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Rostock Bis 2024: Flughafen muss Passagierzahl verdreifachen
Mecklenburg Rostock Bis 2024: Flughafen muss Passagierzahl verdreifachen
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05:45 27.03.2018
Der Airport Laage muss wachsen – sonst droht 2024 das Aus.
Der Airport Laage muss wachsen – sonst droht 2024 das Aus. Quelle: Angelika Heim/dpa
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Rostock

Dörthe Hausmann hat ehrgeizige Ziele für Rostock-Laage: Bereits 2016 und 2017 hatte der größte Flughafen des Landes neue Passagierrekorde gemeldet. Das soll so weitergehen – und das muss so weitergehen: Bis 2024 muss der Airport in der Lage sein, gänzlich ohne Betriebskosten-Zuschüsse seiner Gesellschafter und des Landes auszukommen. So schreibt es die Europäische Union vor. Damit das gelingt und auf dem Airport nicht die (zivilen) Landlichter ausgehen, muss die Geschäftsführerin die Zahl der Passagiere fast verdreifachen. „Ich halte das aber für absolut realistisch“, sagt Hausmann.

Bereits in diesem Jahr will sie die 300000-Passagier-Marke knacken: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Denn kein anderer Airport in Deutschland wachse so schnell wie Rostock-Laage: „Wir haben in den ersten beiden Monaten des Jahres ein Plus von acht Prozent. Der Bundesdurchschnitt in der Branche lag gerade mal bei 2,3 Prozent.“ Vor allem die Linien nach München und Stuttgart mit der Fluggesellschaft BMI Regional würden momentan das Wachstum vorantreiben: „Die entwickeln sich sehr gut.“ Für das langfristige Ziel müssen aber noch mehr Verbindungen her. Denn bisher fährt der Airport Verluste ein, brauchte Zuschüsse der öffentlichen Hand: 2024 aber ist es damit vorbei. „Wir müssen bis dahin bei 700 000 Passagieren angekommen sein. Dann schreiben wir eine schwarze Null, brauchen keine Betriebskosten-Zuschüsse mehr vom Land und den Gesellschaftern.“

Bereits in den kommenden Wochen sollen deshalb Verträge für die nächste neue Linie ab Laage unterschrieben werden. Wohin die Reise führen wird, sagt die Airport-Chefin aber noch nicht. „Fakt ist aber, wir brauchen weitere innerdeutsche Verbindungen. Und zwar tägliche Verbindungen.“ Vor allem auf Süddeutschland hat es Hausmann abgesehen: „Die Region ist für die Tourismusbranche im Land attraktiv, ebenso aber auch für die Geschäftsreisenden.“

Andreas Meyer

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