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Rostock Start in drei Projektgebieten
Mecklenburg Rostock Start in drei Projektgebieten
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18:41 12.03.2019
Der Breitbandausbau im Landkreis Rostock startet in den ersten drei Projektgebieten. (Symbolbild) Quelle: Frank Boxler
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Tessin

Jetzt geht’s los. Der öffentlich geförderte Breitbandausbau im Landkreis Rostock startet in den ersten drei Projektgebieten in den Ämtern Tessin, Bützow-Land und Rostocker Heide-Carbäk. Der Auftrag wurde an die Deutsche Telekom vergeben, die das wirtschaftlichste Angebot vorgelegt habe und nun das notwendige Glasfasernetz verlegen und die Häuser anschließen wird. Der erste Spatenstich erfolgt am 2. Mai in Tessin.

Ab Freitag, dem 15. März, werden die Hauseigentümer im Amtsbereich Tessin angeschrieben und über das Prozedere informiert. „Die Glasfaser wird bis zum Hausanschluss gelegt“, sagt Tessins Bürgermeisterin Susanne Dräger, „doch dafür müssen die Hausbesitzer der Telekom schriftlich den Auftrag erteilen.“ Sie seien damit nicht an den Telefonanbieter Telekom gebunden, wie das bei der Verlegung durch den Privatanbieter Deutsche Glasfaser in mehreren Kommunen des Landkreises der Fall sei. „Das Einverständnis für einen kostenfreien Hausanschluss muss bis Mitte Juli vorliegen“, sagt Georg von Wagner, Pressesprecher der Telekom. Bei einer späteren Entscheidung müssten Hauseigentümer die Anschlussgebühren von 799 Euro selbst tragen.

Bürgermeisterin Dräger ist froh, dass nun schon bald die Bagger kommen. Die Bewohner von Helmstorf und aus den Gemeinden Thelkow, Nustrow und Grammow werden die Ersten sein und noch 2019 ans Turbo-Internet angeschlossen. „Step bei Step werden dann die anderen Gemeinden im Amtsbereich und die Stadt Tessin 2019 und 2020 folgen“, sagt die Bürgermeisterin. Alle Haushalte würden angeschlossen, selbst entlegene Gebäude wie der Natur- und Erholungshof Recknitzberg. Für die Verlegung der Kabel werden auch vorhandene Kapazitäten, also Leerrohre und Überlandleitungen, genutzt.

Insgesamt sind für den Ausbau der Netzstruktur im Amtsbereich Tessin Tiefbauarbeiten auf rund 71 Kilometern Länge nötig. Auf etwa 16 Kilometern werden vorhandene Rohre genutzt und auf 46 Kilometern oberirdische Glasfaser verlegt. 84 Netzverteiler werden installiert, um insgesamt mehr als 3500 Haushalte zu versorgen.

Schon bald werden auch im Amtsbereich Bützow-Land die Bauarbeiten im Umfang von gut 27 Millionen Euro beginnen. Hier werden zehn Gemeinden mit Glasfaseranschlüssen durch die Telekom versorgt, mehr als 3700 Haushalte. Dafür müssen die Tiefbauer auf rund 125 Kilometern Leitungen verbuddeln. Auf 73 Kilometern werden oberirdisch Glasfaserkabel installiert und auf knapp 53 Kilometern vorhandene Rohre genutzt. 126 Netzverteiler werden auf­gebaut, an Standorten, die zuvor mit den Kommunen abgestimmt ­werden.

Im dritten Projektgebiet werden rund 15 Millionen Euro aufgewandt, um zwischen Klein Kussewitz und Gelbensande ein Glasfasernetz für fast 4200 Haushalte aufzubauen. Auf 103 Kilometern sind Tiefbauarbeiten geplant, elf Kilometer oberirdische Leitungen werden verlegt und 25 Kilometer Glasfaserkabel in vorhandene Rohre eingebracht.

Insgesamt stehen rund 55,4 Millionen Euro für Baumaßnahmen in den ersten drei Projektgebieten im Landkreis Rostock bereit, finanziert aus der Breitbandförderung von Bund und Land und Eigenanteilen der Gemeinden. „1250 Kilometer Glasfaser werden verlegt, fast 10 000 Haushalte und Firmen in 25 Gemeinden angeschlossen“, informiert Telekomsprecher von Wagner. Die arbeiten sollen Mitte 2021 abgeschlossen sein. Die wichtigsten Informationen hat die Deutsche Telekom in einer Präsentation zusammengefasst, die auf der Internetseite des Landkreises Rostock abrufbar ist unter www.landkreis-rostock.de/breitband.

Der Kreisausschuss des Landkreises hat gestern den Vergabeprozess für die verbliebenen 13 Projektgebiete abgeschlossen. Mit dem Ausbau des Breitbandnetzes sollen die Telekom, die Landwerke MV Breitband GmbH und die Wemacom Breitband GmbH beauftragt werden. Die Telekom soll in sieben Gebieten, die Landwerke in vier und Wemacom in zwei Gebieten Glasfaserkabel verlegen (siehe Infokasten). Der endgültige Zuschlag steht unter Zustimmungs­vorbehalt des Bundes als Fördermittelgeber.

Doris Deutsch

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