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Rostock Seawolves gewinnen nach zweifacher Verlängerung
Mecklenburg Rostock Seawolves gewinnen nach zweifacher Verlängerung
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07:25 02.02.2015
Rostock Seawolves gewinnen gegen Baskets Braunschweig: Sven Hellmann (Rostock)
Rostock Seawolves gewinnen gegen Baskets Braunschweig: Sven Hellmann (Rostock) Quelle: Sebastian Heger
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Rostock

Nach drei Niederlagen in Folge haben die Rostock Seawolves, der Tabellenführer der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord, am Samstag vor 900 Zuschauern in der ausverkauften Ospa-Arena gegen die Druff Baskets Braunschweig mit 93:86 nach zweifacher Verlängerung gewonnen.

Der Rostocker Coach Sebastian Wild sagte nach dem Spiel: „Wir haben in den letzten drei Spielen nicht überzeugend gespielt, aber eine positive Entwicklung gezeigt. Wir hatten gegen ein wirklich starkes Team gute Phasen und Phasen, in denen wir etwas eingebrochen sind. Es war sehr schwer gegen ein so diszipliniertes Team wie Braunschweig. Man muss vor der Energieleistung des Teams den Hut ziehen.“

Anzuluni eröffnete den Abend mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf nach 49 Sekunden. Nach 5:0 (2. Min) und 12:5 (4. Min) für die Hausherren kamen die Gäste aus Niedersachsen besser ins Spiel und dank Dominique Johnson bis auf zwei Punkte (14:12, 7. Min) heran. Die Rostocker kontrollierten die Rebounds, suchten den Abschluss in Korbnähe und von außen. Nach dem 1. Viertel, in dem Anzuluni allein neun Punkte verbuchte, führten die Hausherren mit 21:17.

Im zweiten Durchgang geriet der Offensivmotor der Seawolves ins Stocken; fast fünf Minuten blieben die Wölfe ohne Korberfolg. Diese Schwächephase nutzten die Braunschweiger und setzten sich durch einen 15:0-Zwischenspurt auf 14 Punkte ab (25:39, 18. Min).

Sven Hellmann beendete die Durststrecke schließlich an der Freiwurflinie und startete dadurch einen 9:0-Lauf der Wölfe, die den Rückstand bis zur Pause auf fünf Zähler (34:39) einschmelzen konnten.

Nach der Pause blieben die Gastgeber gierig und verteidigten ihr Revier. Punkt um Punkt kämpften sie sich zurück ins Spiel und gingen in der 28. Minute durch einen Treffer von Hakanowitz erneut in Führung (48:47). Danach entwickelte sich eine Partie voller Spannung, in der die Seawolves lange Zeit eine knappe Führung behaupteten.

Nachdem die Braunschweiger mit vier Punkten Vorsprung (48:52) ins Schlussviertel starteten, lief Ivo Slavchev heiß und erzielte acht Zähler. Die Baskets hielten dagegen und glichen zwischenzeitlich zum 60:60 aus.

Innerhalb von 90 Sekunden netzte Jarrell Crayton dann sieben Zähler ein, darunter zwei sehenswerte Korbleger und ein Dreier. Dadurch entrissen die Wölfe den Gästen die Spielkontrolle, ehe Johnson zwölf Sekunden vor Schluss per Dreier zum 68:68 ausglich. Der letzte Wurf von Markert verfehlte sein Ziel. Somit gingen die Seawolves zum zweiten Mal in dieser Saison in die Verlängerung.

In der ersten Extraschicht legte Braunschweig zunächst vor (70:75, 42. Min). Nach einem spektakulären Block von Hakanowitz, vier verwandelten Freiwürfen von Anzuluni und einem Durchstecker von Daniel Lopez auf Hakanowitz lagen knapp eine Minute später wieder die Wölfe in Front (76:75, 43. Min).

Nun war das Spiel an Spannung kaum zu überbieten: In den letzten zwei Minuten der ersten Verlängerung wechselte die Führung dreimal. Hakanowitz traf 30 Sekunden vor dem Ende der Zusatzeinheit einen Korbleger zum 80:80. Anschließend konnten weder Lukas Meisner seitens Braunschweig noch Anzuluni für die Rostocker eine Entscheidung herbeiführen, sodass eine weitere Verlängerung den Sieger ermitteln musste.

Aufgrund der Foulbelastung der Braunschweiger war deren Rotation stark eingeschränkt – vier Spieler mussten vorzeitig die Begegnung mit fünf Fouls beenden. Hellmann und Crayton, der seinen zweiten Dreier an diesem Abend versenkte (89:84, 48. Min), brachen letztlich den Widerstand der Niedersachsen. Anzuluni stellte 17 Sekunden vor dem Ende den 93:86-Endstand her.

Yannick Anzuluni sammelte 27 Punkte, Kapitän Jens Hakanowitz, der seinen 35. Geburtstag feierte, holte 17 Rebounds. Bei den Gästen war Dominique Johnson mit 29 Punkten und 15 Rebounds nicht zu stoppen.

Am 7. Februar reisen die Seawolves zu den Hertener Löwen. Das nächste Heimspiel findet am 14. Februar um 19:30 Uhr gegen die Baskets Magdeburg statt.

Viertelstände (Rostock - Braunschweig): 21:17, 13:22, 14:13, 20:16, 12:12, 13:6

Endstände: 93:86 (34:39, 68:68, 80:80)



OZ