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Rostock Betreutes Wohnen in der „Eiche“ geplant
Mecklenburg Rostock Betreutes Wohnen in der „Eiche“ geplant
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16:52 27.06.2019
Die Traditionsgaststätte "Zur Eiche" in Kessin ist geschlossen. Hier sollen betreute Wohnungen entstehen. Quelle: Doris Deutsch
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Kessin

Der Landgasthof „Zur Eiche“ in Kessin ist geschlossen. „Das ist schade“, sagt Uwe Berg, Vorsitzender des Ortsbeirates. Schließlich wurde in dieser Traditionsgaststätte schon um 1870 Bier ausgeschenkt. Mit Unterbrechungen bis Ende April 2019. „Doch es hat sich für den Betreiber wohl nicht rentiert“, bemerkt Berg.

Nun haben sich die Türen der einst beliebten Ausflugsgaststätte für immer geschlossen. Der Eigentümer des Gebäudes und der Flächen rundum hat andere Pläne. „Und die gefallen uns ausgesprochen gut“, betont Berg. Auf einer Ortsbeiratssitzung Anfang Mai habe Bauunternehmer Hilger Patzner, Chef der Rostocker Hanseat GmbH Bau und Sanierung, das Vorhaben vorgestellt.

40 barrierefreie Wohnungen sollen entstehen

Etwa 40 barrierefreie Wohneinheiten sollen auf dem Gelände entstehen. „Wir würden hier gern betreutes Wohnen ansiedeln“, kündigt Patzner an. Das ursprüngliche Gebäude der „Eiche“ soll erhalten bleiben. Die 19 Pensionszimmer im Haus würden entsprechend umgebaut. Angrenzend werde ein Neubau mit Wohneinheiten der Häuserstruktur angepasst.

Patzner, der das Grundstück mit Wirtshaus 1996 aus der Konkursmasse der früheren Konsumgenossenschaft erworben hat, will das Projekt zusammen mit der Gemeinde, der Dorfgemeinschaft umsetzen. „Der Frisör bleibt im Komplex“, betont der Investor, „zieht nur in andere Räume.“ Außerdem sollen ein Café oder eine Bäckerei in der „Eiche“ eingerichtet werden. „Öffentlich, für alle zugänglich“, sagt Patzner. Eine Tiefgarage ist vorgesehen.

Ortsbeirat unterstützt Projekt: Wohnen und Café

„Und ein kleiner Tante-Emma-Laden wäre schön, den wünschen sich die Kessiner“, sagt Ortsbeiratschef Berg. Wenn Kessin auch seine historische Gaststätte verloren hat, „die neue Variante ist verlockend“, findet Berg. „Wir schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe.“ Die Kombination von Wohnraum für ältere, hilfsbedürftige Menschen und ein Treffpunkt für alle Einwohner im Café das sei wichtig.

Da stimmt Axel Wiechmann, Bürgermeister der Gemeinde Dummerstorf, zu der Kessin seit 2009 gehört, sofort zu: „Wir brauchen Wohnmöglichkeiten für unsere alten Einwohner, die ihre Häuser selbst nicht mehr bewirtschaften können, aber im Umfeld bleiben wollen. Und dazu Begegnungsstätten für alle.“ So ein Konzept sei stimmig, der Bedarf auf jeden Fall da, erklärt Wiechmann. Der Investor hat eine Bauvoranfrage gestellt. „Ich hoffe auf eine Baugenehmigung zum Jahresende“, sagt Patzner. 2020 solle dann mit dem Bau begonnen werden. Ende 2021 könnten die betreuten Wohnungen bezogen werden. „Das ist das Ziel.“

Großer Bedarf an barrierefreiem Wohnraum

Patzner hat noch weitere Visionen, denn zum Gelände gehören auch die alte ehemalige Schule neben der Eiche und viel Grundstück, auf dem nach Vorstellungen des Investors ein kleiner Park für Kessin entstehen könnte.

Die Nachfrage nach Wohnraum für ältere Menschen in der Gemeinde ist groß. Nicht mal 20 der 348 Wohnungen im Bestand der Dummerstorfer Wohnungsgesellschaft sind barrierefrei, wie der Geschäftsführer Jörg Kretschmer erklärt. Deshalb sei es Zeit für weitere Angebote. Im Dorfzentrum baut die Wohngunsgesellschaft gerade Generationenhäuser mit 41 barrierefreien Wohnungen, die im September 2020 fertiggestellt sein sollen. Für einige gibt es bereits verbindliche Anmeldungen. „Und eine große Interessentenliste, die die Anzahl der zu vergebenden Wohnungen deutlich übersteigt“, sagt Kretschmer.

Gemeinde prüft Baumöglichkeiten in Kavelstorf

Auch in Kavelstorf plant die Gemeinde Wohnangebote für ältere Einwohner. Auf dem Gelände der Grundschule, die demnächst umzieht, wie auch auf einer anderen Liegenschaft der Gemeinde im Dorf könnten Wohnprojekte umgesetzt werden. „Wir prüfen das gerade und sind in Vorplanungen“, sagt Bürgermeister Wiechmann. Zudem sei die Gemeinde dankbar, „wenn Investoren eigene Projekte auf den Weg bringen“, wie Wiechmann betont.

Doris Deutsch

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