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Rostock Blutiger Junggesellen-Abschied in Warnemünde – Mann ins Gleisbett gestoßen
Mecklenburg Rostock Blutiger Junggesellen-Abschied in Warnemünde – Mann ins Gleisbett gestoßen
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19:47 19.08.2019
In Warnemünde ist es am späten Samstagabend nach einer Schlägerei zu einem Einsatz gekommen, an dem 15 Polizeikräfte beteiligt gewesen sein sollen. Quelle: dpa
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Rostock

Ein 55-jähriger Spanier ist bei einer Schlägerei am Bahnhof in Warnemünde schwer am Kopf verletzt worden. Der mutmaßliche Täter gehörte offenbar zu einer Gruppe von Männern, die in der Nähe zuvor einen Junggesellenabschied gefeiert hatte. Polizeiangaben zufolge soll der Tatverdächtige 1,1 Promille Alkohol im Blut gehabt haben. Der Verletzte hatte laut Polizeiangaben gar einen Wert von 3,04 Promille. An dem Einsatz sollen 15 Ordnungskräfte beteiligt gewesen sein.

Opfer hat schon am Boden gelegen

Wie ein Polizeisprecher mitteilte, habe ein Zeuge am Sonnabend gegen 22 Uhr die Beamten alarmiert und angegeben, dass es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern gekommen sei. Nach dem Eintreffen der Polizeikräfte sei ein am Boden liegender Mann vorgefunden worden, „der eine stark blutende Kopfverletzung aufwies, die durch mehrere Personen versorgt wurde“, hieß es weiter.

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Der Kopfverletzung soll ein Streit zwischen dem 55-Jährigen und der Männer-Gruppe vorausgegangen sein. Laut Polizeiangaben habe der Tatverdächtige ausgesagt, dass der Spanier die Männer zuvor verbal angegriffen habe, während die Feier noch lief. „Als die Gruppe den Bahnhof Warnemünde erreichte, kam es erneut zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen dem Geschädigten sowie dem 50-jährigen Tatverdächtigen“, sagte ein Polizeisprecher.

Spanier ins Gleisbett gestoßen

Der Tatverdächtige habe den Spanier daraufhin ins Gleisbett gestoßen, wo er sich eine stark blutende Platzwunde zugezogen habe. Das Opfer sei mit dem Verdacht auf ein Schädel-Hirn Trauma ins Klinikum gebracht worden. Der Tatverdächtige habe der Polizei zufolge 1,1 Promille Alkohol im Blut gehabt, bei dem Opfer hätten die Beamten einen Wert von 3,04 Promille festgestellt.

Weil sich die Tat an einem Bahnhof ereignet hat, ist die Bundespolizei zuständig. Sie ermittelt nun wegen Körperverletzung.

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