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Rostock Linke und Wetter verhindern rechte Demo
Mecklenburg Rostock Linke und Wetter verhindern rechte Demo
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18:44 07.01.2017
Die Gegendemonstranten waren in deutlicher Überzahl. 150 kamen spontan zum Rostocker Hauptbahnhof.
Die Gegendemonstranten waren in deutlicher Überzahl. 150 kamen spontan zum Rostocker Hauptbahnhof. Quelle: Philip Schülermann
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Rostock

Am Samstag marschierten am Rostocker Hauptbahnhof etwa 25 Demonstranten der rechten Szene auf. Sie wollten gegen Einwanderung demonstrieren und durch die Stadt ziehen - vom Bahnhof, über Vögenteich zum Kröpeliner Tor. Die Polizei sicherte die Veranstaltung mit großem Aufgebot ab. 

Für den Samstag hatten Mitglieder der rechten Szene eine Demonstration angemeldet. Etwa 20 Männer und Frauen versammelten sich am Hauptbahnhof. „Rostock nazifrei“ rief zur Gegendemo auf.

Die Gegendemonstranten waren in deutlicher Überzahl. „Wir rechnen mit 100 bis 150 Leuten“, hieß es aus Kreisen der Gegendemonstranten vor dem Aufmarsch. Der Verein hatte im Internet zur Gegendemo aufgerufen. Etwa so viele wie vorab geschätzt kamen und postierten sich in der Gerhart-Hauptmann-Straße, in Sichtweite der Rechten. „Wir können doch nicht irgendwelche Rassisten durch Rostock laufen lassen“, sagte ein Teilnehmer kurz vor der geplanten Kundgebung.

Um 14 Uhr sollte sich der Demonstrationszug in Bewegung setzen, „Bunt statt braun“ wollte ihm folgen. Auflage der Polizei: 100 Meter Abstand zur gegnerischen Gruppe. Dazu kam es allerdings nicht. Die Rechten blieben auf dem Bahnhofsvorplatz. Der Grund laut Rostocker Polizei: Wegen der Witterungsbedingungen hatte der Versammlungsleiter der Rechten entschieden, eine Standkundgebung einem Marsch durch die Stadt vorzuziehen. „Sie haben den Konrad-Adenauer-Platz nicht verlassen“, so Torsten Sprotte vom Polizeipräsidium Rostock.

Zu Ausschreitungen ist es nicht gekommen. „Aus unserer Sicht sind beide Veranstaltungen störungsfrei verlaufen“, sagt Sprotte.

Philip Schülermann

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