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Rostock Bürger fordern durchgehende Tempo-30-Zone in Kassebohm
Mecklenburg Rostock Bürger fordern durchgehende Tempo-30-Zone in Kassebohm
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06:00 04.07.2019
Die gesperrte Neubrandenburger Straße, in der ein Wasserrohrbruch zu erheblichem Schaden führte, sorgt für eine Umleitung durch Kassebohm. Die Anwohner sind verärgert. Quelle: Stefan Tretropp
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Rostock

Die Verkehrslage im Ortsteil sorgte für reichlich Gesprächsstoff bei der Ortsbeiratssitzung in Brinckmansdorf. Vor allem die Umleitung durch Kassebohm, weil die Neubrandenburger Straße seit einem Rohrbruch am 15. Mai vollgesperrt ist, sowie der „Flickenteppich“ von Tempo-30-Zonen verärgert die Anwohner.

Verstärktes Verkehrsaufkommen

Rund 25 Bürger hatten sich am Dienstagabend in der Grundschule John Brinckman eingefunden, um ihre Wünsche und Anregungen vorzutragen. Schnell kam zur Sprache, dass die Umleitung von der Neubrandenburger Straße auf den Vicke-Schorler-Ring in Kassebohm nicht zumutbar sei. Vor allem Urlauber würden seitdem verstärkt direkt durch das Wohngebiet fahren. Der Wunsch nach einem Hinweisschild auf der Autobahn, das deutlich macht, anstatt der Ausfahrt Rostock-Süd die nächste zu nehmen, wurde von mehreren Anwohnern geäußert.

„Eine Umleitung über die Autobahn ist nicht zulässig“, entgegnete Stephanie Bornstein, Ortsamtsleiterin Mitte. Immerhin gilt dort die Mindestgeschwindigkeit von 60 Kilometern die Stunde, die nicht mit allen Fahrzeugen gewährleistet werden kann. „Man muss hinnehmen, dass die Umleitung so verläuft. Der Vicke-Schorler-Ring ist eine öffentliche Straße und der Zeitraum bis Ende Juli ist absehbar“, machte Bornstein deutlich, nachdem empörte Stimmen bei der Sitzung laut geworden waren.

Busverkehr verhindert Tempo-30-Zone

Im Zuge dessen sprachen die Bürger auch die Tempo-30-Zonen an: Sie fordern eine durchgehende Geschwindigkeitsbegrenzung für den Vicke-Schorler-Ring. Dabei geht es den meisten Anwesenden vor allem um die Sicherheit der Kinder. Bisher sind in kurzen Abständen, beginnend mit dem Teilstück, das zur Neubrandenburger Straße führt, drei 30er-Zonen eingerichtet – dazwischen sind wiederum 50 Kilometer pro Stunde erlaubt. „Wir haben den Wunsch bereits dem Verkehrsamt vorgetragen“, gibt Ortsbeiratsvorsitzender Karl Scheube (SPD) an. Allerdings heißt es vonseiten des Amtes, die Umsetzung sei aufgrund des Linienbusverkehrs nicht unmittelbar möglich.

„Das halte ich für Unfug“, äußert Ortsbeiratsmitglied Roger Schmidt (Freie Wähler). Und ein Vater empört sich: „Wir warten so lang, bis ein Kind totgefahren wird.“ Dass in 90 Prozent der Fälle allerdings auf dem Vicke-Schorler-Ring, an dem eine Schule, Kitas und Spielplätze liegen, nicht zu schnell gefahren wird, beweist ein Blitzer, der in der Vergangenheit zum Zählen der Verkehrssünder aufgestellt wurde, wie Schmidt erklärt. Dennoch mache eine durchgehende Tempo-30-Zone Sinn, um nicht „alle 100 Meter“ wieder abbremsen zu müssen. „Auf der engen Straße kann man ohnehin schlecht schneller fahren“, meint das Mitglied der Freien Wähler.

Maria Baumgärtel

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