und zeigt auf ein Foto . Auf den ersten Blick scheint diese gewöhnlich – doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass sich auf dem Ziffernblatt noch eine Skala befindet, die von 300 bis 50 reicht und über einen blinden Bereich verfügt. „Ich rätsel bis heute, was es damit auf sich hat.“ Vor allem, weil es sich bei der Uhr nach Karges Einschätzung um keine Einzelanfertigung, sondern um ein Serienprodukt handele.

Schmuck aus echtem Haar

Genauso in Erinnerung geblieben sind ihr mehrere Schmuckstücke aus echtem Haar, den eine Frau ihr einst mit in die Sprechstunde brachte. „Das mag befremdlich klingen, aber zu Beginn des 19. Jahrhunderts war das gefragt“, so Karge. Besonders sei an diesem Familienschatz gewesen, dass es nicht nur ein Einzelstück gewesen ist, sondern ein ganzes Set. Heute befindet sich der Schmuck in der Sammlung des Kunsthistorischen Museums.

„Das ist keinesfalls die Regel. Wir möchten niemandem etwas abschwatzen“, erzählt Karge weiter. Stattdessen gebe sie eher Tipps, wie die Familien zu Hause mit ihren Schätzen weiter umgehen sollten. Doch als die Frau merkte, wie groß die Wertschätzung der Wissenschaftlerin für ihr Erbstück ist, hat sie sich dazu entschlossen, den Schmuck unter Tränen in die Hände des Museums zu geben. „Ich bin sehr dankbar, dass die Frau sich trotz der hohen emotionalen Bindung dazu entschlossen hat. Ich nutze den Schmuck immer wieder gern, um die Kulturpraxis des Jahrhunderts wiederzugeben.“

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Über die Autorin

Von Pauline Rabe

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