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Rostock Brandschutz: Retter in der Hansestadt oft zu langsam
Mecklenburg Rostock Brandschutz: Retter in der Hansestadt oft zu langsam
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05:10 30.06.2016
Selbst ist der Toitenwinkler: Weil für seinen Stadtteil schlechtere Standards im Brandschutz gelten und die Feuerwehr im Notfall zu lange braucht, hat sich Markus Ahrens (27) einen Feuerlöscher für den Fall der Fälle zugelegt. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Zwei-Klassen-Gesellchaft im Rostocker Brandschutz: Wenn es in der Hansestadt brennt, kann das Rathaus nicht für alle Bürger das gleiche Maß an Sicherheit garantieren. Die Defizite sind seit Jahren bekannt – doch eine Lösung lässt weiter auf sich warten. Nun wächst die Kritik in den betroffenen Stadtteilen. Vor allem in Dierkow und Toitenwinkel.

Hintergrund: Seit Ende 2015 müssen alle Kommunen in MV konkrete Ziele für den Brandschutz festlegen. Rostock hat dies bereits 2009 getan – und hat dabei mit dem Segen der Bürgerschaft Einschränkungen in bestimmten Stadtteilen in Kauf genommen. Bei einem Brand in der Innenstadt oder auch in Evershagen – in der so genannten Risikoklasse A – müssen binnen acht Minuten zehn Feuerwehrleute am Einsatzort sein. Brennt es aber in Stadtteilen der Risikoklasse B – Dierkow zum Beispiel –, müssen in der Frist „nur“ sechs Retter kommen. Und selbst diesen geringeren Standard erfüllt die Feuerwehr laut jüngsten Zahlen aus dem Brandschutz- und Rettungsamt nur in zehn Prozent der Fälle.

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Hauptgrund für die Zwei-Klassen-Gesellschaft: „Dies hängt unter anderem mit den langen Anfahrtswegen der Berufsfeuerwehr zu Einsatzorten in Dierkow und Toitenwinkel zusammen“, sagt Rostocks Ordnungssenator Chris Müller (SPD). „Im Rostocker Nordosten benötigen wir eine neue Feuerwache.“ Noch in diesem Jahr soll aber eine Entscheidung fallen.

Andreas Meyer

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