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Rostock Lesung und Show in Rostock: Sebastian Fitzek zieht 2500 Krimifans in den Bann
Mecklenburg Rostock Lesung und Show in Rostock: Sebastian Fitzek zieht 2500 Krimifans in den Bann
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10:25 23.11.2019
Sebastian Fitzek stellt seinen neuen Roman vor. „Das Geschenk" ist im Oktober erschienen. Musikalisch untermalt wird die Lesung von einem klassischen Ensemble Quelle: Katharina Ahlers
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Rostock

„Die grüne Limousine war sehr dicht an ihn herangefahren. Milans Blick war sogleich ins Innere des Fahrzeuges gefallen. Und das, was er darin sah, sollte sein Leben für immer verändern.“ Gebannt lauschen die 2500 Zuschauer im Publikum den Worten von Sebastian Fitzek. Der Bestseller-Autor hat am Freitagabend in der ausverkauften Rostocker Stadthalle aus seinem neuen Psychothriller „Das Geschenk“ gelesen.

Dramatische Musik von Geige, Bratsche, Cello, Piano und Schlagzeug unterstützt die gespannte Atmosphäre im Saal. Die Zuschauer erleben keine gewöhnliche Lesung. „Ich habe nie verstanden, warum es Soundtracks zu Filmen gibt, aber nicht zu Büchern“, erklärt Fitzek die Idee seiner Soundtrack-Leseshow, mit der er unter anderem auch in der Hansestadt halt macht. „Wer liest, hat automatisch Bilder im Kopf und diese möchte ich mit Musik unterstützen.“

Bildergalerie: Eindrücke vom Abend

Eine Lesung mit musikalischer Begleitung und visuellen Effekten: Das haben die Zuschauer in der Rostocker Stadthalle am Freitag erlebt

Aufwendige Lichtshow

Neben den akustischen Elementen hat Fitzek auch visuell aufgefahren. Auf der Videowand im Hintergrund werden nicht nur Einspieler gezeigt, sondern auch die jeweils zur Textpassage passende Kulisse dargestellt: ein verlassenes Haus, eine Bibliothek, ein American Diner. Eine Licht- und Lasershow vervollständigt das Bühnenbild.

Die Effekte kommen bei den Zuschauern gut an. „Wir sind vor allem wegen der Mischung aus Lesung, Musik und Film da“, sagt Henry Baumann aus Berlin. „Wir konnten uns darunter gar nichts vorstellen und wollten uns überraschen lassen.“ Ähnlich geht es Hannelore Abromeit aus Rostock. „Eine solche Lesung habe ich noch nie erlebt. Ich habe viele Bücher von Fitzek gelesen und finde sie sehr spannend."

Fitzek verrät seine Inspiration

Zwischen den Textpassagen erklärt der 48-Jährige seinem Publikum, wie wichtig die Recherche seiner Themen ist und woher er seine Ideen nimmt. „Das ist alles aus dem Alltag heraus inspiriert. Ich bin sicher, dass alle hin und wieder auf eine solche Idee kommen könnten“, meint der Journalist. „Menschen haben einen Verdrängungsmechanismus. Ich befinde mich aber in Situationen, da denke ich einmal mehr um die Ecke.“ Der Berliner Straßenverkehr biete eine gute Quelle. „Da hat man es mit vielen verhaltensauffälligen Menschen zu tun“, sagt er lachend und erntet Applaus.

Krimifans haben alle Bücher gelesen

Auch von Nicole Helms. „Sebastian Fitzek ist sehr sympathisch“, sagt sie. Die Frau ist aus Torgelow angereist. „Ich bin großer Krimifan und habe fast alle Bücher von ihm gelesen“, erklärt sie. Dazu gehören unter anderem „Flugangst 7a“, „Das Paket“ oder „Amokspiel“. „Am besten finde ich ,Seelenbrecher', der ist superspannend“, sagt Helms.

Die Auszüge aus seinem Roman werden in der Show durch Anekdoten des Berliners aufgelockert. So erzählt er, er habe einmal eine Kreuzfahrt gebucht und sei daraufhin von dem Kreuzfahrt-Unternehmen kontaktiert worden. „Ich wurde gefragt, ob ich nicht aus meinem Kreuzfahrt-Krimi vorlesen kann, das würde so gut passen“, erzählt der Berliner. Lachen im Publikum. Das Buch „Passagier 23“ handelt von Menschen, die spurlos auf Kreuzfahrten verschwinden. „Ich habe sie gefragt, ob die mein Buch gelesen haben“, sagt Fitzek. „Zwei Wochen später wurde ich zögerlich gebeten, doch etwas anderes zu lesen.“

Großer Andrang bei Autogrammstunde

Nach zwei Stunden Textpassagen, Musik und Comedy verlässt der Gewinner des Preises für Europäische Krimiliteratur die Bühne. Damit ist der Abend allerdings noch lange nicht vorbei: Auch Stunden später signiert Fitzek noch seine Werke, die hunderte seiner Fans mitgebracht haben, und posiert für Selfies.

Von Katharina Ahlers

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