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Rostock Bündnis tritt gegen Windpark vor Warnemünde an
Mecklenburg Rostock Bündnis tritt gegen Windpark vor Warnemünde an
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06:49 20.11.2014
Im Auftrag des Netzbetreibers 50Hertz Transmission arbeitet ein Spezialschiff auf der Ostsee vor Graal-Müritz an der Trasse für das 60 Kilometer lange Seekabel zum Windpark Baltic 2.
Im Auftrag des Netzbetreibers 50Hertz Transmission arbeitet ein Spezialschiff auf der Ostsee vor Graal-Müritz an der Trasse für das 60 Kilometer lange Seekabel zum Windpark Baltic 2. Quelle: Bernd Wüstneck
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Rostock

Mögliche Windkrafträder vor Warnemünde lösen einen Proteststurm bei der Tourismus-Branche aus. Die Wirtschaft nennt hingegen Gründe, die politisch beschlossene Energiewende, zu forcieren. „Wir wollen ein ganzes Netzwerk gegen diese Pläne aufstellen“, sagt Dietmar Vogel, Vorsitzender des Warnemünder Handels- und Gewerbevereins.  Seit Ende Oktober wirbt der Gewerbeverein intensiv um Mitstreiter für ein „Bündnis der Bürgerinitiativen“.

Die Hoteliers und die Strandkorbverleiher aus Warnemünde hat er da auf seiner Seite. Matthias Treichel, der seine „Strandoase“ mit Strandkorbverleih direkt am Wasser betreibt, sieht den Plan „als Katastrophe für einen der belebtesten Strandabschnitte im Land“.

Der Warnemünder Ortsbeirat hat sich ebenfalls klar gegen einen Windpark vor Warnemünde ausgesprochen. Dessen Vorsitzender Alexander Prechtel hatte für die Stellungnahme drei Gründe genannt: Er gefährde die weitere Entwicklung des Hafens, zudem werde der Bereich der Reede eingeschränkt, außerdem gebe es negative Auswirkungen für den Tourismus, und auch die Bewerbung um die Austragung der Olympischen Segelwettbewerbe werde ebenso wie künftige Segelwettbewerbe beeinträchtigt.

Die Industrie sieht das anders. „Die Nutzung der Windenergie ist alternativlos und deshalb auch politisch gewollt“, heißt es in einer Erklärung von Wind Energy Network (WEN). Sie biete dem strukturschwachen Land eine industrie- und energiepolitische Perspektive auf zukunftssichere Dauerarbeitsplätze.



Thomas Sternberg