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Rostock Stimmung im Circus mit Direktor Bobo
Mecklenburg Rostock Stimmung im Circus mit Direktor Bobo
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10:12 16.05.2014
DJ Bobo machte mit seiner „Circus“-Tournee am 15. Mai 2014 vor mehr als 3000 Besuchern in der Stadthalle Rostock Station. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Clowns, Artisten und Zauberer laufen durch die Stadthalle und belustigen das rund 3000 Personen zählende Publikum. Circus heißt die aktuelle Tournee des Schweizers René Baumann alias DJ Bobo und der Name ist Programm. Am Donnerstagabend hat er Rostock besucht.

Als der Vorhang fällt, sehen sich die Konzertbesucher einem gigantischen Clown gegenüber: 28 Meter breit, zwölf Meter hoch. Das Ungetüm hält eine Geige in der einen Hand, auf der Tänzer und Artisten auf und ab laufen können. Mit der anderen Hand hält er einen Gittermast mit Scheinwerfern. Der Clown ist Bobos Showbühne. Und die Show ist sein Erfolg bis heute. Die Musik ist für viele oft nur Erinnerung an die 90er-Jahre, als die Eurodance-Welle Deutschland erfasst hatte. Bobos Mitstreiter von damals sind inzwischen vergessen, doch der Schweizer füllt bis heute die Hallen.

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„Ich finde ihn niedlich“, sagt die 74-jährige Tatjana Batheke aus Kühlungsborn. Sie ist mit ihrer Tochter Ricarda Dehmel (49) gekommen und besonders gespannt auf die Artistik. Die darf natürlich in einem „Circus“ nicht zu kurz kommen, und so präsentieren sechs Männer in Superheldenkostümen eine Trapeznummer.

Bobo selbst tritt als Zirkusdirektor auf, und sein Publikum frisst ihm aus der Hand, legt er doch gleich mit großen Nummern, wie „Somebody dance with me“ und „Take Control“ los. „Das ist eine Erinnerung an meine Jugend“, sagt Matthias Mischke (35) aus Prohn. „Damals habe ich noch in Berlin gewohnt und zu diesen Hits getanzt.“ Heute ist er mit Schwester Janine (31), Neffe Elias (6) und Mutter Sylvia Tangermann (56) gekommen.

Der Clown auf der Bühne verwandelt sich dank aufwändiger Lichttechnik zwischenzeitlich in einen Roboter oder einen Tempel. Gigantische Videowände sorgen für atemberaubende Bühnenbilder. Bobos Musik sorgt für ausgelassene Partystimmung, egal, ob er bei „La vida es“ alle Leute klatschen oder zu „Everybody“ zwei Leute aus dem Publikum singen lässt, um im Saal Platz zu nehmen, um „einmal selbst ein DJ-Bobo-Konzert sehen zu können“. Maike aus Rostock und Raphael aus Demmin ernten ihren eigenen Beifall.

In einem Unplugged-Medley erinnert Bobo an Künstler, die mit ihm unterwegs waren und singt Lieder der Backstreet Boys, von Michael Jackson und Snap. Und schließlich holt er zum großen Finale aus, das niemanden mehr auf den Plätzen hält: „It's my Life“, „Chihuahua“, „Freedom“ und natürlich „There's a Party“. Nach mehr als zwei Stunden entlässt Baumann sein Rostocker Publikum mit den Eindrücken an Circus, Feuerwerk und Party pur in die Nacht.



Ove Arscholl